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Franziska Ebert zeigt Meisterstück über 400 Meter

MT Melsungen-Frauen 4x100 Meter. Foto: nhBaunatal/Melsungen. Fast 200 Teilnehmer aus 53 nordhessischen Vereinen ermittelten ihre Bezirksmeister in der Leichtahtletik. Trotz dieser vielen Meisterschaften waren gehen diese Titelkämpfen mit viel Leerlauf und ohne Stimmung in die Geschichte ein. So wurde zwischen den 200- und 400-Meter-Läufen fast 40 Minuten kein Wettbewerb ausgetragen und als die 400m-Läufer ihre Disziplin beendet hatten, passierte mussten die 1500-Meter-Läufer über 45 Minuten auf ihren Startschuss warten. Auf die weitere Entwicklung dieser regionalen Titelkämpfe darf man gespannt sein, denn in vielen Laufwettbewerben der Männer und Frauen sowie der U20 gingen manchmal nur ein oder zwei Athleten an den Start. Wo sind die Jugendlichen der letzten Jahre? Die Zukunft wird zeigen, ob man die Mädchen und Jungen der heutigen U18, die noch relativ stark in Baunatal vertreten waren, auch für die kommenden Altersklassen motivieren kann.

Durch Verletzung oder Erkrankung gingen nur vierzehn Leichtathleten der MT Melsungen an den Start. Dennoch waren sie mit sechs ersten, fünf zweiten sowie vier dritten Plätzen außerordentlich erfolgreich. Hinzu kommen noch drei Meisterschaften sowie zwei zweite Plätze durch die MT-Senioren.

Dennis Horn beim Einlauf ins Ziel. Foto: nhBei den Männern bestätigte der 100-Meter-Lauf das momentane Leistungstief der nordhessischen Sprinter. Dennis Horn tat nur das Nötigste und holte sich nach seinen Siegen in der U20 in den Jahren 2014 und 2015 auch auf Anhieb den Sieg bei den Männern. Bei den deutschen Hochschulmeisterschaften verbesserte er sich auf 11,17 bzw. 23,00 Sekunden. In Baunatal setzte er sich locker laufend bei einem Gegenwind von 1,2 m/sec klar vor Kai Kraus (Baunatal, 11,91 Sek.) durch. Aber bereits der Dritte, David Konrad vom SSC Steinatal, blieb mit 12,23 Sekunden deutlich über 12 Sekunden. Michael Hiob (MT Melsungen), der sich vorgenommen hatte, bei diesen Meisterschaften seine Vorjahreszeit von 11,53 Sekunden zu wiederholen, zog sich unmittelbar nach dem Start eine Zerrung im Oberschenkel zu und musste das Rennen vorzeitig beenden.

Mit Martin Herbold (GW Kassel) und Moritz Knaust (MT Melsungen) stellten sich nur zwei 1500m-Läufer dem Starter. Die Zeiten, als es noch zwei oder drei Zeitendläufe über diese attraktive Distanz gab, sind schon lange vorbei. Herbold setzte sich mit 4:14,21 Minuten vor Moritz Knaust (4:40,81 Min.) durch, der seinen, bei den Kreismeisterschaften in Felsberg aufgestellten Hausrekord nur um 0,02 Sekunden verpasste.

Wieder im Kommen ist Tobias Stang, der seinen seinen Vorjahrestitel über 400m Hürden verteidigte. Als einziger Teilnehmer musste er nur ankommen. Aber im Lauf gegen die Uhr verbesserte er seine Vorjahressiegerzeit von 62,70 Sekunden auf 62,35. Beim Pfingstsportfest hatte er an gleicher Stätte die Stadionrunde mit den zehn Hürden noch in 63,12 Sekunden zurückgelegt. Bis zur siebten Hürde konnte er seinen Schrittrhythmus halten, doch dann verlor er seine Schrittfolge und somit auch ein bis zwei wertvolle Sekunden. „In einer Woche möchte ich gerne eine 61er-Zeit laufen und einen Platz unter den ersten Acht belegen“, sagte Tobias im Hinblick auf die Landesmeisterschaften, die im Kasseler Auestadion stattfinden.

Lynn Olson. Foto: nhBereits beim Einlaufen für das 100-Meter-Finale signalisierte Katharina Wagner, dass ihr die drei schnellen Läufe bei den deutschen Hochschulmeisterschaften noch in ihrem Körper stecken und sie noch schwere Beine hatte. Zwei Tage vor den Baunataler Titelkämpfen drückte sie ihre 100m-Jahresbestzeit in Paderborn auf 12,83 und verbesserte sich 60 Minuten später als Zweite im C-Endlauf auf 12,77 Sekunden. Auch über 200 Meter gab es für die 21-Jährige in Paderborn mit 26,40 Sekunden einen neuen Hausrekord. Im Parkstadion sicherte sie sich beim einem Gegenwind von 1,7 Meter pro Sekunde hinter Janine Mackewitz (LG Reinhardswald, 12,77 Sek.) mit 13,15 den zweiten Platz. Ein starkes Rennen lieferte Rabea Pöppe als Dritte mit neuer Saisonbestzeit von 13,66 Sekunden ab.

