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Katharina Wagner überrascht bei Sprintwettbewerben

100-Meter-Einlauf von Baunatal - Katharina Wagner (13,01) vor Svenja Buß (13,10), Jennifer Maedicke (13,30) und Maria Oswald (13,32). Foto: nhBaunatal/Melsungen. Warm anziehen mussten sich die Leichathleten beim 46. Pfingstsportfest im Baunataler Parkstadion. Nicht wegen der Konkurrenz aus 40 Vereinen, sondern weil der Eisheilige Bonifatius den Athleten sein „kaltes Gesicht“ zeigte und seine kalte Polarluft in das Stadion blies. Bei Temperaturen um 11 Grad und kalten Windböen von der Seite blieben fast alle angereisten Akteure hinter den erwarteten Leistungen zurück.

Eine der wenigen Ausnahmen war die Melsunger Sprinterin Katharina Wagner, die immer besser in Form kommt. Die U23-Athletin demonstrierte auf beiden Sprintstrecken ihr „Hoch“ und sorgte damit für eine Überraschung bei den Frauen. Mit 13,01 Sekunden verfehlte sie ihre 100m-Vorjahresbestzeit von Münster nur noch um 0,03 Sekunden. Damit holte sie sich den Sieg in der Frauenklasse vor Svenja Buß (13,13) und Jennifer Maedicke (13,34) von der Sprinthochburg Langgöns-Oberkleen. Immerhin waren Maedicke (12,53 Sek.) und Buss (12,82 Sek.) im Vorjahr um einiges schneller als die Melsunger Sprinterin und gehören mit Lisa Meyer, die sich für die Olympischen Spiele in Rio qualifiziert hat und Anna Schwarz zum schnellen Staffel-Quartett der LG Langgöns-Oberkleen, das in diesem Jahr mit 48,59 Sekunden in der Bestenlisten steht.

Franziska Ebert (329) lag bereits nach der ersten Runde acht Meter hinter Marie Gautier (330) zurück. Foto: nh„Ich habe bei dieser kühlen Temperatur nicht mit einer solchen 100m-Zeit gerechnet“, sagte Katharina Wagner, die sich im Vorbereitungstraining für die deutschen Hochschulmeisterschaften befindet. Für diese Meisterschaften, die an Fronleichnam in Paderborn ausgetragen werden, hat sich die Studentin von der Philipps-Universität Marburg ein Ziel gesetzt: Sie möchte ihre Vorjahresbestzeit deutlich unterbieten.

Auch im anschließenden 200m-Lauf hinterließ die frühere hessische Schülermeisterin einen überzeugenden Eindruck und konnte sich mit 26,71 Sekunden vor Svenja Buß (27,24) und Christina Schuchhardt (LG Alheimer, 27,70) durchsetzen und damit ihren zweiten Sieg in Baunatal feiern.

Weniger überzeugend verlief hingegen die Vorstellung von Franziska Ebert im 800m-Lauf der U18. Die 16-Jährige, die bei den Kreismeisterschaften in Felsberg die 400 Meter in guten 62,41 Sekunden gewonnen hatte, sollte in Baunatal die beiden Stadionrunden um 2:30 Minuten zurücklegen und der ein Jahr älteren und von den längeren Strecken kommenden Marie Gautier aus Niederelsungen ein Duell liefern. Aber daraus wurde so gut wie nichts, weil dieses Mal der Leistungsunterschied noch zu groß war. Marie Gautier bestimmte von Beginn an das Tempo. Franziska Ebert musste bereits nach der ersten Runde, die sie in 76 Sekunden zurücklegt hatte, abreißen lassen. Das Talent aus Niederelsungen holte sich in 2:33,11 Minuten den verdienten Sieg. Der Teenager aus Röhrenfurth, der einen Tag vorher für den TSV Obermelsungen noch ein Fußballspiel bestritt, erreichte erst nach 2:39,31 Minuten das Ziel und musste zum Schluss noch aufpassen, dass Tabea Rehbein aus Hessisch Lichtenau (2:39,35) nicht an ihr vorbeilief.

