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Jordan (IHK) fordert pragmatische Lösung bei der A 44

A 44 und A 49 nun im Bundesverkehrswegeplan: „Für den IHK-Bezirk eine sehr gute Nachricht“

Jörg Ludwig Jordan, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg. Foto: nhKassel. Dass die Fertigstellung der A 44 und der A 49 im neuen Bundesverkehrswegeplan als fest disponierte Vorhaben verankert sind, begrüßt Jörg Ludwig Jordan, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg. „Für die Entwicklung des IHK-Bezirks ist das eine sehr gute Nachricht“, sagte Jordan. „Leistungsfähige Verkehrsinfrastrukturen bilden die Grundvoraussetzung, dass die hiesige Wirtschaft von den Standortbedingungen profitieren und Arbeitsplätze schaffen kann.“ Damit trügen sie zum Wohlstand in der Region bei.

Der SPD-Verkehrsexperte und Bundestagsabgeordnete aus Marburg-Biedenkopf Sören Barthol hatte gemeinsam mit Verkehrsminister Alexander Dobrindt die Eckpunkte festgelegt. Nun stehen im Bundesverkehrswegeplan Projekte, für die auch Geld vorhanden ist. Der Plan ist Grundlage für den Erhalt und Ausbau des Verkehrsnetzes bis zum Jahr 2030. „Ohne ein reibungslos funktionierendes Verkehrssystem wären Deutschland und Hessen nicht zu einem der  weltweit führenden Industrie- und Dienstleistungsstandorte geworden“, betonte Jordan.

In jüngster Zeit gab es vor allem Diskussionen um den Trassenverlauf der A 44 östlich von Kassel. „Die Zeit für eine pragmatische Lösung ist überfällig“, betonte Jordan. Nicht alles, was einmal als sinnvoll und wünschenswert galt, sei heute noch realistisch. Es gehe vielmehr um eine zeitgemäße Anbindung und Erschließung unserer Region.

Jordan erkennt an, dass Entscheidungswege im Zuge der politischen Willensbildung naturgemäß anders verlaufen als in der Wirtschaft und meist mehr Zeit beanspruchen als in einem Unternehmen. „Aber ich muss daran erinnern, dass der Lückenschluss zwischen Kassel und Wommen mehr als ein Viertel Jahrhundert nach dem Mauerfall das letzte nicht vollendete Straßenbauprojekt der Deutschen Einheit ist“, sagte der IHK-Vizepräsident. „Selbst bis zum Ende des Solidarpaktes II, wenn 2019 in Ostdeutschland alle teilungsbedingten Lasten beseitigt sein sollten, dürfte die A 44 kaum in Gänze fertig gestellt sein. Das ist kein Ruhmesblatt.“

Jordan verwies darauf, dass im Nachbarland Thüringen längst die A 38 von Niedersachsen beziehungsweise Hessen nach Halle und die Thüringer Wald-Autobahn A 71/73, die nicht weniger anspruchsvoll zu bauen waren als der Lückenschluss in der A 44, in Betrieb sind. Zudem ist im Dezember 2015 die ICE-Neubaustrecke zwischen Erfurt und Halle/Leipzig in Betrieb gegangen, der ICE-Knotenbahnhof Erfurt wird bis 2017 fertig gestellt. „Solche Infrastrukturentscheidungen sind selbstverständlich Grundlage von Investitionsentscheidungen. Das lässt sich nicht leugnen“, erklärte Jordan. Hätte Erfurt nicht die neuen, guten Straßenanbindungen, hätte die Firma Jordan dort niemals ihr zweites großes Zentrallager neben dem Stammsitz in Kassel errichtet. „Und nicht nur wir entscheiden so“, ergänzte Jordan.

Nordhessen und der Altkreis Marburg seien in Deutschland zu einer Wachstumsregion mit beachtlichen Erfolgen geworden. „Wir tragen hier ganz entscheidend zur Stärke unseres prosperierenden Bundeslandes Hessen bei“, sagte Jordan. Im Regierungsbezirk Kassel liege die Arbeitslosenquote unter dem Niveau der Bezirke Gießen und Darmstadt mitsamt dem Rhein-Main-Gebiet. Jordan: „Mehr als ein Viertel Jahrhundert nach dem Mauerfall hat die erstarkte und starke Region Nordhessen ein Recht auf eine angemessene Ausstattung an Infrastruktur. Alle, die guten Willens sind, insbesondere jene die Verantwortung tragen, sind aufgerufen sich hierfür stark zu machen.“

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg übernimmt als Körperschaft des öffentlichen Rechts hoheitliche Aufgaben, unter anderem in der Aus- und Weiterbildung sowie beim Erstellen von Exportdokumenten. Ferner ist die IHK Dienstleister für Unternehmen, indem sie zum Beispiel kostenlos Rechtsauskünfte erteilt sowie kostenlos Jungunternehmer in spe rund um die Existenzgründung berät. Die IHK steht allen Unternehmen – klein oder groß – in jeder Phase ihrer Existenz mit Rat und Tat zur Seite, von der Gründung über die Krisenberatung bis zur Nachfolge. Außerdem vertritt sie das Gesamtinteresse der regionalen Wirtschaft gegenüber der Politik. (red)



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