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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Inflationsrate im Januar unverändert 0,3 Prozent

Hessen. Das Niveau der Verbraucherpreise in Hessen lag im Januar 2016 um 0,3 Prozent höher als vor einem Jahr. Im Dezember und November 2015 hatte die Inflationsrate ebenfalls 0,3 Prozent betragen. Ursachen für die weiterhin niedrige Inflationsrate sind vor allem die nochmals gesunkenen Preise für Mineralölprodukte (Kraftstoffe und Heizöl) als Folge des Verfalls des Weltmarktpreises für Erdöl. Aber auch niedrigere Preise für Bekleidung und Schuhe, Haushaltsgeräte sowie Telekommunikationsdienstleistungen wirkten dämpfend auf die Inflationsrate.

Binnen Monatsfrist sank das mit dem Verbraucherpreisindex gemessene Preisniveau um 0,9 Prozent. Maßgeblich für diesen im Januar nicht unüblichen Rückgang des Verbraucherpreisniveaus waren saisonale Preissenkungen insbesondere für Pauschalreisen (minus 19,2 Prozent gegenüber Dezember 2015) sowie Bekleidung und Schuhe (minus 4,2 Prozent). Hinzu kamen die um 6,3 Prozent gesunkenen Preise für Mineralölprodukte.

Preise für Energie
Die Preise für Energie insgesamt (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) lagen im Januar 3,0 Prozent unter dem Niveau des Vormonats und 6,8 Prozent niedriger als im Januar 2015. Die Preise der einzelnen Energiearten entwickelten sich unterschiedlich. Deutlich billiger gegenüber dem Vormonat wurden Heizöl (minus 13,4 Prozent gegenüber Dezember 2015), Diesel (minus 6,8 Prozent) und Benzin (minus 4,3 Prozent). Ebenfalls weniger zahlten die Verbraucher für Erdgas (minus 2,5 Prozent), für Autogas (minus 2,0 Prozent) und als Umlage für den Betrieb einer Zentralheizung (minus 0,8 Prozent). Lediglich Strom verteuerte sich gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 Prozent. (Zu Beginn des Jahres 2016 wurde die im Strompreis enthaltene EEG-Umlage um 0,18 Cent pro KWh erhöht. Dies entspricht einer rechnerischen Erhöhung des Strompreises um etwa 0,6 Prozent.) Binnen Jahresfrist sanken die Preise aller Energiearten: Heizöl (minus 26,2 Prozent gegenüber Januar 2015), Diesel (minus 13,5 Prozent), Autogas (minus 12,1 Prozent), die Umlage für den Betrieb einer Zentralheizung (minus 10,1 Prozent), Benzin (minus 4,4 Prozent), Erdgas (minus 3,3 Prozent) und Strom (minus 1,4 Prozent). Die ohne Energie berechnete Inflationsrate lag im Januar bei 1,1 Prozent nach 1,0 Prozent im Dezember und 1,2 Prozent im November 2015.

Nahrungsmittelpreise
Das Niveau der Nahrungsmittelpreise sank gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent, lag aber aufgrund von Preissteigerung der vergangenen Monate 1,0 Prozent höher als vor einem Jahr. Billiger gegenüber dem Vormonat wurden Obst (minus 2,9 Prozent gegenüber Dezember 2015), Speisefette und -öle (minus 1,8 Prozent), Brot und Getreideerzeugnisse (minus 0,5 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (minus 0,4 Prozent). Teurer wurden Gemüse (plus 2,5 Prozent), Fisch (plus 0,7 Prozent) sowie Molkereiprodukte und Eier (plus 0,3 Prozent). Binnen Jahresfrist stiegen insbesondere die Preise für Obst (plus 6,0 Prozent gegenüber Januar 2015) und Gemüse (plus 5,1 Prozent). Aber auch Fisch (plus 1,5 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (plus 0,1 Prozent) wurden teurer. Weniger bezahlten die Verbraucher für Molkereiprodukte und Eier (minus 1,9 Prozent), Speisefette und -öle (minus 1,6 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (minus 0,3 Prozent).

Preise von Gebrauchsgütern
Das Preisniveau langlebiger Gebrauchsgüter stieg im Vorjahresvergleich um 0,4 Prozent. Damit wurde den vierten Monat in Folge eine positive Jahresteuerungsrate für langlebige Gebrauchsgüter beobachtet. Von Februar 2010 bis September 2015 war das Preisniveau stetig gesunken. Ob der Trend sinkender Preise für langlebige Gebrauchsgüter, die einen Anteil von 8 Prozent am Warenkorb der privaten Haushalte haben, tatsächlich zu Ende geht, lässt sich aufgrund der recht unterschiedlichen Preisentwicklung der einzelnen Produktgruppen nicht sagen. Derzeit scheint der Trend sinkender Preise beispielsweise bei Haushaltsgeräten (minus 1,5 Prozent gegenüber Januar 2015) noch ungebrochen, während sich bei Geräten der Unterhaltungselektronik die starken Preissenkungen der vergangenen Jahre deutlich abschwächten oder die Preise sogar wieder stiegen. Billiger als vor einem Jahr waren z. B. Fernsehgeräte (minus 8,5 Prozent), USB-Sticks und Speicherkarten (minus 4,2 Prozent) sowie Digitalkameras (minus 3,8 Prozent). Dagegen lagen die Preise für Heimkino-Anlagen (plus 10,8 Prozent), Desktop-PC (plus 8,5 Prozent) und Monitore (plus 6,4 Prozent) merklich über dem Vorjahresniveau.

Preise für Dienstleistungen
Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) verteuerten sich im Dezember binnen Jahresfrist durchschnittlich um 1,2 Prozent. Höhere Preise zahlten die Verbraucher u. a. für Taxifahrten (plus 6,9 Prozent), Friseurleistungen (plus 3,2 Prozent), Sport- und Erholungsdienstleistungen (plus 2,8 Prozent) sowie für Speisen und Getränke (plus 2,0 Prozent), die von Gaststätten und anderen Verpflegungsdienstleistern angeboten werden. Die merkliche Erhöhung des Briefportos zu Beginn des Jahres ist mitverantwortlich für den Preisanstieg für Post- und Kurierdienstleistungen um 5,0 Prozent. Allerdings fallen diese Dienstleistungen mit einem Anteil von 0,2 Prozent an den gesamten Konsumausgaben der privaten Haushalte kaum ins Gewicht. Billiger als vor einem Jahr waren z. B. Telekommunikationsdienstleistungen (minus 1,6 Prozent) und Flugtickets (minus 1,2 Prozent). Die Wohnungsmieten, deren Gewicht im Verbraucherpreisindex gut ein Fünftel beträgt, lagen im Januar 1,8 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. (red)



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