Über 200 Meter setzte sich Carolin Kluppsch (Vellmar) in 25,62 Sekunden vor der 100m-Siegerin Mackewitz (25,78) durch. Als Dritte kam Katharina Wagner nach 26,78 Sekunden ins Ziel

Mit 63,26 Sekunden holte sich Rabea Pöppe den 400m-Titel bei den Frauen und gewann damit auch eine Wette mit ihrem Trainer, der ihr für eine Zeit unter 64 Sekunden ein Essen in Aussicht gestellt hatte. „Ich wollte aber auch den Titel“, sagte die 21-Jährige aus Spangenberg, die nach dem 400m-Finale ihre Marschroute offenlegte. Sie lief die ersten 200 Meter scharf an, gab in der zweiten Kurve noch einmal Gas und wehrte auf der Zielgeraden den erwarteten Angriff von Jana Helferich (Baunatal, 64,59 Sek.) souverän ab.

Rabea Pöppe. Foto: nhEin spannendes Staffelrennen sahen die wenigen Zuschauer über 4x100m der Frauen, wo sich die Startgemeinschaft Baunatal mit den Sprinterinnen aus Melsungen ein eindrucksvolles Duell lieferte. Das MT-Quartett mit Startläuferin Rabea Pöppe, Franziska Ebert auf der Gegengeraden, Nele Grenzebach in der Kurve und Schlussläuferin Katharina Wagner holte sich in 51,52 zu 51,87 Sekunden den Titel. Aber klar war die Sache nicht. Im Gegenteil: die Melsunger Frauen, die in der Jahresbestenliste 2015 mit 52,61 Sekunden Rang 13 in Hessen belegt hatten, lagen 50 Meter vor dem Ziel noch zurück. Janina Edenhofner, die Schlussläuferin der Startgemeinschaft Baunatal, wurde mit einem deutlichen Vorsprung auf die Reise geschickt. Aber die erfolgreiche Speerwerferin wurde auf den letzten Metern von Katharina Wagner geradezu überrannt. Der dritte Platz ging an das Team vom SSC Vellmar mit 55,09 Sekunden.

Die Frage nach der schnellsten Sprinterin in der U20 war nur rein rhetorischer Art, denn Antonia Schell demonstrierte mit 12,63 Sekunden bei 1,7 m/sec Gegenwind ihre Spitzenstellung in Nordhessen. Nele Grenzebach, die im Vorjahr mit 14,23 Sekunden in der Bestenlisten stand, verbesserte sich auf 13,86 Sekunden und hatte auch nach dem 200-Meter-Lauf Grund zur Freude, denn sie belegte mit der neuen Bestzeit von 28,43 Sekunden den zweiten Platz.

Franziska Ebert. Foto: nhFür eine der wenigen herausragenden Leistungen sorgte die 16-jährige Franziska Ebert über 400 Meter. Die hessische 300-Meter-Schüler-Hallenmeisterin des Jahres 2015 bestätigte einmal mehr ihr Lauftalent im Langsprint. Ohne ein gezielte Vorbereitung für diese Strecke pulverisierte sie ihren Hausrekord von den Kreismeisterschaften in Felsberg, wo sie bereits mit 62,41 Sekunden überrascht hatte, auf fabelhafte 60,99 Sekunden. Damit ließ sie der gleichaltrigen Eva Nies von der LG Reinhardswald (68,43 Sek.) nicht den Hauch einer Chance. Obwohl sie sich nächste Woche auf einer Klassenfahrt befindet und unmittelbar vor den Landesmeisterschaften zurückkommt, darf man sie in Kassel im 400m-Finale der W18 erwarten.

Bei der männlichen Jugend überzeugten neben Laurin Pöppe als Sechster über 100 Meter mit 12,67 Sekunden auch Lorenz Funck als jeweils Dritter über 200 Meter (26,03 Sek.) und 1500 Meter (4:27,63 Min.) sowie Marvin Knaust, der über 800 Meter als Zweiter der U18 mit 2:10,38 eine neue Bestzeit lief.

Nach ihrem zweiten Platz im 800m-Finale hinter Lea Ludwig aus Hessisch Lichtenau (2:25,80 Min.) war die 15-jährige Lynn Olson im 1500m-Lauf der U18 wie bei den Kreismeisterschaften ungefährdet. Nach 3:38 Minuten über 1000 Meter tat sie in der letzten Runde nur das, was wirklich nur nötig war. Doch auch das war eindrucksvoll genug. Nach 5:34,00 Minuten hatte die Jugendliche aus dem Melsunger Stadtteil Adelshausen über 40 Sekunden Vorsprung vor Sophie Rühling vom TV Hess. Lichtenau. (ajw)




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