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MT dreht nach Pause auf – 32:24-Sieg gegen Lübbecke

Bester MT-Schütze war Johannes Sellin (10 Tore). Foto: HartungKassel/Melsungen. Eine Halbzeit lang tat sich die MT Melsungen schwer gegen den TuS N-Lübbecke, der sich wie schon in Flensburg zuvor anders präsentierte, als es der Tabellenplatz vermuten ließe. Am Ende stand dennoch ein aufgrund der zweiten Hälfte auch in dieser Höhe verdienter 32:24 (14:12)-Erfolg der Nordhessen, die ihren vierten Tabellenplatz damit weiter festigten. Lübbecke bleibt Schlusslicht der Tabelle und schwebt weiter in akuter Abstiegsgefahr. Johannes Sellin war mit zehn Toren, davon drei vom Siebenmeterstrich, erfolgreichster Torschütze der MT, für die Gäste trafen Tim Suton (6) und Bobby Schagen (6/5) am besten.

Die Anfangsminuten gehörten klar den Gastgebern, die sofort die Initiative ergriffen und Druck machten. Dass sich das nicht auch im Ergebnis niederschlug lag an TuS-Torhüter Nikola Blazicko, der gegen Momir Rnic aus dem Rückraum sowie gleich zweimal gegen Jeffrey Boomhouwer von Außen parierte. Dennoch sorgten zweimal Johannes Sellin und einmal Felix Danner für eine 3:1-Führung (6.), die etwas Sicherheit gab. Auch wenn sich Lübbecke keineswegs als heißer Abstiegskandidat präsentierte, sondern im Gegenteil phasenweise spielerisch zu gefallen wusste. Auch nach einer Viertelstunde war noch nicht viel passiert, führten die Rot-Weißen trotz optischer Überlegenheit gerade einmal mit 6:4.

Was den Nordhessen zu schaffen machte war die sehr offensive Verteidigung der Gäste. Bis auf zehn Meter kamen Tim Suton und seine Nebenleute heraus, um dem Melsunger Rückraum die Dynamik zu nehmen. Mit Erfolg, denn Tore fielen entweder durch Sellin über den rechten Flügel oder durch Einzelleistungen von Michael Müller (8:6) und Patrik Fahlgren (9:7, 20.), die jeweils von einer Bankstrafe gegen Nettelstedts Jens Bechtloff profitierten. In der Folge wurde es unruhiger auf dem Feld. Was an einer Häufung der Zeitstrafen lag, die sich beide Teams abwechselnd und praktisch nahtlos hintereinander gereiht abholten.

Profitieren konnte die MT, die nach dem sehenswerten Rückhandtreffer von Marino Maric erstmals mit drei Toren in Vorlage ging (13:10, 26.), begleitet von der nächsten Hinausstellung gegen Tom Wetzel. Nach Pontus Zettermanns Anschluss zum 14:12 hätten in den letzten zehn Sekunden vor dem Pausenpfiff beide das Ergebnis noch einmal zu ihren Gunsten verbessern können. Doch erst traf Nenad Vuckovic nur den Pfosten, im Gegenzug parierte René Villadsen dann gegen den frei durchgebrochenen Christian Klimek.

Auch in den zweiten Durchgang startete Melsungen besser als die Gäste. Jeffrey Boomhouwer nach langem Pass von René Villadsen sowie Johannes Sellin mit Siebenmeter nach Foul an Felix Danner erhöhten auf 16:12, ein weiterer Doppelschlag von Sellin veranlasste Lübbeckes Trainer Goran Perkovac beim Stand von 18:13 zur frühen Auszeit (35.). Doch die blieb ohne große Wirkung. Zettermann passte das Leder ins Seitenaus statt zum eigenen Mann, Sellin und Philipp Müller ließen die linke Deckungsseite der Ostwestfalen schlecht aussehen und es stand 19:13, Danner und erneut Sellin schraubten auf 21:14 hoch (38.).

