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DGB-Jugend: Kein auswahlfähiges Angebot an Ausbildungsplätzen

Kathrin Harth, Jugendbildungsreferentin der DGB-Jugend Nordhessen. Foto: nh

Kassel. Nach der jüngsten Ausbildungsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit bekommen nicht alle Ausbildungsplatzsuchenden eine betriebliche Ausbildungsstelle. „Aktuell gibt es kein auswahlfähiges Angebot an Ausbildungsplätzen!“, betont Kathrin Harth, Jugendbildungsreferentin der DGB-Jugend Nordhessen. Mit einem „auswahlfähigen Ausbildungsplatzangebot“ ist gemäß des Urteils des Bundesverfassungsgerichts von 1980 gemeint, dass die Zahl der freien Ausbildungsstellen mindestens 12,5 Prozent größer ist, als die Zahl der Ausbildungsplatzsuchenden.

Laut Angaben der Bundesagentur standen im Werra-Meißner-Kreis den 638 als ausbildungssuchend gemeldeten jungen Menschen 505 betriebliche Ausbildungsplätze gegenüber. Auch in den Landkreisen Schwalm-Eder und Kassel gab es mehr Bewerberinnen und Bewerber als Berufsausbildungsstellen in den Betrieben.

Angesichts dieser schwierigen Situation vieler Ausbildungsinteressierten in den genannten Regionen müsse Harth zufolge zukünftig sichergestellt werden, dass alle, die einen Ausbildungsplatz suchen auch einen solchen erhalten. Dies sei vor allem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und dem damit drohenden Fachkräftemängel von zentraler Bedeutung. Werde nicht wohnortnah und qualifiziert ausgebildet, wanderten junge Menschen aus den deshalb für sie unattraktiven ländlichen Regionen ab, erklärt Harth. „Junge Menschen haben ein Recht auf Ausbildung. Es geht schließlich um ihre Lebensperspektive!“, bekräftigt Harth.

Die Landkreise Waldeck-Frankenberg und Hersfeld-Rotenburg weisen aktuell mehr betriebliche Ausbildungsstellen als Ausbildungsinteressierte auf. Dennoch sei es aufgrund des jahrelangen Unterangebotes an Ausbildungsplätzen wichtig, dass die Betriebe verstärkt ausbilden, damit Bewerberinnen und Bewerber, die in der Vergangenheit keinen Ausbildungsplatz fanden, die Möglichkeit erhalten, eine Ausbildung zu machen. (red)



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