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MT siegt souverän im Schwabenland

Marino Maric macht den Weg frei für Michael Müller, der hier eines seiner drei Tore erzielt. Foto: Alibek KäslerStuttgart/Melsungen. Der MT Melsungen gelang am Pfingstsonntag im Schwabenland der nächste Schritt zur Sicherung von Tabellenplatz vier! Durch einen 28:21-Sieg über Aufsteiger TVB Stuttgart, nach 15:12-Halbzeitführung, bauten die Nordhessen in der DKB Handball-Bundesliga den Vorsprung vor Verfolger Füchse Berlin auf sechs Punkte aus. Die Hauptstädter weisen derzeit allerdings noch ein Spiel weniger auf. Beste Schützen in der mit 2.251 Zuschauern ausverkauften SCHARRarena waren MT-Rechtsaußen Johannes Sellin (11 Tore, davon 3 per Strafwurf) und  für die Hausherren der Ex-Melsunger Michael Schweikardt (6 Tore). Mit diesem klaren Erfolg ist das Roth-Team gerüstet für das schon seit Monaten ausverkaufte Top-Spiel am nächsten Sonntag gegen den THW Kiel.

In Stuttgart ließ MT-Trainer Michael Roth mit der gleichen Aufstellung beginnen, wie zuletzt gegen Flensburg, also mit Maric für den verletzten Allendorf auf Linksaußen, Halblinks mit Philipp Müller, in der Mitte Fahlgren, Halbrechts Michael Müller, Rechtsaußen Sellin und am Kreis Danner. Das Tor hütete Villadsen, allerdings hatte sich zuvor auch Sjöstrand nach knapp dreimonatiger Verletzungspause erstmalig wieder mit aufgewärmt.

Die Gastgeber legten zunächst das 1:0 über Rechtsaußen Spatz vor, das nur 30 Sekunden später von Sellin per Strafwurf egalisiert wurde. In der Folge übernahmen die Schwaben die Initiative, führten stets mit zwei, drei Toren. Das lag zum einen daran, dass die MT-Defensive noch nicht richtig auf dem Posten war und gegnerischen Spielern wie Weiß (Halblinks) und Schweikardt (Mitte) zu viele Freiheiten gewährte, zum anderen wurden vorne einige klare Einwurfmöglichkeiten nicht genutzt, sei es dass Bitter oder der Pfosten im Wege standen.

Nachdem TBV-Spielmacher Schweikardt das 8:6 erzielt hatte (12. Min.), nahm  MT-Coach Roth eine Auszeit und beorderte anschließend Vuckovic für Fahlgren auf die Regieposition. Dem frisch Eingewechselten tat sich auch prompt eine gute Gelegenheit auf, aber der Ball prallte von Bitter ab – zu Sellin, der zum 8:7 verkürzen konnte. Als wäre dies ein Signal gewesen, wendete sich von da an das Blatt zugunsten der Gäste. Mit einem 6:1-Lauf hatte die MT binnen acht Minuten die Kontrolle des Spiels übernommen (9:12, 21.).
Frechster MT-Treffer in dieser Phase: Philipp Müllers Kopfleger gegen den Weltmeister von 2007 im Tor der Stuttgarter; am besten herausgespielter: Boomhouwers Tor von Linksaußen nach Diagonalpass von Michael Müller. TVB-Trainer König sah sich zur Auszeit genötigt. Doch auch danach schafften es die Schwaben  nicht mehr näher heran zu kommen – mit 12:15 ging es in die Kabinen.

Im zweiten Durchgang ließ Roth Momir Rnic für Philipp Müller auf Halblinks beginnen. Und der Serbe fügte sich gleich nahtlos ein, erzielte schon nach 27 Sekunden das 12:16. Die Dominanz der MT wurde in der Folge immer deutlicher. Über 13:18 (35.) und 15:20 (43.) erzwangen die Rotweißen mit dem 15:23 in der 48. Minute durch Sellins Treffer aus eigentlich unmöglichem Winkel praktisch die Vorentscheidung. Was sich schon oft bei den Bittenfeldern in der jüngeren Vergangenheit gezeigt hatte, nämlich das Schwinden von Kraft und Konzentration in der zweiten Halbzeit, machte sich auch jetzt bemerkbar.

Das lag in diesem Fall aber auch an der immer souveräner aufspielenden MT. Die Abwehr stand sicher, dahinter lieferte Villadsen eins ums andere Mal tolle Kostproben seines Könnens (u.a. Doppelparade gegen Kisum) und vorne wurde nahezu jede Möglichkeit, ein Tor zu erzielen, genutzt. Dabei schraubte Johannes Sellin seine Bilanz ebenso nach oben, wie der unermüdlich rackernde Marino Maric, der zu Beginn über Außen, später vom Kreis für viel Gefahr sorgte. Er war es auch, der mit seinem fünften Treffer den Schlusspunkt zum völlig verdienten 21:28-Auswärtssieg setzte.

Michel Roth zum Spiel
Wir hatten in der Anfangsviertelstunde etwas schwere Beine, haben in dieser Phase einige Chancen liegen gelassen. Nach einer Auszeit haben wir etwas umgestellt, sowohl in der Abwehr wie auch im Angriff, wo Vuckovic für Fahlgren kam. Wir wussten, dass Stuttgart zwar zu Anfang eines Spiels loslegt wie die Feuerwehr, aber in der Folge nicht immer die Kraft hat, das Tempo zu halten. Umgekehrt haben wir auf den breiteren und erfahreneren Kader vertraut und auf die vorhanden Wechselmöglichkeiten. Davon haben wir dann auch in der zweiten Halbzeit erfolgreich Gebrauch gemacht, z.B. Rnic für Philipp Müller, der bis dahin gut gespielt hatte, und Schneider für Fahlgren bzw. Vuckovic. Sjöstrand wäre zwar ebenfalls einsatzbereit gewesen, aber Villadsen hat gut gehalten und so kann er noch eine weitere Trainingswoche nutzen. Das war heute für uns das dritte Spiel innerhalb von acht Tagen und wir merken, dass wir nun wieder gut im Rhythmus sind. Das wollen wir dann natürlich auch gern auch am nächsten Sonntag gegen den THW Kiel zeigen.

Statistik
TVB 1898 Stuttgart – MT Melsungen 21:28 (12:15)

TVB 1898 Stuttgart: Bitter (12 Paraden / 27 Gegentore), Jerkovic (bei einem Siebenmeter, 0 Paraden / 1 Gegentor) – Schimmelbauer, Schöbinger, Weiß (3), Schweikardt (6), Friedrich (2), Kisum, M’Bengue (2), Coric (1), Baumgarten (2), Fotache (1), Kretschmer, Spatz (4/1).

MT Melsungen: Villadsen (18 Paraden /  21 Gegentore), Sjöstrand (n.e.) – Maric 5, Sellin 11/3, Fahlgren (1), Schröder, Danner, P. Müller (2), Boomhouwer (1), Rnic (3), Schneider, Vuckovic (2), M. Müller (3).

Schiedsrichter: Christian Moles / Lutz Pittner (Heddesheim / Karlsruhe)

Zeitstrafen: 2 – 6 Minuten (Schimmelbauer – Maric, Schneider, M. Müller)

Strafwürfe: 1/1 – 3/3

Zuschauer: 2.250 , SCHARRena, Stuttgart (ausverkauft)

(Bernd Kaiser)



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