Es war die Vorentscheidung innerhalb weniger Minuten, nachdem die Gäste zuvor so gut mitgehalten hatten. Villadsens nächste Glanztat gegen Niklas Pieczkowski war die Grundlage zu Michael Müllers 22:14, und das wiederum der Grund für die nächste und damit letzte Auszeit, die Goran Perkovac nehmen konnte (40.). Diesmal immerhin mit dem Teilerfolg, das seine Mannschaft wenigstens ansatzweise zurück in die Spur fand und sich der Rückstand für einige Minuten konstant bei knapp unter zehn Toren Differenz einpendelte, ehe Jeffrey Boomhouwer dann schließlich doch auf zweistellig aufstockte (27:17, 46.).

Ab diesem Moment nahm es die MT dann nicht mehr ganz so genau. Die Punkte waren auf der sicheren Seite, die Gedanken vielleicht schon beim nächsten Spiel in nur vier Tagen gegen Flensburg. Pontus Zettermann legte Villadsen gleich zwei Eier ins Nest und verkürzte zwischenzeitlich auf sieben, ehe Melsungen noch einmal leicht anzog und die Partie kontrolliert zu Ende brachte. Nicht ohne noch einmal ein Highlight zu setzen, denn der lange Pass des eingewechselten Maurice Paske im Tor auf Boomhouwer, den der Holländer mit einer Hand aus der Luft holte und nahtlos aus der Bewegung heraus gefühlvoll über Linus Happel ins Netz legte, war in der Tat sehenswert.

Stimmen zum Spiel
Michael Roth: Ich bin sehr zufrieden heute. Es ist immer etwas schwierig, nach einer längeren Pause wieder den Rhythmus aufzunehmen. In der Vorbereitung haben wir taktisch etwas umgestellt, weil Momir Rnic mit der offensiven Deckung etwas Schwierigkeiten hatte. Deshalb haben wir mit Nenad Vuckovic unter der Woche eine Alternative erarbeitet, die auch geklappt hat. In der ersten Hälfte sind ein paar Tore gegen uns gefallen, die überflüssig waren. Das haben wir in der Kabine angesprochen und uns vorgenommen, konsequenter zu sein. Weil sich dann auch René Villadsen gesteigert hat sind wir schließlich in unser Gegenstoßspiel hineingekommen. Wir haben unsere Hausaufgaben heute erledigt und bereiten uns nun vor auf das Spiel gegen Flensburg am kommenden Mittwoch.

Goran Perkovac: Glückwunsch an Michael und seine Mannschaft. Sie waren heute klar besser als wir. In der ersten Hälfte haben wir noch gut mitgehalten, in der zweiten sind wir nach ein paar schnellen Fehlern dann auseinandergefallen. Sehr unzufrieden bin ich trotzdem nicht. Aber wir hatten uns mehr vorgenommen, und gehofft, vielleicht bis zum Ende enger dran bleiben zu können. In Kiel waren wir etwas spritziger als hier und Melsungen war auch besser vorbereitet auf unsere offene Abwehr. Mehr enttäuscht bin ich heute eigentlich von der Niederlage Magdeburgs beim Bergischen HC. Aber wir werden weiterkämpfen, solange wir noch eine Chance haben.

Statistik
MT Melsungen: Villadsen (12 Paraden / 20 Gegentore), Paske (0 P. / 4 G.); Maric 3, Sellin 10/3, Golla, Fahlgren 2, Schröder, Forstbauer, Hildebrand, Danner 3, P. Müller 2, Boomhouwer 4, Rnic, Schneider, Vuckovic 2, M. Müller 6.

TuS N-Lübbecke: Blazicko (6 P. / 30 G.), Happel (0 P. / 2 G.), Skok (n. e.); Borcherding, Bechtloff 3, Tauabo, Pieczkowski 3, Manojlovic, Wetzel, Lazovic 2, Suton 6, Schagen 6/5, Zettermann 4, Grabarczyk, Klimek, Happel.

Schiedsrichter: Martin Thöne (Berlin) / Marijo Zupanovic (Berlin)

Zeitstrafen: 10 – 10 Minuten (Danner 19:40 55:14, M. Müller 23:32, Sellin 46:35, P. Müller 52:10 – Pieczkowski 12:40, Bechtloff 17:18, Grabarczyk 22:05, Wetzel 25:50, Borcherding 57:07)

Strafwürfe: 3/3 – 5/5

Zuschauer: 4.034 in der Rothenbach-Halle, Kassel

(Bernd Kaiser)



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