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Henri Alter meldet sich im Speerwerfen zurück

Henri Alter beim Speerwerfen. Foto: nhAlsfeld/Melsungen. Die Teilnehmerfelder bei der Saisoneröffnung des Alsfelder Sportvereins waren recht dünn gesät. Wo sind die Schüler der vergangenen Jahre aus den nord- und mittelhessischen Leichtathletik-Hochburgen? Es ist schade, dass die Leichtathletik immer mehr jugendliche Athleten verliert, da hilft selbst das neue Konzept der Kinderleichtathletlik nicht weiter.  In Alsfeld mussten sich die wenigen Athleten, die sich im Stadion eingefunden hatten, nicht sonderlich anstrengen, um zum Erfolg zu kommen.

Die MT Melsungen schickte fünf Athleten in die frühere Leichtathletik-Hochburg. Und diese empfahlen sich trotz ihrer Solovorstellungen für die nächsten Aufgaben und scheinen auch für die kommenden Meisterschaften gerüstet zu sein.

Franziska Ebert verbesserte sich im 100m-Lauf auf 13,75 Sekunden. Foto: nh„Vor allem wird mit Henri Alter wieder in dieser Saison zu rechnen sein“, lobte Alwin J. Wagner seinen Schützling nach der guten Speerwurfleistung zum Saisonauftakt. Der 20-Jährige, der vor zwei Jahren einer der besten deutschen Speerwerfer im Jugendbereich war und bei den nationalen Titelkämpfen den fünften Platz in Wattenscheid belegte, musste wegen einer schweren Verletzung fast 18 Monate mit dem Speerwerfen aussetzen. Da selbst von den Ärzten seine Schulterverletzung nicht richtig diagnostiziert werden konnte, wurde er in seiner Leistungsentwicklung erheblich gestoppt.

Im September 2014 stellte er in Wetzlar mit 63,63 Meter einen neuen Jugendrekord für den Schwalm-Eder-Kreis auf. Zwei Wochen später ließ er bei seinem letzten Wettkampf den Speer bei Regen auf 62,35 Meter segeln. Danach war er mehr in den Arztpraxen zu finden als auf dem Trainingsgelände.

Bei der Saisoneröffnung in Alsfeld hielt sich der Sportstudent bei seinen ersten Würfen noch etwas zurück und horchte in seinen Körper hinein. Als alles im „grünen Bereich“ war, katapultierte er den Speer im letzten Durchgang auf 58,14 Meter. „Es war ein befreiendes Gefühl, als ich dem Speer ohne Schmerzen wieder lange durch die Luft segeln lassen konnte und dieser erst zwei Meter vor der 60m-Marke wieder Bodenkontakt hatte“, sagte Henri nach seiner langen Speerwurfabstinenz. Damit erfüllte der 20-Jährige auf Anhieb die Norm für die süddeutschen U23-Meisterschaften, die am 16. Juli in St. Wendel ausgetragen werden. Eine Woche später finden in Bochum-Wattenscheid die deutschen U23-Meisterschaften statt. Um daran teilnehmen zu können, Johanna Wagner mit neuer Jahresbestleistung über 200 Meter. Foto: nhmuss er bis Anfang Juli mindestens 60 Meter geworfen haben. „Nachdem Henri fast 20 Monate keinen Speerwurf trainieren konnte und in der Warteschleife hing, brennt er wieder. Ich hoffe, dass er seinen ersten 60m-Wurf spätestens bei den Landesmeisterschaften in Kassel zeigen wird“, sagte Alwin J. Wagner und verriet, dass sein Schützling auch wieder im Dreisprung zwischen 13 und 14 Meter springen kann und somit auch in den Sprungwettbewerben vor einer guten Saison zu stehen scheint.

Eine weitere gute Leistung ging auch auf das Konto von Katharina Wagner. Nachdem die 21-Jährige bei den Kreismeisterschaften nicht starten konnte, zeigte sie sich auf beiden Sprintstrecken verbessert. Über 100 Meter belegte sie hinter Carolin Klupsch (Vellmar, 12,77) mit 13,17 Sekunden den zweiten Platz. Auch ihre 200m-Zeit von 26,70 Sekunden entpuppt sich bei näherem Hinsehen als vielversprechend oder zumindest für diese Jahreszeit als ganz ansprechend, denn der recht spürbare Wind der auf der Zielgeraden von der Seite kam, machte sich negativ bemerkbar.

Bemerkenswert war auch der 100m-Sprint der 16-jährigen Franziska Ebert, die bei den Kreismeisterschaften in Felsberg hinter der HLV-Kader-Athletin Sophia Hog (Spangenberg) mit 14,00 Sekunden den zweiten Platz belegt hatte. In Alsfeld lief die talentierte Langsprinterin bei leichtem Rückenwind (0,1 m/sec) 13,75 Sekunden und hätte durch ihr tolles Finish beinahe noch Lokalmatadorin Annabell Marker (13,72) auf der Ziellinie abgefangen.

Der zwölfjährige Alexander Ludwig überquerte 1,48 Meter. Foto: nhEine imponierende Vorstellung gab auch der vielseitige Alexander Ludwig, der sich ebenfalls in einer beachtlicher Form zeigte. Der 12-jährige war im Vorjahr in der Kreisbestenliste mit 1,40 m (Hochsprung), 4,48 m (Weitsprung) sowie mit 22,69 Meter im Speerwurf verzeichnet. Über seine Weitsprungbestleistung von 4,55 Meter konnte er sich zum ersten Mal freuen. Anschließend warf er den Speer auf 29,68 Meter und verdrängte seinen Teamkollegen Jan Gille, der sich in Frankfurt auf 29,06 m verbessert hatte, auf Rang drei der aktuellen Kreisbestenliste. Im Hochsprung übersprang der 148 Zentimeter große Alexander zunächst 1,44 Meter und ließ die Latte anschließend auf 1,48 Meter legen. Und unter dem Beifall der wenigen Zuschauer überquerte er auch diese Höhe im zweiten Versuch. Damit übersprang er seine Körperhöhe und scheiterte nur knapp an der nächsten Höhe von 1,52 Meter.

Einziger Starter in der U20 war Aaron Werkmeister über 100 und 400 Meter.  „Da fahre ich bis nach Alsfeld und habe keine Konkurrenz“, wetterte der frisch gebackene Abiturient, der nach seinem schnellen 800m-Lauf von 2:08 Minuten noch schwere Beine hatte. (ajw)



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