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MT bezieht 24:34-Packung bei Rhein-Neckar Löwen

Szene mit Symbolcharakter: Philipp Müller kann die deutliche Niederlage noch gar nicht richtig fassen. Foto: Alibek KäslerMannheim/Melsungen. Keine Chance hatte die MT Melsungen am 24. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga bei den Rhein-Neckar Löwen. Von Anfang an liefen die Nordhessen einem Rückstand hinterher, kamen nur Mitte der ersten Hälfte bis auf zwei Tore heran. Zur Halbzeit stand es 16:12. Trotz variabler Deckung wurden die Gastgeber in ihren Angriffsbemühungen nicht effektiv genug gestört. Was vor allem deren Spielmacher Andy Schmid weidlich nutzte. Der Schweizer schoss mit 13 Treffern die Rotweißen fast im Alleingang ab. Auf Seiten der MT war Kapitän?Michael Müller mit sieben Toren erfolgreichster Schütze. Das Spiel in der Mannheimer SAP-Arena verfolgten 9.154 Zuschauer. Durch diesen Sieg setzten sich die Löwen wieder an die Tabellenspitze, während die MT weiterhin Platz vier behauptet.

Die MT begann im Tor mit René Villadsen, der den verletzten Johan Sjöstrand vertrat, und im Feld von links nach rechts mit Jeffrey Boomhouwer, Philipp Müller, Timm Schneider, Michael Müller, Johannes Sellin und am Kreis mit Felix Danner. Den ersten Angriff des Spiels schloss Philipp Müller mit einem satten Wurf ab, der aber von Appelgren pariert werden konnte.  Im Gegenzug scheiterte Mensah Larsen zunächst am Pfosten, aber der Ball sprang zu Andy Schmid, der zum 1:0 für die Hausherren traf.

Die beiden Referees griffen gleich früh durch und schickten schon in der 3. Minute Hendrik Pekeler und in der 4. Minute Felix Danner jeweils für zwei Minuten auf die Bank. Das nu große Raumangebot nutzt prompt Mensah Larsen, der sich vom der linken Rückraum bis an die rechte Kreisposition treiben liess und dort auf 2:0 stellte. Im Gegenzug feuerte Timm Schneider einen verdeckten Unterarmwurf ab, aber erneut war Appelgren auf dem Posten. Schade aus MT-Sicht, den sich daraus bietenden Gegenstoss nutzte Gensheimer zum 3:0.

Johannes Sellin war es dann, der nach fast sechs gespielten Minuten den Knoten platzen ließ und per Siebenmeter den ersten MT-Treffer markierte. Die Vorarbeit dazu hatte Michael Müller geleistet, der nach einer Eins-gegen-Eins-Finte von Mensah Larsen nur noch regelwidrig gebremst werden konnte.

Dieser Zwei-Tore-Abstand sollte sich von den?Gästen auch in der Folge nicht verringern lassen. Mehrfach hatten die Hausherren das Glück auf ihrer Seite. Villadsen konnte einem bei drei abgefälschten Bällen bzw. Abprallern schon fast leid tun. Dennoch rissen die Löwen die gut 9.000 Zuschauer nicht wirklich von den Sitzen. Im Gegenteil: Ob der nur knappen Führung blieb es über lange Strecken in der ersten Halbzeit merklich ruhig im weiten Rund der SAP-Arena.

Nach einer sehenswerten Co-Produktion der beiden Aussen Jeffrey Boomhouwer und Johannes Sellin, die der Linkshänder zum 10:8 abschloss, hatte die MT durchaus berechtigte Hoffnungen, den Gelbhemden das Leben noch etwas schwerer machen zu können. Die entsprechenden Anweisungen dazu gab Michael Roth seinen Schützlingen beim Timeout mit auf den Weg: “Wir müssen in der Abwehr mehr investieren, besser verschieben. Und nach vorne mehr Tempo machen”, forderte der MT-Coach. Nach Wiederaufnahme des Spiels gönnte er Michael Müller eine kurze Verschnaufpause, schickte Jan Forstbauer auf Halbrechts.

Mit der Umsetzung der Trainer-Vorgaben indes klappte es nicht so recht. Denn durch zwei schnelle Gegentreffer von du Rietz und Gensheimer wuchs der Abstand auf vier Tore an (12:8, 21. Min.). So blieb es auch bis zum Pausenpfiff, weil kurz zuvor Sellin erneut per Siebenmeter zum 16:12 getroffen hatte.

Ja, es hätte zu diesem Zeitpunkt durchaus knapper stehen können. Aber auch in der Schlussphase dieser ersten Halbzeit war Fortuna nicht unbedingt auf Melsunger Seite. So scheiterte Fahlgren, der für Schneider die Spielmacherposition eingenommen hatte, freistehend an Appelgren und Danners Treffer zählte nicht, weil die Schiedsrichter seinen Fuß im Torraum gesehen hatten. Auf der anderen Seite wollte vor allem einem Spieler an diesem Tage alles gelingen: Gegen Andy Schmids drei Treffer in den letzten fünf Minuten des ersten Durchgangs war kaum ein Kraut gewachsen. Der Regisseur traf wie er wollte.

