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Leichter Aufwind für die heimische Tourismusbranche

Bilanz für 2015: Mehr Urlauber besuchen die GrimmHeimat NordHessen

Kassel. Die Tourismusbranche in der GrimmHeimat NordHessen verzeichnet auch für das Jahr 2015 ein leichtes Plus. Rund 2,36 Millionen Urlauber haben die Region im vergangenen Jahr besucht, das ist ein Plus von 1,3 Prozent. Allerdings stagniert die Zahl der Übernachtungen weitgehend, sie liegt bei rund 7,3 Millionen. „Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren in unserer Region und erwirtschaftet jährlich rund drei Milliarden Euro Umsatz. Damit das so bleibt, müssen wir einige Anstrengungen unternehmen. Denn vor allem im ländlichen Raum stehen wir vor sehr großen Herausforderungen“, sagt Holger Schach, Geschäftsführer der Regionalmanagement Nordhessen GmbH.

Die heimische Tourismusbranche kann sich über ein leichtes Wachstum freuen, bleibt allerdings hinter der landesweiten Entwicklung zurück, wie die jüngsten Zahlen des Statistischen Landesamtes zeigen. Denn das Land Hessen verzeichnet sowohl bei den Ankünften (+ 4,5 Prozent) als auch bei den Übernachtungen (+ 3,2 Prozent) ein deutlich größeres Plus. „Der Zehn-Jahres-Vergleich zeigt uns allerdings: Wir wachsen langsam, aber stetig. Dieses langfristige Wachstum wollen wir weiter vorantreiben“, sagt Ute Schulte, die beim Regionalmanagement Nordhessen den Bereich Tourismus leitet.

Schulte führt den starken Zuwachs auf Landesebene auf den anhaltenden Trend zum Städtetourismus zurück. „Die jüngsten Zahlen des Statistischen Landesamtes belegen, dass vor allem das Rhein-Main-Gebiet stark zulegt.“ Auch die meisten Städte in der GrimmHeimat NordHessen profitieren von diesem Trend: Die documenta-Stadt Kassel verzeichnet 2,6 Prozent mehr Ankünfte, auch Bad Hersfeld (6,4 Prozent), Waldeck (12,2 Prozent), Bad Emstal (20 Prozent), Melsungen (29 Prozent), Eschwege (3,2 Prozent) oder Naumburg (8,8 Prozent) konnten kräftig zulegen.

„Die GrimmHeimat NordHessen als überwiegend ländlich geprägte Region kann vom Boom des Städtetourismus naturgemäß nicht so stark profitieren“, sagt Schulte. Die Anstrengungen der heimischen Tourismusbranche für Wachstum zu sorgen, werden durch den demographischen Wandel erschwert, dessen Folgen in den nächsten Jahren vor allem die ohnehin schon dünn besiedelten, ländlichen Gegenden Nordhessens trifft. Dort ist ein Bevölkerungsrückgang zu erwarten, der sich sowohl auf die Zahl der Fachkräfte als auch auf die Qualität der Infrastruktur auswirkt. „Wir arbeiten deshalb im Moment vor allem an Projekten, die den Tourismus im ländlichen Raum fördern“, schildert Schulte. Ein Beispiel hierfür sei eine Pauschale, die sich an naturbegeisterte Urlauber richte sowie das Projekt „Feriendorf Nordhessen“, mit dem vor allem die Nutzung leerstehender, regionaltypischer Immobilien als Ferienunterkunft gefördert werden soll.

Die GrimmHeimat NordHessen verfolgt ihre Tourismusstrategie mit dem Ziel, bis zum Jahr 2022 zur erfolgreichsten Mittelgebirgsregion Mitteleuropas zu werden. (red)



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