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Sprinter Dennis Horn setzt seine Erfolgsserie fort

Dennis Horn - konzentriert vor dem 60m-Finale. Foto: nhBad Sooden-Allendorf/Melsungen. Mit drei Titeln sowie jeweils einen zweiten und dritten Platz kehrte die kleine Delegation der MT 1861 Melsungen aus Bad Sooden-Allendorf zurück, wo 165 Wettkämpfer aus 24 Vereinen ihre nordhessischen Hallenmeister in der Leichtathletik ermittelten. Damit war man zwar nicht so erfolgreich wie vor einem Jahr, als die MT-Athleten bei der Siegerehrung fünfmal auf dem obersten Treppchen standen, aber Alwin J. Wagner zeigte sich dennoch mit der Ausbeute seiner Athleten zufrieden. Immerhin konnten Lisa Arend und Janina Rohde ihre Vorjahres-Titel im Kugelstoßen der Frauen sowie in der U20 ungefährdet verteidigen.

Auch die Sprinterkrone für den schnellsten Mann in der Halle blieb in Melsungen, denn Dennis Horn löste seinen Trainingspartner Michael Hiob ab und setzte seine Vorjahreserfolge auch in der Männerklasse erfolgreich fort.

Bereits im ersten von zwei Vorläufen ließ er mit locker heraus gelaufenen 7,28 Sekunden aufhorchen. Dabei besiegte er Lokalmatador Suren Danieljan (7,46 Sek.) und Daniel Malychin (ESV Jahn Treysa, 7,55 sec), die sich ebenfalls noch für das Finale qualifizieren konnten. Für Timo Beckmann (Treysa, 7,70), Jan Scharf (Bad Sooden-Allendorf, 7,81) und Alexander Klimsa (Vellmar, 8,01) reichte es nicht mehr für den Endlauf. Im zweiten Vorlauf setzte sich Sven Eichel mit 7,51 Sekunden knapp vor Michael Hiob (7,54) durch. Jan Brunner, ein Schüler aus dem Sportinternat in Bad Sooden-Allendorf, kam nach 7,62 Sekunden ins Ziel und qualifzierte sich als Sechster noch für das Finale der schnellsten Männer Nordhessens. Leider brach bei Tobias Stang seine alte Fußverletzung beim Weitsprung wieder auf. Er musste nach zwei Sprüngen sich nach 5,78 Meter verabschieden und konnte auch nicht im 60m-Vorlauf antreten.

Lisa Arend wiederholte ihren Kugelstoßerfolg aus dem Vorjahr. Foto: nhNach seinen Super-Lauf von Köln, wo Dennis Horn sich auf 7,17 Sekunden verbessert hatte, nahm der 19-Jährige vor dem Finale die Favoritenstellung ein. Noch vor einem Jahr lief er die 60 Meter nie unter 7,40 Sekunden. In diesem Jahr präsentierte er sich in einer ausgezeichneten Form und blieb er bei seinen vier Auftritten jedes Mal unter 7,30 Sekunden. Welche unverbrauchte läuferische Klasse in diesem Sprinttalent steckt, wurde auch in Bad Sooden-Allendorf wieder offenbar.

Nachdem im Vorjahr Sven Eichel im 60m-Finale an Michael Hiob scheiterte und mit 7,37 gegen 7,49 Sekunden den Kürzeren zog, musste sich der 7m-Weitspringer vom SSC Vellmar bei den diesjährigen Titelkämpfen in der Eilse-Sporthalle Dennis Horn geschlagen geben. Im Endlauf lagen zehn Meter nach dem Start Sven Eichel, Jan Brunner und Dennis Horn auf gleicher Höhe. Aber dann zündete der 19-Jährige in der Beschleunigungsphase seinen Turbo und zog unaufhaltsam davon. Im Ziel hatte der Vorjahres-Jugendliche fast zwei Meter Vorsprung vor einer kompakten Verfolgergruppe. Mit 7,25 Sekunden unterbot Dennis Horn die Siegerzeit von Michael Hiob aus dem Vorjahr um 0,12 Sekunden. Sven Eichel sicherte sich nach 7,44 Sekunden erneut den zweiten Platz. Nur eine Hundertstelsekunde später lief Jan Brunner über die Ziellinie.

