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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Figuren und Geschichten: Ausstellung in der Kunsthalle

Finissage am 17. April ab 15 Uhr in der Kunsthalle Willingshausen

Workshop „Kunst für uns“. Foto: nhWillingshaussen. In der Kunsthalle Willingshausen zeigt Sarah Marie Versper eine Zusammenschau ihrer Arbeiten aus den vergangenen Jahren. Vesper, die an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung (HfG) studiert, präsentiert sich vielseitig. Neben Zeichnungen sind in der Ausstellung Drucktechniken wie Linolschnitt, Siebdruck und Offsetdruck vertreten. Kleinste Formate wechseln sich mit raumhohen Blättern ab.

Zum einen sind ihre Finelinerzeichnungen zu sehen, die von weitem ungegenständlich anmuten. Nähert man sich den Blättern, dann erkennt man, dass es sich um Wimmelbilder handelt, die von Geistern und beseelten Gegenständen, von tänzelnden Figuren, Häusern, Pflanzen und Tieren bewohnt sind. Jede der Figuren auf den Blättern kann Verbindungen eingehen zu weiteren Figuren. Sie kann eine eigene Geschichte erzählen. Vielleicht ist aber auch jedes einzelne Blatt eine ganz großes, lautes Durcheinander an gleichzeitig erzählten Geschichten.

In lockerer Hängung werden figurative Cut-Outs präsentiert. In Acryl auf Pappe ausgeführt, begegnen dem Betrachter märchenhaft und doch doppelbödig erscheinende Menschen sowie tierische Fabelwesen. Die Figuren und Tiere entstammen, wie die Künstlerin erklärt, ihrer Vorstellung und ihren Träumen. Manchmal gehen sie aber auch auf reale Geschichten und Situationen zurück. Vesper zeichnet ohne Vorskizzen: „Ich habe die Figuren im Kopf, zeichne sie schnell“. Die Cut-Outs lassen bisweilen an die oft unterschätzten Meister der Outsider-Art denken. Sarah Marie Vesper hat sich eingehend mit der Heidelberger Prinzhorn-Sammlung beschäftigt, die Werke von psychiatrieerfahrenen Künstlern beherbergt. „Ich finde es sehr interessant, was dort entsteht“, sagt sie.

Eher zufällig, nicht bewusst sind Vespers Finelinerzeichnungen auf kleinen Baumastscheiben entstanden. Es sind lakonische, filigrane, stempelartige Bilder. Die Künstlerin hat sie auf Glas angebracht und zu Kompositionen angeordnet. Dabei war für Vesper Gefühl von Freiheit und Weite wichtig.

Der Titel der Ausstellung, „home to endless mountains“, ist bewusst gewählt. Er stammt aus einem Gedicht. Für Sarah Marie Vesper transportiert die Sentenz Fragen nach Zugehörigkeit und Heimat. Wo und wann fühlt man sich zu Hause? Zuhause könne alles sein, gleichzeitig sei es begrenzt – so könne man auch „home to endless mountains“ lesen, erzählt Vesper. Ihre künstlerische Heimatsuche kann man in Willingshausen besichtigen. Die Anreise lohnt sich. (red)




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