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Berufe schnuppern

32 Kinder und Jugendliche waren beim „Girls‘ & Boys‘ Day“ in Hephata-Einrichtungen

Marwin und Horst Kurz beim Bemalen der Insektenhotels. Foto: nhSchwalmstadt. „Am liebsten würde ich Rasenmäher fahren.“ Marwin (11) war einer von 32 Mädchen und Jungen, die beim „Girls‘ & Boys“ Day“ am 28. April in Hephata-Einrichtungen zu Gast waren. Marwin hatte sich eine Arbeitsgruppe der Gärtnerei ausgesucht, sein Freund Leo die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) in Ziegenhain. Von 8.30 bis 12 Uhr waren sie dort im Einsatz, danach gab es noch ein Mittagessen mit den anderen Schülerinnen und Schülern – und durchweg positive Rückmeldungen.

Horst Kurz hatte sich im Vorfeld in seiner Arbeitsgruppe mit dem Bau eines Insektenhotels beschäftigt. Die Vorarbeiten waren erledigt, Marwin und er gingen dann ans Streichen. Außerdem gab es eine Führung durch die Gewächshäuser der Hephata-Gärtnerei. Das schlechte Wetter machte zwar die erhoffte Fahrt mit dem Rasenmäher unmöglich, dafür gab es aber viel Neues zu Wildbienen und Schlupfwespen zu erfahren, die das Insektenhotel künftig für ihre Brut nutzen werden.

Auch Grit und Carlotta erfuhren viel Neues, sie hatten sich für die Metallwerkstatt der Hephata-Berufshilfe entschieden. Die 14- und 15-jährigen Schülerinnen aus Kassel schnitten, feilten und sägten, um schließlich eine selbst gefertigte Rose aus Blech in den Händen zu halten. „Ich wollte in die Metall-Werkstatt, weil das mal was ganz anderes ist und ich vorher noch nichts Handwerkliches gemacht habe“, sagte Carlotta. Ihre Freundin Grit war mitgekommen und wollte sich vom Tag überraschen lassen: „Ich finde gut, dass wir selbst so was machen konnten.“

Der „Girls‘ & Boys‘ Day“ findet jeweils am vierten Donnerstag im April statt. Dabei sollen klassische Mädchenberufe für Jungen und umgekehrt interessant gemacht werden. Unternehmen in ganz Deutschland und Europa bieten an diesem Tag Plätze nur für Mädchen, nur für Jungen oder für beide Geschlechter an. Bei der Hephata Diakonie konnten Jungen unter anderem in der Kindertagesstätte, in der Hauswirtschaft der WfbM und der Berufshilfe Einblicke in klassische Mädchenberufe gewinnen. Dafür waren Mädchen besonders in der Malerwerkstatt und der Metallwerkstatt der Berufshilfe willkommen. In der Schwarzlichttheater-Werkstatt Black Box der Behindertenhilfe und in den WfbMs am Lindenplatz und in Ziegenhain konnten sowohl Mädchen und Jungen mitmachen. Weitere Einsatzorte waren die WfbM der Sozialen Rehabilitation in Treysa, die Arbeitsgruppe Garten im Marta-Mertz-Haus und die Hephata-Klinik. Die Organisation des Tages lag in den Händen von Besucherbegleiterin Diakonin Martina Bender. Sie freute sich über viele positive Feedbacks der Jugendlichen: „Mir hat gefallen, dass die Menschen so offen waren und wir viel gelernt haben“. Oder: „Ich fand gut, dass wir so nett empfangen und gut integriert worden sind“. Und: „Es gab so viele Bereiche und wir haben etwas gemacht, was wir am Ende auch mitnehmen durften.“ Oder, wie Marvin es formulierte: „Ich wollte reinschnuppern, was die in der Gärtnerei so machen, das war sehr interessant.“ (me)



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