Zum Start in die zweite Hälfte zeigte die MT, dass sie willens war, das Spiel noch umzubiegen. Momir Rnic verkürzte zum 16:13 und eine kurz darauf gegen du Rietz ausgesprochene Zeitstrafe verhieß einen weiteren Vorteil. Doch den erarbeiteten sich die Gastgeber, die in der Unterzahl auch diesmal den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers wechselten. Mit dem Ergebnis, dass Mensah Larsen mit dem Tor zum 17:13 wieder den alten Abstand herstellen konnte.
So richtig abschütteln ließ sich die MT aber noch nicht. Sie blieb nicht zuletzt dank der Treffer von Michael Müller und Marino Maric in Reichweite. Und auch, weil der inzwischen für René Villadsen zwischen die Pfosten gekommene Maurice Paske zum Einstand gleich zwei gute Szenen hatte. So stand es nach 39 Minuten “nur” 19:16 für die Löwen. Ausgerechnet da erwischte es Philipp Müller mit einer Zeitstrafe. Die Überzahl nutzte der Favorit in?Person von Gensheimer und Schmid sogleich, um auf 21:16 (40.) zu erhöhen. Michael Müller stemmte sich postwendend mit dem 21:17 dagegen.

Als daraufhin die Gastgeber jedoch einen 4:0-Lauf hinlegten und in der 48. Minute auf der Anzeigentafel ein 25:17 aufleuchtete, war praktisch die Messe gelesen. Die Hoffnung darauf, das Ruder noch einmal herum zu reissen, mussten die Nordhessen realistischerschweise bei diesem Zwischenstand ad acta legen. Denn bis dahin war es einfach schon zu deutlich gewesen, dass die Mittel an diesem Tage limitiert waren – sei es in der Abwehr, oder auch im Angriff wo zuviele unglückliche Fehler passierten.

Die Nordhessen versuchten nun, die Differenz wenigstens nicht zweistellig werden zu lassen. Das schien auch nach den Toren von Sellin, Boomhouwer, Philipp und Michael Müller, die bis zur 56. Minute einen 30:23 Zwischenstand erkämpften hatten, zu gelingen. Doch die Löwen liessen sich nicht mehr aufhalten, streuten sogar noch einige Zaubertore ein (Mensah Larsen, zweimal Schmid von Rechtsaussen und per Kempa). Währenddessen die MT vorne die wenigen sich ihnen bietende Gelegenheiten vertändelte. Insofern war es aus ihrer Sicht ein gebrauchter Tag, an dessen Ende eine 24:34-Niederlage zu Buche quittiert werden musste.

Auf die Tabellensituation hat dieses Ergebnis indes nur für die Rhein-Neckar Löwen eine Auswirkung: Sie eroberten sich damit den 1. Platz zurück während die MT weiterhin Rang vier behauptet.

Michael Roth zum Spiel: Es ist immer schwer, wenn dem Gegner alles gelingt und einem selbst zu wenig. Uns fehlte heute der Rückhalt hinter der Abwehr den wir ansonsten gewohnt sind. Dabei mache ich den beiden Torhütern heute keinerlei Vorwürfe. Wir sind eigentlich gar nicht so schlecht in das Spiel hinein gekommen, mussten aber im weiteren Verlauf die individuelle Klasse auf Seiten des Gegners anerkennen. Auch wenn das Ergebnis sehr klar ist, sollte uns das nicht aus der Bahn werfen. Vielleicht ist es ja auch ganz gut, mal eine Dämpfer zu bekommen, damit man nicht anfängt zu träumen. Das Spiel hat einfach gezeigt, dass wir doch noch nicht in den Kreis der absoluten Topteams gehören.

Statistik:

Rhein-Neckar Löwen – MT Melsungen  34 : 24  (16 : 12)

Rhein-Neckar Löwen: Appelgren (1.-60. Min; 16 Paraden / 24 Gegentore), Ristovski (n.e.) – Schmid (13), Gensheimer (9/4), Kneer, Sigurmannsson, Baena Gonzalez, Larsen (5), Pekeler, Groetzki (3), Reinkind (1), Guardiola, Petersson, Ekdahl du Rietz (3).

MT Melsungen: Villadsen (1.-34. und 53.-60. Min.; 5 Paraden / 23 Gegentore), Paske (35.-52. Min.; 5 P. / 11 GT) – Maric (2), Sellin (4/2), Fahlgren (2), Forstbauer, Hildebrand, Danner (2), P. Müller (1), Boomhouwer (1), Rnic (2), Schneider (2), Vuckovic (1), M. Müller (7).

Strafminuten:  14 – 10 Minuten (Mensah Larsen, 2x Pekeler, Groetzki, Guardiola, 2x du Rietz – 2x Danner, P. Müller, 2x M. Müller).

Siebenmeter: 4/4 – 2/2

Spielfilm: 1:0 (2.), 4:1 (8.), 6:4 (11.), 8:6 (14.), 10:8 (18.), 14:9 (26.), 15:10 (28.), 16:12 (HZ), 16:13 (32.), 18:15 (35.), 21:16 (40.), 23:17 (45.), 27:19 (50.), 30:22 (55.), 30:23 (56.), 33:24 (59.), 34:24 (EN)

Schiedsrichter: Robert Schulze / Tobias Tönnies (Magdeburg)

Zuschauer: 9.154, SAP-Arena, Mannheim



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