Leider spielte Titelverteidiger Michael Hiob in diesem Endlauf keine Rolle. Der Maschinenbau-Student, der vor dem Finale nach seiner guten Vorstellung im Vorlauf mit einer Medaille spekulierte, hatte von Anfang an Probleme in der Start- und Beschleunigungsphase und belegte in 7,64 Sekunden nur den fünften Platz.

Am Mittwoch startet der neue nordhessische Sprintmeister bei den deutschen Hochschulmeisterschaften in Frankfurt sowohl über 60 als auch über 200 Meter und hofft noch einmal auf Zeiten um 7,20 bzw. 23,40. Auch wenn er seine Ziele nicht realisieren sollte, war der Sportstudent aus dem Malsfelder Ortsteil Elfershausen in der zu Ende gehenden Hallensaison der Sprint-Shooting-Star in unserer Region.

Für die Titel zwei und drei sorgten Lisa Arend und Janina Rohde im Kugelstoßen, die damit auch ihre Meisterschaftssiege aus dem Vorjahr wiederholten. Gleich zu Beginn sorgte Lisa Arend mit 9,49 Meter für eine entsprechende Ausgangsposition. Die gesundheitlich angeschlagene Hammerwurfspezialistin verbesserte sich über 9,87 auf 10,17 Meter und hatte am Ende 99 Zentimeter Vorsprung vor Carolin Klupsch, einer talentierten Mehrkämpferin aus Vellmar. „Ich fühlte mich zwei Tage vorher bei den Kreismeisterschaften nicht mehr fit und war überrascht, als ich die Kugel noch über elf Meter stoßen konnte. Deshalb wollte ich in Bad Sooden-Allendorf meinen Titel verteidigen und meine Vorjahresweite unbedingt verbessern“, sagte Lisa Arend, die sich 2015 mit 10,07 Meter durchgesetzt hatte.

Neuzugang Rabea Pöppe überraschte als Dritte im Sprint über 60 Meter. Foto: nhAuch Janina Rohde konnte ihren Titel erfolgreich verteidigen. Wenige Tage nach ihrem 18. Geburtstag setzte sie sich mit 11,39 Meter souverän durch und stieß drei Zentimeter weiter als 2015. Die ehemalige HLV-Kader-Athletin war absolut ungefährdet und hätte mit jedem ihrer fünf gültigen Stöße gewonnen. Janina Rohde eröffnete den Wettkampf mit 10,78 Meter und setzte damit das Orientierungsmaß für die Konkurrenz, die von Paula Rücker (LAV Kassel) angeführt wurde. Diese belegte auch mit 10,22 Meter den zweiten Platz. Die alte und neue Meisterin verbesserte sich über 10,81 auf 11,39 Meter und kam im Endkampf mit 11,35 und 11,36 Meter noch einmal sehr dicht an ihre beste Weite heran. Einen guten Eindruck hinterließ in diesem Wettbewerb auch Selina Langhorst. Die 17-Jährige verbesserte zwei Tage nach ihrem Sieg bei den Kreismeisterschaften ihre persönliche Bestleistung auf 9,26 Meter und landete damit auf Rang fünf.

Im 60m-Sprintfinale der Frauen konnte Katharina Wagner zwei Drittel der Strecke mit der überragenden Carolin Klupsch mithalten. Aber dann machte sich bei ihr die leichte Verletzung im linken Kniegelenk bemerkbar, die sie sich bei den Kreismeisterschaften im Staffellauf in den engen Kurven der Melsunger Stadtsporthalle zugezogen hatte. Dennoch erfüllte sie als Zweite mit 8,35 Sekunden die Erwartungen. „Schade, dass ich am kommenden Mittwoch nicht bei den deutschen Hochschulmeisterschaften laufen kann“, sagte die 21-Jährige, die in Frankfurt-Kalbach über 200 Meter gemeldet war und durch ihre Vorbereitung in der Lage war, zum ersten Mal an die 26 Sekunden heranzulaufen.

Eine positive Überraschung bot Rabea Pöppe aus Spangenberg, die seit Jahresbeginn für die MT Melsungen startet. Die Studentin, die in Kassel Sport studiert, verwies über 60 Meter als Dritte in 8,69 Sekunden Iris Hofmann (LG Eder, 8,78 Sek.) und Penny Moritz (LG Alheimer, 8,80 Sek.) in die Schranken. (ajw)



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