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95.700 Auszubildende in betrieblicher Ausbildung

Hessen. Ende des Jahres 2015 befanden sich in Hessen knapp 95.700 Jugendliche in einer betrieblichen Berufsausbildung. Wie das Hessische Statistische Landesamt auf Basis vorläufiger Angaben mitteilt, ging die Zahl der Auszubildenden gegenüber dem Vorjahr um 2.060 oder 2,1 Prozent zurück. Damit setzt sich der seit 2008 beobachtete Rückgang der Auszubildendenzahl fort.

Die Zahl der Auszubildenden war im Jahresvergleich in allen Bereichen rückläufig. Im größten Ausbildungsbereich „Industrie und Handel“, zu dem auch Banken und Versicherungen, das Gast- und Verkehrsgewerbe sowie die Hauswirtschaftsberufe gehören, wurden mit 58.650 etwa 1.360 Auszubildende weniger registriert als ein Jahr zuvor. Das „Handwerk“, der zweitgrößte Bereich, verzeichnete mit 24.400 etwa 630 weniger Lehrlinge als Ende 2014. Im Bereich „Freie Berufe“, zu dem unter anderem Arztpraxen, Anwalts- und Steuerberatungsbüros zählen, ging die Zahl geringfügig um 30 auf 7.960 zurück. Im Öffentlichen Dienst lag die Zahl der Auszubildenden mit 2.800 um 20 unter der des Jahres 2014. Der Ausbildungsbereich „Landwirtschaft“ meldete 1.830 Auszubildende und damit 30 weniger als ein Jahr zuvor.

Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ging zum vierten Mal in Folge zurück. Im Jahr 2015 wurden 36.750 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Gegenüber dem Jahr 2014 war dies ein Rückgang von 300 oder 0,8 Prozent. Von dem Rückgang waren fast alle Bereiche betroffen. Der Ausbildungsbereich „Industrie und Handel“ meldete eine Abnahme von 290 auf 22.900 Neuverträge. Im Handwerk wurden mit 9.300 hingegen mehr Neuverträge abgeschlossen als 2014 (plus 40). Auch der Öffentliche Dienst meldete leicht steigende Neuvertragszahlen: Im Jahr 2015 wurden hier über 1.000 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen (plus 40). Die Ausbildungsbereiche „Freie Berufe“ und „Landwirtschaft“ meldeten 2.900 bzw. 680 Neuabschlüsse (jeweils minus 40).

Die Angaben für die Berufsbildungsstatistik wurden dem Statistischen Landesamt zum 31.12.2015 von den Stellen gemeldet, bei denen die Verträge in den jeweiligen Ausbildungsgängen registriert werden. Die zuständige Stelle für bestimmte Ausbildungsberufe ist nicht in allen Fällen identisch mit der Zugehörigkeit des Ausbildungsbetriebes zu einem bestimmten Ausbildungsbereich. So werden z. B. alle Auszubildenden zum Fachinformatiker von den Industrie- und Handelskammern gemeldet. Der Ausbildungsbetrieb selber kann aber z. B. dem Handwerk oder dem Öffentlichen Dienst angehören. Traditionell sind in den dualen Ausbildungsberufen insgesamt junge Männer überrepräsentiert. Junge Frauen sind dagegen häufiger in den schulischen Ausbildungen der Gesundheits- und Sozialberufe zu finden. (red)



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