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MT Melsungen steht vor Mini-Saisonvorbereitung

Johannes Golla. Foto: HartungMelsungen. Was ist zu tun, wenn Profisportler kurz bevor es ins entscheidende letzte Viertel einer Meisterschaftsrunde geht, geschlagene 32 Tage lang Punktspielpause haben? Richtig – sie müssen in puncto Training fast noch einmal von vorne anfangen. So ergeht es Handball-Bundesligist MT Melsungen derzeit. Die Nordhessen greifen nach dem letzten Match am 16. März gegen Magdeburg erst am 17. April gegen Balingen/Weilstetten (15 Uhr, Rothenbach-Halle Messe Kassel) wieder ins Ligageschehen ein.

Diese Zwangspause wäre etwas abgemildert worden, wenn es den HSV noch gäbe. Weil die Hanseaten jedoch nach dem Jahreswechsel die weiße Flagge hissen mussten, fällt für die MT Melsungen der ursprünglich für den  23. März in Hamburg angesetzte Auftritt weg. Hinzu kommt, dass die DKB Handball-Bundesliga aufgrund des internationalen Kalenders ohnehin vom 28. März bis 12. April pausiert. Zum Beispiel bestreitet die Deutsche Nationalmannschaft am 1. und 3. April Länderspiele gegen Dänemark (Köln) und Österreich (Gummersbach). Andere Auswahlteams testen ebenfalls (z.B. Serbien) oder müssen in der Olympiaqualifikation ran (z.B. Kroatien). Eine weitere, 14-tägige Unterbrechung steht für die MT vom 24. April bis 7. Mai wegen des DHB-Pokal Final Fours an, bei dem die Rotweissen diesmal nicht am Start sind. So hält ausgerechnet die entscheidende Saisonphase einen arg zerrupften Spielplan bereit, der es den betreffenden Mannschaften sehr schwer macht, den nötigen Rhythmus beizubehalten.

Michael Roth will dem mit entsprechendem Training begegnen. “Wir starten nach ein paar freien Tagen über Ostern praktisch eine Mini-Saisonvorbereitung. Das bedeutet, viel Arbeit im physischen, also im athletischen Bereich. Schließlich wollen wir topfit in die Schlussphase gehen”. So unwillkommen eine lange Unterbrechung auch ist, kann ihr der MT-Coach in diesem Fall sogar etwas Positives abgewinnen: “Unseren Rekonvaleszenten Michael Allendorf und Johan Sjöstrand kommt diese Zeit zugute, sie können weiter ihre Verletzungen auskurieren. So wie natürlich auch die anderen Spieler, die sich mit dem ein oder anderen Wehwehchen plagen”.

Ganz ohne Wettkampf will Roth seine Schützlinge aber auch in dieser Trainingsphase nicht arbeiten lassen: “Einschließlich unserer Nachwuchsspieler sind wir zahlenmäßig so besetzt, dass wir auch gut untereinander Testspiele absolvieren können. Darüber hinaus sind wir bestrebt, noch ein oder zwei externe Gegner aus der Bundesliga für Trainingsspiele zu gewinnen”.

Denn ihr sportliches Ziel will die MT keinesfalls aus den Augen verlieren. Am Ende soll eine Platzierung erreicht werden, die zum Start in einem europäischen Wettbewerb berechtigt. Die Ausgangssituation dazu ist eigentlich optimal, die MT behauptet nach wie vor den vierten Tabellenplatz, bei vier Punkten Vorsprung vor Verfolger Berlin. Allerdings warten auf der Zielgeraden bis zum Finale am 5. Juni zuhause gegen Eisenach noch mehrere richtig dicke Brocken auf Müller, Sellin & Co. Gut aus MT-Sicht, dass die Meisterschaftskandidaten aus Kiel und Flensburg noch ihre Vistenkarten in Kassel abgeben müssen. Apropos: Für beide Leckerbissen sind nur noch sehr wenige Restkarten erhältlich!

Drei MT-Cracks im Länderspieleinsatz
Michael Müller steht vor seinen Länderspielen Nummer 77 und 78. Der MT-Kapitän, der auch schon zuletzt in Berlin gegen Katar für den tags zuvor verletzt ausgeschiedenen Kai Häfner nachgerückt war, wurde von Bundestrainer Dagur Sigurdsson für die Tests gegen Dänemark (Fr., 1.4., 20:15 Uhr, Lanxess Arena, Köln) und Österreich (So., 03.04., 15:30 Uhr, Schwalbe Arena, Gummersbach) nominiert. Nicht dabei ist diesmal Europameister Johannes Sellin, da auf Rechtsaußen der gegen Katar nicht abkömmliche Tobias Reichmann wieder zurückkehrt.

Ebenfalls in Testländerspielen im Einsatz ist Momir Rnic. Der Rückraum-Hüne geht am 8. und 9. April für Serbien jeweils gegen Russland auf Torejagd.

Ein hohes Ziel hingegen hat Marino Maric vor Augen. Der MT-Kreisläufer absolviert mit Kroatien vom 8. bis 10. April das Olympiaqualifikationsturnier in Dänemark. Gegner in der Jyske Bank Boxen in Herning sind der Ausrichter (08.04.), Bahrain (09.04.) und Norwegen (10.04.). Die Vorbereitung darauf beginnen die Kroaten bereits am 1. April.

Golla erkämpft Platz im 20-köpfigen U20-Kader des DHB
Johannes Golla, 18-jähriges Talent aus der Bundesliga-A-Jugend der Nordhessen, hat gleich bei seinem ersten Lehrgang unter den beiden Auswahltrainern Markus Baur und Erik Wudtke (früher u.a. Spieler im MT-Zweitligateam) überzeugt. Ende Februar war der Allrounder (Rückraum / Kreis / Außen) als Nachrücker in den Trainingskader nach Warendorf eingeladen worden. Nun ist er ab 4. April an gleicher Stelle auch bei der finalen Vorbereitung auf die EM-Qualifikation dabei.

Nominiert sind dafür 20 Spieler (u.a. von den Füchsen Berlin, Balingen/Weilstetten und SC DHfK Leipzig), von denen sich dann 16 auf den Weg nach Litauen machen. Dort, in Garliava, sind dann Russland (8. April, 16 Uhr deutscher Zeit), Kosovo (9. April, 14 Uhr) und Litauen (10. April, 14 Uhr) die Gegner. Die beiden besten Mannschaften dieser Gruppe qualifizieren sich für die EURO, die vom 28. Juli bis 7. August in Dänemark ausgetragen wird. (Bernd Kaiser)



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