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Erwerbstätige arbeiteten 2015 rund 4,6 Milliarden Stunden

Hessen. Die Erwerbstätigen in Hessen arbeiteten im Jahr 2015 rund 4,6 Milliarden Arbeitsstunden. Wie das Hessische Statistische Landesamt nach vorläufigen Berechnungen mitteilt, nahm die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden gegenüber dem Vorjahr um 48 Millionen oder 1,1 Prozent zu (Deutschland: plus 1,1 Prozent). Für Hessen wurde damit ein neuer Höchststand erreicht. Das Wachstum des Arbeitsvolumens in Hessen ist auf die gestiegene Zahl der Erwerbstätigen zurückzuführen. Diese nahm im Jahr 2015 um 1,0 Prozent zu und erreichte mit 3,34 Millionen Personen ebenfalls einen neuen Höchststand.

Arbeitsstunden nach Branchen
Einen starken Aufbau an geleisteten Arbeitsstunden gab es in den Dienstleistungsbereichen insgesamt (plus 47,1 Millionen Stunden bzw. 1,4 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgten das Baugewerbe (plus 2,2 Millionen Stunden oder 0,8 Prozent) und das Produzierende Gewerbe ohne Baugewerbe (plus 0,9 Millionen Stunden oder 0,1 Prozent). Der Bereich „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei“ meldete einen Rückgang von 1,7 Millionen Stunden oder 3,5 Prozent.

Jahresarbeitszeit je Erwerbstätigen
Im Jahr 2015 arbeitete ein Erwerbstätiger im Durchschnitt 1367 Stunden (2014: 1366 Stunden). Selbstständige und mithelfende Familienangehörige arbeiteten 2015 durchschnittlich 1967 Stunden (2014: 1953 Stunden), Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 1302 Stunden (2014: 1301 Stunden).

Im langfristigen Vergleich verringerte sich die durchschnittlich geleistete Jahresarbeitszeit je Erwerbstätigen. Das heißt, dass die Zahl der Erwerbstätigen stärker stieg als das Arbeitsvolumen insgesamt (Erwerbstätige 2015 im Vergleich zu 2008: plus 5,7 Prozent, Arbeitsvolumen 2015 zu 2008: plus 2,2 Prozent). Ein wichtiger Grund ist die zunehmende Teilzeitbeschäftigung.

Die durchschnittlich geleistete Jahresarbeitszeit je Erwerbstätigen differierte in den Wirtschaftsbereichen. In der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei war sie mit 1627 Stunden wegen des hohen Anteils an Selbstständigen am höchsten. In den Dienstleistungsbereichen insgesamt betrug sie bedingt durch den hohen Anteil an nicht Vollzeitbeschäftigten 1328 Stunden. Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) wurden jahresdurchschnittlich 1459 Stunden je Erwerbstätigen geleistet, im Baugewerbe 1618 Stunden.

Bei den vorgelegten Zahlen, die auf dem Berechnungsstand des Statistischen Bundesamtes vom 16. Februar 2016 basieren, handelt es sich um Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR), dem alle Statistischen Landesämter, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören.

Die Ergebnisse zum Arbeitsvolumen und zur Erwerbstätigkeit können auf der Homepage des AK ETR unter www.aketr.de abgerufen werden.

Methodische Hinweise:
Das Arbeitsvolumen in Hessen umfasst die tatsächlich geleistete Arbeitszeit aller Erwerbstätigen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte, geringfügig Beschäftigte, Soldaten) oder als Selbstständiger bzw. als mithelfender Familienangehöriger innerhalb Hessens eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben. Hierzu zählen auch die geleisteten Arbeitsstunden von Personen mit mehreren gleichzeitigen Beschäftigungsverhältnissen. Hingegen gehören die bezahlten, aber nicht geleisteten Arbeitsstunden, beispielsweise wegen Jahresurlaub, Erziehungsurlaub, Feiertagen, Kurzarbeit oder krankheitsbedingter Abwesenheit nicht zum Arbeitsvolumen. Das Arbeitsvolumen entspricht somit der Anzahl der Stunden, die während des Bezugszeitraums – d. h. im Jahr – tatsächlich am Arbeitsplatz erbracht wurden. (red)



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