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IG Metall sammelt Unterschriften für faire Finanzierung der Krankenversicherung

Anja Neumann-Achtelik. Foto: nhKassel. Die IG Metall fordert die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber. „Die Krankenkassen-Briefe mit der Ankündigung eines erhöhten Zusatzbeitrags haben bei unseren Kolleginnen und Kollegen Empörung ausgelöst“, sagte Anja Neumann-Achtelik von der IG Metall Nordhessen. Die Zusatzbelastung liegt jetzt im Durchschnitt bei 1,1 Prozent und wird absehbar steigen. „Je nach Einkommen sind das bis zu 47 Euro monatlich und 560 Euro jährlich“, sagte sie. „Und die Arbeitgeber machen sich einen schlanken Fuß. Das kann so nicht weitergehen!“

Mehrere Geschäftsstellen der IG Metall haben daher eine Unterschriftenaktion gestartet. Die Unterzeichner fordern, die Kosten der Krankenversicherung künftig wieder in zwei gleichen Hälften von Arbeitnehmern und Arbeitgebern tragen zu lassen. „Dafür ist eine Gesetzesänderung nötig – die gesammelten Unterschriften werden daher später an Abgeordnete von Bundes- und Landtag übergeben“, erläuterte Anja Neumann-Achtelik.

Die Unterschriftenliste kann auf der Internetseite der IG Metall Nordhessen heruntergeladen werden (igmetall-nordhessen.de).

Einseitige Belastung für die Versicherten

Der Zusatzbeitrag ist ungerecht, weil er einseitig die Versicherten belastet und die Arbeitgeber von der Finanzierung des medizinischen Fortschritts und steigender Gesundheitskosten befreit. Zudem setzt der Zusatzbeitrag falsche Anreize, weil er die Kassen in einen Kostenwettbewerb um die Höhe der Beiträge zwingt. Dies heizt die Jagd nach jungen, gesunden Versicherten an, da diese für die Kassen „gute Risiken“ darstellen. „Statt über Versorgungsqualität und Nähe zu den Versicherten wird der Wettbewerb vorrangig über die Beitragshöhe ausgetragen“, sagte Neumann-Achtelik. Stattdessen fordert die IG Metall von der Landes- und Bundespolitik, dass die einseitige Belastung der Versicherten beendet und die vollständige Parität wieder hergestellt wird. (red)



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