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Flüchtlinge stellen Bilder in Klinikum aus

Bewegende Ausdrücke von Gedanken und Emotionen

Junge Künstler: Die Flurwände der Station drei des Asklepios Klinikums Schwalmstadt schmücken Gemälde von Flüchtlingskindern aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Gemeinsam mit Astrid Schlemmer, Hella Barwe und Abdul Salam Aburayn (von links) stellten die Kinder ihre Bilder vor. Foto: KleinSchwalmstadt. Rund 20 Erwachsene und Kinder ließen ihren Gedanken und Emotionen beim Malen von Bildern freien Lauf. Das Besondere daran: Bei den Hobbykünstlern handelt es sich um Flüchtlinge aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Die ausdruckstarken Gemälde schmücken derzeit einen Stationsflur und den Wartebereich der zentralen Notaufnahme im Asklepios Klinikum Schwalmstadt.

Die Idee für die Kunstaktion stammte von Hella Barwe, die unter anderem im Förderkreis der evangelischen Kirche aktiv ist. „Sie fragte mich, ob ich das Projekt, dessen Koordination Daniel Helwig übernahm, unterstützen und mitmachen würde“, berichtet Astrid Schlemmer. Die engagierte Künstlerin aus Seigertshausen zögerte keinen Moment. „Ich war von Anfang an davon begeistert und sagte natürlich zu.“ Was sie und Mitglieder der Kirchengemeinde dann im Café Atempause in der Festungsschule erlebten, überraschte selbst die ausgebildete Mediatorin und Heilpädagogin: „Die Kinder, Frauen und Männer haben gemalt, was ihnen am Herzen lag.“
Die fertigen Bilder sind Ausdruck dessen, was die Flüchtlinge vermissen und welche Erinnerungen jeder einzelne mit seinem Heimatland verbindet. Ein großes Herz symbolisiert beispielsweise die Sehnsucht nach der Mutter, ein anderes Exponat zeigt eine zerbombte Stadt in Syrien. „Es lohnt sich die Gemälde intensiv zu betrachten. Es steckt sehr viel Tiefgang in ihnen“, sagt Astrid Schlemmer.

Der Kontakt zu den meisten Flüchtlingen gestaltet sich mittlerweile schwierig. „Viele von ihnen waren im Ziegenhainer Chinapark untergebracht und wurden inzwischen in andere Einrichtungen verlegt. Ein Stück von ihnen haben einige Frauen, Kinder und Männer aber mit den Gemälden hinterlassen“, erklärt Astrid Schlemmer. Sie freut sich über die Kooperationsbereitschaft des Asklepios Klinikums Schwalmstadt. „Es ist sehr schön, dass wir die Bilder hier ausstellen und einem breiten Publikum präsentieren können.“ Möglich wurde dies durch den Kontakt zu Katrin Simon, Diplom-Pädagogin im Sozialdienst der Klinik. (red)



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