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Auftakt für das neue MINT-Forum Nordhessen

160 Teilnehmer informierten sich – Erstes Arbeitstreffen am 16. Juni

Thomas Sattelberger (Vorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ und Sprecher des Nationalen MINT-Forums), IHK-Hauptgeschäftsführerin Sybille von Obernitz, Matthias Mayer (Leiter des Bereichs Wissenschaft der Körber-Stiftung Hamburg) und Regionalmanager Holger Schach (v.l.). Foto: nhKassel. Mehr Kinder und Jugendliche für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) begeistern: Das ist das Ziel des neuen MINT-Forums Nordhessen, das am 14. März an den Start gegangen ist. 160 Teilnehmer, unter anderem aus Unternehmen, Schulen und Verbänden, informierten sich über das geplante Netzwerk. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg hat das MINT-Forum zusammen mit der Regionalmanagement Nordhessen GmbH vorangetrieben, um die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Schulen, Hochschulen, Verbänden und Vereinen zu stärken.

Das neue Informations- und Kommunikationsforum soll die vorhandenen Ressourcen bündeln und zu einer strategischen Weiterentwicklung der bisherigen Aktivitäten beitragen. Das erste Arbeitstreffen der MINT-Mitstreiter findet am Donnerstag, 16. Juni, statt. Interessierte, die nicht an der Auftaktveranstaltung teilnehmen konnten und dennoch mitarbeiten möchten, können sich bei Projektleiterin Doro-Thea Chwalek (Telefon 0561 7891-262, E-Mail: chwalek@kassel.ihk.de) von der IHK für das Arbeitstreffen anmelden.

Nordhessen hat bereits viel in der MINT-Bildung zu bieten, es gibt zahlreiche Aktivitäten und Akteure. So engagiert sich die IHK Kassel-Marburg bereits seit 2012 auf diesem Themenfeld, konkret mit dem Netzwerk „IHK Kassel-Marburg Forscherkids“. Dieses ist inzwischen in allen sechs Regionen des IHK-Bezirks aktiv. Es unterstützt Fachkräfte aus Kita, Hort und Grundschule bei der frühen MINT-Bildung der Drei- bis Zehnjährigen.

„Engpässe bei MINT-Fachkräften sind in Wirtschaft und Wissenschaft auf Dauer auch ein strukturelles Problem, das Innovation hemmt“, verweist IHK-Hauptgeschäftsführerin Sybille von Obernitz auf einen wichtigen Grund, warum sich die Kammer engagiert. So konnten unter anderem zu Beginn des letzten Ausbildungsjahres 2015 bundesweit circa 10.000 Ausbildungsplätze im MINT-Bereich nicht besetzt werden. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Azubis um neun Prozent gesunken. Hinzu kommt ein zunehmender Lehrermangel im Themenfeld MINT, was die Bemühungen konterkariert, der schulischen MINT-Bildung mehr Gewicht zu verleihen.

Der digitale Wandel verschärfe die Situation. „Die Digitalisierung verändert Berufsbilder und Arbeitswelten und berührt damit zwangsläufig Fragen der Aus- und Weiterbildung – über alle Branchen hinweg“, hielt von Obernitz fest. Die Bildung und Qualifizierung junger Menschen für das digitale Zeitalter müsse einhergehen mit der Digitalisierung der Wirtschaft. „Ich bin überzeugt, dass mit der Gründung des MINT-Forums Nordhessen eine neue fruchtbare Zusammenarbeit startet, die Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer und Weitergabe guter Praxis fördert“, sagte sie.

„Nordhessen war in den letzten Jahren auch deshalb so erfolgreich, weil es unsere Unternehmen geschafft haben, mit neuen Produkten in hoch innovativen Branchen ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Um diesen Weg fortsetzen zu können, muss die Region alles tun, um Kinder und Jugendliche frühzeitig für diese spannenden Themen und Berufsbilder zu begeistern“, so Regionalmanager Holger Schach.

Der Vorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ und Sprecher des Nationalen MINT-Forums, Thomas Sattelberger, warf einen Blick auf die gegenwärtige Diskussion zur Digitalisierung und Automatisierung sowie die Folgen für Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft. Der Manager war von 2007 bis 2012 im Vorstand der Deutschen Telekom tätig. Außerdem berichtete Matthias Mayer, Leiter des Bereichs Wissenschaft der Körber-Stiftung Hamburg, wie regionale Netzwerke als Erfolgsfaktor für mehr MINT-Begeisterung und mehr MINT-Nachwuchs wirken. Unternehmensvertreter machten deutlich, warum sie sich für den MINT-Nachwuchs beziehungsweise den Wissens- und Wirtschaftsstandort Nordhessen einsetzen. Mit dabei waren Sandra Wilhelm (Micromata GmbH Kassel, HR Management) und Ariane Böhm (K+S Gruppe, HR Leaderships & Projects). (red)

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