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Tischler-Innung sieht SOKA-Pflicht kritisch

Obermeister Jens Günther. Foto: nhSchwalm-Eder. „Die Mitglieder der Tischler-Innung Schwalm-Eder sehen die Beitragspflicht zur SOKA-BAU kritisch“, sagte Obermeister Jens Günther (Guxhagen) auf der Jahreshauptversammlung. Die SOKA-BAU ist die Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft (ULAK) –  Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG (ZVK) und eigentlich für das Bauhauptgewerbe zuständig. Seit 2012 werden nun auch Tischlereien und andere Gewerke, die am Bau tätig sind, von der Sozialkasse veranlagt. Dass immer weitere Vordrängen der Einrichtung in immer neue Bereiche schaffe immer mehr Unbehagen bei den Betrieben. Diese fühlen sich dem Monopol ausgeliefert und dürfen vor allem eins: bezahlen.

Im Hintergrund schaffe die Regierung Tatsachen, die immer neue Anforderungen, immer mehr Regularien und immer höhere Kosten verursachen. Der Spielraum für Betriebe verenge sich dadurch weiter, denn eine Wahl bleibe den Betrieben nicht. Die steigenden Kosten führen letztlich zu höheren Preisen beim Kunden. „Hier dreht der Staat immer weiter an der Schraube und setzt indirekt eine Marktbereinigung in Gang, der gerade kleinere Betriebe kaum mehr entweichen können. Insgesamt sei diese Entwicklung sehr besorgniserregend und fragwürdig“, sagte Obermeister Günther.

Bestes Beispiel sei die Beitragspflicht am Sozialkassenverfahren der SOKA-BAU, die jeden Betrieb einen Mindestbeitrag von 900 Euro im Jahr abverlange. Habe der Betrieb Beschäftigte, dann diene die Lohnsumme als Berechnungsgrundlage. 20,10 Prozent der Lohnsumme seien dann fällig. Bei fünf Beschäftigten kämen da leicht zusätzlich 30.000 Euro und mehr im Jahr für den Tischlerbetrieb zusammen. Einziger Lichtblick, durch die Mitgliedschaft in der Innung spare der Betrieb diesen Beitrag, da er dann dem Tarifvertrag des Tischlerhandwerks zugerechnet werde. Dennoch bleibe die Vorgehensweise fragwürdig und müsse auf den Prüfstand, sagte Günther.

Neuwahlen
Bei den Vorstandswahlen wurde Jens Günther erneut zum Obermeister der Tischler-Innung Schwalm-Eder gewählt. Stellvertretender Obermeister bleibt weiterhin Jürgen Pfaar aus Besse. Zum neuen Lehrlingswart wurde Frank Theis aus Dorla gewählt. Neu in den Vorstand wurden auch Ralf Morsch (Uttershausen) als stellvertretender Lehrlingswart und Frank Thomas (Züschen) als Beisitzer gewählt. Bestätigt wurden außerdem Carsten Bergmann (Wichdorf) als Schriftführer und PR-Beauftragter, Frank Bräutigam (Lohne) als stellvertretener Schriftführer und Marko Prentzel (Züschen) als Beisitzer.

Verabschiedet wurde Heinrich Wenderoth (Niedermöllrich), der seit 1993 in dem Gesellenprüfungsausschuss tätig war und zuletzt das Amt des Lehrlingswartes inne hatte. Zudem ist Michael Eckhardt (Frielendorf) der ebenfalls im Gesellenprüfungsausschuss und im Innungsvorstand tätig war ausgeschieden. (Wolfgang Scholz)

Bild: Obermeister Jens Günther



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