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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Initiative für regionale und ökologische Lebensmittel startet

Hessen. „Die momentane Preiskrise von Milch und Schweinefleisch macht deutlich, dass ein Umdenken einsetzen muss. Nicht für alle Betriebe bietet eine weitere Öffnung zum Weltmarkt eine wirksame Lösung in der momentanen Krise. Gerade auch für viele landwirtschaftlichen Betriebe in Hessen könnte es mittel- und langfristig der bessere Weg sein, mehrere Standbeine aufzubauen, die das wirtschaftliche Überleben auch in Krisenzeiten erleichtern.“, sagte Ministerin Priska Hinz zum Start der Initiative ECHT HESSISCH zur Förderung der Vermarktung regionaler und ökologischer Lebensmittel in Hessen. Die Voraussetzungen dafür sind gut. Denn die Anzahl der Verbraucherinnen und Verbraucher steigt, die genau das suchen: authentische, regionale und auch ökologisch erzeugte Produkte. Kunden, die genau wissen wollen, wer das Lebensmittel wie erzeugt hat, wo und wie geschlachtet und wie verarbeitet wurde.

Mut machen, das ist die Devise der Aktionsgemeinschaft ECHT HESSISCH, zu der sich die Vereinigung Ökologischer Landbau Hessen e.V. (VÖL) mit der Vereinigung Hessischer Direktvermarkter e.V. (VHD), der Regio.Marketing GmbH und der der Marketinggesellschaft Gutes aus Hessen GmbH zusammengefunden haben. Finanziell unterstützt durch das Hessische Landwirtschaftsministerium, werden sie in den nächsten Jahren mit zahlreichen Projekten und Veranstaltungen Erzeuger, Verarbeiter, Händler, Gastronomen und Großküchenleiter zusammenbringen. Sie werden Hilfestellungen für den Aufbau neuer Wertschöpfungsketten geben und neue Vertriebswege für die Direktvermarkter erkunden und fördern.

„Die hessische Landwirtschaft ist vielfältig und hat heute schon unglaublich viele und hochwertige Produkte zu bieten“ betont Landwirtschaftsministerin Priska Hinz. „Wir haben manchmal aber Wissenslücken zwischen Angebot und Nachfrage, die wir schließen wollen.  Wir werden die Produzenten und Verarbeiter und dann auch den Handel zusammenbringen und die Vermarktungswege bewusst über die alten Grenzen von „nur regional“ und „nur bio“ hinweg stärken. Das ist unser gemeinsames Ziel“, so Hinz weiter.

Auftaktveranstaltungen am 14. und 16. Juni 2016
Zum Start der Aktionsgemeinschaft ECHT HESSISCH finden zwei Veranstaltungen statt: ein Direktvermarkter-Seminar zum Thema „Fleisch richtig kennzeichnen“ am 14. Juni sowie ein Regionalforum am 16. Juni, beides im Hotel zur Schmiede in Alsfeld.

Das Direktvermarkter-Seminar soll Fragen rund um die richtige Kennzeichnung, vor allem in Bezug auf die Herkunft von Fleisch, beantworten. Im Mittelpunkt steht die neue Lebensmittelinformationsverordnung, die große Herausforderungen an Direktvermarkter stellt. Das Regionalforum bietet Raum zur Vernetzung und Informationsaustausch. In offenen Runden gibt es Informationen zu neuen Absatzwegen und Hilfestellungen für alle diejenigen, die für ihr Anliegen noch die richtigen Partner suchen: Landwirte, die Lohnschlachter suchen oder einen guten Metzger für die Wurst. Metzger, die ihr Sortiment erweitern wollen und dazu noch Lieferanten suchen. Gastronomen, die auf die Speisekarte regionale Produkte setzen oder Händler, die ihr Angebot um Spezialitäten erweitern möchten.

Für alle Veranstaltungen im Rahmen der Aktionsgemeinschaft ECHT HESSISCH gilt: ganz gleich ob Biobetrieb oder konventionell wirtschaftend: Diese Foren heißen alle willkommen! Weitere Informationen gibt es unter www.echt-hessisch.info. (red)



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