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Ein Meister der Gestaltung, Formen und der Farben

Nikolaus Geier hinterließ an und in vielen Orten seine künstlerischen Spuren

Finaler Pinselstrich: Eine Wand des Vortragssaales im Fürstenhof verschönerte Nikolaus Geier mit dem Gemälde des Prachtbaus. Foto: KleinBad Wildungen/Schwarzenborn. Wenn er zu seinen Utensilien greift, um ein gegenständliches Bild zu malen, entwickelt Nikolaus Geier geniale Fähigkeiten. Scheinbar locker und mühelos führt er dann im Stile der als „alte Meister“ bezeichneten Künstler des 14. bis 18. Jahrhunderts die mit Farbe benetzten Pinsel über die Leinwand. So entstand in der Asklepios Fachklinik Fürstenhof das Gemälde des Prachtbaus von Bad Wildungen, der während der wilhelminischen Epoche an der Brunnenallee errichtet wurde.

Im Gegensatz zu damals, wo die Malerei unter dem deutlichen Einfluss religiöser Themen stand, ist Nikolaus Geier bei der Motivwahl aber alles andere als wählerisch. „Ganz egal ob es Porträts, Gebäude oder Landschaften sind. Mich faszinieren nahezu alle Personen, außergewöhnliche Objekte, Szenen oder besondere Formen, die es wert sind auf Leinwand oder in einer anderen künstlerischen Art und Weise dargestellt zu werden“, erzählt der 63-Jährige. Nikolaus Geier ist ein Multitalent. Neben dem ausdruckstarken Malen beherrscht er die hohe Kunst des Kupferstechens, Holzschnitzens, und er formt aus Gips oder Mörtel plastische Ornamente. „Das nennt man Stuckarbeiten. Hier kommt es neben handwerklichem Geschick vor allem auf Kreativität, ein gutes Auge und ein ausgeprägtes Gefühl für Formen an“, erläutert Nikolaus Geier.

Handelsüblichen Baustoff verarbeitet: Ein von ihm bemaltes Wandbild hatte der Künstler zuvor aus Gipsresten modelliert. Foto: KleinEin Porträt: Nikolaus Geier zeigt in einer kleinen Werkstatt des Fürstenhofs ein von ihm gemaltes Bild. Foto: KleinSein Können blieb nicht lange unentdeckt. Bis zu seinem Umzug nach Deutschland vor 20 Jahren arbeitete der verheiratete Familienvater von inzwischen zwei erwachsenen Töchtern bereits 20 Jahre lang als Kunstmaler in Kasachstan. Schon gleich nach seiner Ankunft in Hessen hinterließ er auch hier seine kreativen Spuren. „Ich habe an der fast sechs Jahre dauernden aufwendigen Sanierung des Schlosses Romrod mitgearbeitet.“ Und auch die denkmalgerechte Sanierung der Synagoge in der Kleinstadt im Vogelsbergkreis trägt an einigen Stellen seine Handschrift. Wie viele Fassaden er landesweit bemalt, Säulen geschnitzt oder Fachwerkschnitzereien nachgearbeitet hat vermag der Künstler nicht genau zu sagen. „Es sind auf jeden Fall eine ganze Menge. Das betrifft im besonderem auch das Aufarbeiten historischer Gegenstände sowie das Malen gegenständlicher Bilder und von Wappen.“ Bleibende Eindrücke seines Könnens hat der Schwarzenborner in den Asklepios-Kliniken Bad Wildungen hinterlassen, wo er – wie kann es anders sein – als Maler beschäftigt ist.

Das jüngste Produkt seines künstlerischen Schaffens zieht die staunenden Blicke der Reha-Patienten und Besucher im Vortragssaal der Fachklinik Fürstenhof auf sich. Dort hat Nikolaus Geier die großformatige Fassadenansicht des im Jahr 1902 vollendeten Prachtbaus an eine Wand gemalt. Ein Foto oder andere Vorlagen brauchte er dafür nicht. „Wenn ich mir ein Objekt eine Weile angeschaut habe, kann ich es detailgetreu aus dem Gedächtnis malen. So war es auch mit dem Fürstenhof.“ (red)



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