Zieleinlauf über 200 Meter - Katharina Wagner (26,71) vor Carolin Friedrich (27,08), Svenja Buß (27,24) und Laura Bauer (27,35). Foto: nhRene Persch war im 800m-Lauf der U18 eine Klasse für sich. Niederelsungens Mittelstreckenhoffnung lief konkurrenzlos ein einsames Rennen gegen die Uhr. Trotz der lauten Anfeuerungsrufe von seinem Trainer Günther Hartmann verpasste Persch die Qualifikationszeit für die deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach um zwei Schritte. Mit 1:59,42 Minuten blieb er um 0,42 Sekunden über dem angestrebten Ziel. Der Melsunger Marvin Knaust, der wegen Schmerzen in der Achillessehne einige Tage kein Training durchführen konnte, belegte nach 2:12,23 Minuten hinter Tola Chali aus Fritzlar (2:09,16) den dritten Platz. Der 15-jährige Schüler aus Gensungen lief die erste Runde in 63 Sekunden an und lag nach 600 Metern (1:36 Minuten) noch auf Kurs, um zum ersten Mal die 800 Meter unter 2:10 Minuten laufen zu können. Aber auf der Zielgeraden fehlte ihm die Tempohärte und das Stehvermögen.

Verbessert stellte sich Tobias Stang beim Pfingstsportfest in Baunatal vor. Nachdem er sich in Neukirchen den Kreismeistertitel über 400m-Hürden in 65,7 Sekunden geholt hatte, kam er im Parkstadion auf dieser Strecke bereits nach 63,16 Sekunden an. Der 20-Jährige hatte bis zur Hälfte keine Rhythmusschwierigkeiten und konnte die fünf Hürden jeweils mit dem rechten Bein überlaufen. Doch dann war es ihm nicht mehr möglich, seine Schrittlänge zu halten, so dass er zum Teil vor den Hürden das Tempo herausnehmen und trippeln musste. Obwohl er auf gutem Wege ist, heißt es für den Malsfelder, die wenige Zeit bis zu den Landesmeisterschaften noch kräftig zu nutzen, um an seine Vorjahreszeit von 61,21 Sekunden im Kasseler Auestadion heranlaufen zu können.

Start zum 800-Meter-Lauf der U18 mit Rene Persch (341) und Marvin Knaust (339). Foto: nhUnzufrieden zeigte sich Speerwerfer Henri Alter, denn Baunatal brachte ihm einen Rückschritt auf den Weg zum ersten 60m-Wurf. Der Melsunger Sportstudent hatte vor einer Woche in Alsfeld nach fast zwanzig Monaten Speerwurfabstinenz „sein Arbeitsgerät“ auf 58,14 Meter geworfen und war sich sicher, dass spätestens bei den Landesmeisterschaften sein Speer wieder über die 60m-Marke fliegen wird. „Ich war viel zu verkrampft“, meinte der Student, der in Jena Sport studiert, nach seinem zweiten Platz hinter Karl Westphal (VfL Wanfried). Die beiden Kontrahenten, die sich seit der U12 kennen und schätzen, lieferten sich ein spannendes Duell. Nachdem Alter im ersten Versuch 51,32 Meter vorgelegt hatte, verbesserte sich Westphal im nächsten Durchgang auf 55,03 Meter. Als der Melsunger im vierten Durchgang sich auf 55,46 Meter gesteigert hatte, packte Westphal unmittelbar danach seinen besten Wurf von 57,04 Meter aus. Dem konnte Henri Alter nichts mehr hinzufügen. „Ich wollte heute an die 60m-Marke heranwerfen, aber die Kälte, der Wind und das direkte Duell gegen meinen Freunde Karl haben mich doch ein wenig verkrampfen lassen“, meinte der vielseitige Athlet von der Melsunger Turngemeinde, den man die Enttäuschung anmerkte.

Bei den Senioren zeigte der 57-jähirge Bernd Gabel zwei bemerkenswerte Leistungen. Zunächst verbesserte er sich im Stabhochsprung auf 2,60 Meter und erfüllte kurze Zeit später mit 20,44 Sekunden über 100 m Hürden auch die zweite DLV-Norm, die zur Teilnahme an den deutschen Seniorenmeisterschaften der M55 vom 08. bis 10. Juli 2016 in Leinefeld-Worbis berechtigt. Damit hat der Melsunger Mehrkämpfer nach seiner Norm im Weitsprung bereits drei Leistungen erfüllt, die für einen Start bei den nationalen Meisterschaften Voraussetzung sind. (ajw)




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