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Keine Zeit für Frühlingsgefühle – Gallier von der Alb im Anmarsch

Die MT-Abwehr steht - Felix Danner und Marino Maric haben Balingens Angreifer unter Kontrolle. Lohn dafür war später der 36:30-Auswärtssieg. Foto: KäslerKassel/Melsungen. Es geht wieder los – endlich! Die Geduld von Spielern und Fans der MT Melsungen wurde in den letzten vier Wochen auf eine harte Probe gestellt. Satte 30 Tage währte die Zwangspause vom Ligabetrieb. Am Sonntag, 17. April, kommt der HBW Balingen-Weilstetten nach Kassel. Anwurf am 27. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga in der Rothenbach-Halle ist um 15 Uhr. Es gibt noch Restkarten. Gründe für die lange Punktspielpause gab es mehrere. Zum einen fiel das Spiel gegen den nicht mehr existierenden HSV aus, zum anderen wurde der Saisonfluss durch den internationale Handball-Kalender unterbrochen, der in dieser Zeit u.a. Qualifikationsturniere für Olympia vorsah.

Auch die deutsche Nationalmannschaft, obwohl als Europameister für Rio qualifiziert, nutze die Gelegenheit zu einem Lehrgang und zu Testspielen gegen Dänemark und Österreich. So waren aus dem MT-Kader mit Michael Müller (GER), Momir Rnic (SRB), Marino Maric (CRO) und Jeffrey Boomhouwer (NED) vier Spieler international unterwegs.

“Wir haben zwar diese Punktspielpause mit einer Art Mini-Saisonvorbereitung überbrückt, hatten dabei aber auch nur eine halbe Besetzung fürs Mannschaftstraining zu Verfügung, da neben den Nationalspielern auch noch der ein oder andere wegen Verletzung nur ein Individualtraining absolvieren konnte. So sind wir erst in dieser letzten Woche komplett”, verrät Michael Roth.

Kein Wunder also, dass der  MT-Trainer als vordringlichstes Ziel nennt, “möglichst schnell wieder in den Wettkampfrhythmus zu kommen”. Die Signale, die ihm seine Spieler in dieser Woche gaben, deuten zumindest schon darauf hin. “Man hat gemerkt, dass allmählich Konzentration und Anspannung steigen und es auch in den Trainingsspielchen untereinander wieder härter zur Sache geht”, ist Roth zufrieden mit der gezielten Vorbereitung auf den bevorstehenden Gegner, den HBW Balingen-Weilstetten.

Die Rekonvaleszenten Michael Allendorf (Hüfte) und Johan Sjöstrand (Hand-OP) steigen nach und nach in das Mannschaftstraining ein. Auch Malte Schröder ist nach überstandener Kreuzbandverletzung wieder an Bord. Andererseits plagten sich zuletzt Johannes Sellin und Philipp Müller mit diversen Blessuren und konnten deshalb nur eingeschränkt  am Übungsbetrieb teilnehmen. So stehen hinter dem Einsatz des ein oder anderen Spielers gegen den HBW noch Fragezeichen. Wobei in den etwas komplizierteren Fällen, wie bei Allendorf und Sjöstrand, kein großer Druck besteht, sie möglichst schnell wieder in den Wettkampf zu schicken. Schließlich können deren Positionen mit Boomhouwer und Villadsen adäquat besetzt werden.

Mit dem HBW Balingen-Weilstetten hat die MT nun einen Gegner vor der Brust, der sich noch Sorgen um den Klassenerhalt machen muss. Gerade ein Punkt trennt ihn von Platz 16, dem ersten Abstiegsrang. Dass die Balinger nichts unversucht lassen, die Liga zu halten, haben sie zum Jahresbeginn mit dem Trainerwechsel deutlich gemacht. Mit Frank Bergemann, der viele Jahre die Erlanger Vereine CSG und HG trainierte, wurde ein erfahrener Coach geholt. Er löste im Januar den glücklosen Markus Gaugisch ab und führte die Mannschaft gleich in seinem ersten Spiel zum 27:26-Heimsieg gegen den hohen Favoriten aus Wetzlar.

Die Bergemann zur Verfügung stehende Besetzung hat zweifelsohne das Zeug, den Klassenverbleib zu schaffen. Spieler wie Europameister Martin Strobel,  Rückraumshooter Fabian Böhm (101 Tore), die Flügelzange Olivier Nyokas und Yves Kunkel, Kreisläufer Christopher Theuerkauf und natürlich der Ex-Melsunger Alexandros Vasilakis verfügen über große Erfahrung und  bürgen für Qualität. Das musste Anfang März auch der SC Magdeburg erfahren, als er aus Balingen mit einem Remis auf die Heimreise geschickt wurde.
Keine Frage, die MT wird am Sonntag ganz sicher nicht die Hände in den Schoß legen können. Deshalb fordert Michael Roth unmissverständlich: “Wir dürfen keine Frühlingsgefühle aufkommen lassen, sondern müssen uns voll auf diesen Gegner konzentrieren. Unser Anspruch, die Heimspiele gewinnen zu wollen, gilt erst recht bei Mannschaften, die angeschlagen und deshalb auch unberechenbarer sind”.

Da passt es gut, dass die MT auch in diesem Match wieder auf eine tolle Kulisse bauen kann – über 4.000 Tickets sind schon weg. Und die Fans dürfen ihren Frühlingsgefühlen natürlich freien Lauf lassen.

Bisherige Ligavergleiche:
19 Spiele, 14 Siege MT, 4 Siege HBW, 1 Remis; Letzter Vergleich: HBW – MT 30:36 (14.11.2015).

Schiedsrichter in Kassel:
Robert Schulze / Tobias Tönnies (beide Magdeburg); DHB-Spielaufsicht: Uwe Stemberg

Sportlicher Gast:
Siebenkämpferin und Ex-Handballerin Carolin Schäfer (Bad Wildungen) die sich derzeit auf die Olympiaqualifikation vorbereitet und mal wieder Lust auf Spitzenhandball “live” hat. (Bernd Kaiser)



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