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Wiederholung von DHB-Pokalspiel: MT morgen bei den Löwen

Liga-Hinspiel im November in Kassel. Foto: HartungMannheim/Melsungen. Das Wiederholungsspiel im DHB-Pokalviertelfinale, Rhein-Neckar Löwen gegen die MT Melsungen, steigt am Mittwoch um 19 Uhr, in der SAP-Arena in Mannheim. Die Neuansetzung ist notwendig geworden, weil es im Spiel am 16. Dezember einen Regelverstoß gab und das Sportgericht dem anschließenden Einspruch der MT stattgab. Das erneute Duell um den Einzug ins Final Four wird live übertragen auf Sport1.

„Wir sind nach der EM-Pause gut aus den Startlöchern gekommen. Die beiden Auftaktsiege im neuen Jahr in Berlin und in Lemgo geben uns viel Selbstvertrauen. Deshalb fahren wir auch mit breiter Brust nach Mannheim“, skizziert MT-Trainer Michael Roth die Ausgangssituation vor der Neuauflage des Pokal-Hits gegen Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen. Dabei bekräftigt der Coach erneut das feste Ansinnen, mit seiner Mannschaft den Sprung unter die vier besten Pokalmannschaften Deutschlands schaffen zu wollen.

Dies wäre ja beinahe schon in dem Match Mitte Dezember in Ludwigshafen gelungen. Doch damals hatten die Löwen aufgrund einer strittigen Entscheidung das Spiel durch Siebenmeter in letzter Sekunde mit 22:21 gewonnen. Die dabei von den Schiedsrichtern zugrunde gelegte Regel gilt aber nur in Meisterschaftsspielen der 1. und 2. Bundesliga Männer, nicht aber in DHB-Pokalspielen. So legte die MT Einspruch ein. Und dem wurde bereits drei Tage später von der 2. Kammer des Bundessportgerichts in Frankfurt stattgegeben. – Einhelliger Tenor in dem Fall, den ganz Handball-Deutschland beschäftigte: Diese Entscheidung, das Spiel neu anzusetzen, war die einzig richtige.

Also stehen sich der Tabellenerste und der Tabellenvierte am Mittwoch erneut gegenüber. Allerdings nicht wie beim ersten Spiel, welches in der rund 2.000 Zuschauer fassenden Friedrich-Ebert-Halle ausgetragen wurde, sondern in der mehr als sechs Mal größeren SAP-Arena in Mannheim. Das sind natürlich Rahmenbedingungen, die eher dem Gastgeber entgegen kommen dürften. Allein im Vorverkauf wurden bereits 8.000 Tickets abgesetzt.

Die MT wird in der gleichen Besetzung nach Mannheim reisen, wie nach Lemgo und Berlin. Das heißt, nach wie vor fehlen Malte Schröder, der noch an den Nachwirkungen seines Kreuzbandrisses leidet, und Michael Allendorf, der seine Sehnenverletzung im Hüftbereich noch nicht ganz auskuriert hat. Der Linksaußen wird übrigens wieder, wie schon in Berlin und Lemgo, als Co-Kommentator von Patrick Schuhmacher bei der Radio HNA Liveübertragung fungieren. Ansonsten sind alle Akteure einsatzbereit. Und weitestgehen ausgeruht. Denn Michael Roth hatte den zuletzt besonders beanspruchten Leistungsträgern, wie Michael Müller, Johannes Sellin, Patrik Fahlgren oder Johan Sjöstrand, im Spiel in Lemgo in der zweiten Halbzeit Schonung angedeihen lassen. Als Vorbereitung auf das Pokalduell gegen die Löwen konnten nach einer aktiven Regeneration am Montag lediglich zwei Trainingseinheiten und ein Videostudium absolviert werden. Keine Frage, dieses Match inmitten einer englischen Woche und nur drei Tage vor einem brisanten Bundesligaderby, ist terminlich nicht gerade ideal.

Aber mit dieser Konstellation muss natürlich auch der Gegner klarkommen. So ist das Pokalspiel bei den Löwen zwischen zwei Champions League-Einsätzen platziert. Am Samstag zog die Mannschaft von Trainer Nikolaj Jacobsen beim polnischen Spitzenteam Kielce mit 27:28 den Kürzeren und am kommenden Sonntag geht die Reise ins dänische Kolding. Eine empfindliche 22:25-Niederlage quittierten die Gelbhemden vor einer Woche gegen Meisterschaftsmitkonkurrent Flensburg/Handewitt. Oliver Roggisch, der Teammanager der Löwen, zeigt sich von den beiden Niederlagen unbeeindruckt und sagt selbstbewusst: “Die zusätzliche Belastung ist für beide Teams ärgerlich, aber wenn wir den Sprung ins Final Four schaffen, dann lieber durch einen fairen Sieg und weil wir es zu hundert Prozent verdient haben”.

Wer es eher verdient hat, zur Pokalendrunde zu fahren, wird sich natürlich erst am Mittwoch mit dem Spiel selbst zeigen. In dem sind die Löwen um den wieder genesenene Kapitän Uwe Gensheimer und den Ex-Melsunger Mikale Appelgren zweifelsfrei aufgrund des Heimvorteils Favorit. Dass sie die MT dennoch sehr ernst nehmen müssen, wird ihnen spätestens beim Gedanken an das Punktspiel in Kassel wieder ins Bewusstsein geholt: Ende November entzauberten die Nordhessen in einem mitreissenden Match den Titelkandidaten mit 25:23.

Im DHB-Pokal messen sich die MT und die Löwen nun zum sechsten Mal. In den fünf vorangegangenen Begegnungen, einschließlich des letzten Aufeinendertreffen das nun wiederholt wird,  zogen die Nordhessen jeweils den Kürzeren. Während die Nordhessen in 1996, 2013 und 2014 jeweils im FinalFour stand, blicken die Löwen bereits auf acht Endrunden-Teilnahmen zurück. Davon standen sie drei Mal im Finale, allerdings ohne den Pokal bislang zu gewinnen.

Ursprünglich war an diesem Mittwoch, 24. Februar, laut Bundesligaspielplan das Hessenderby der MT gegen die HSG Wetzlar vorgesehen. Das wurde, wie bereits mehrfach vermeldet, um drei Tage verschoben und findet nun am Samstag, 27. Februar, um 19 Uhr, in der Kasseler Rothenbach-Halle statt. Dieses Spiel ist bereits seit Wochen ausverkauft.

Schiedsrichter in Mannheim: Matthias Brauer / Kay Holm (Hamburg / Hagen, Schleswig-Holstein); DHB-Aufsicht: Jürgen Rieber.

(Bernd Kaiser)



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