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MT-Trainer Roth: „Niveau bestätigen“

Foto: HartungMelsungen. Platz vier in der stärksten Liga der Welt, erfolgreiche Qualifikation für den Europapokalwettbewerb, Zuwachs beim Ticketing um 27 Prozent – das sind die auffälligsten Eckwerte in der Bilanz von Handball-Bundesligist MT Melsungen aus der Saison 2015/16. Was waren die wichtigsten Gründe für diese erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte des nordhessischen Flaggschiffs? Dazu vier Fragen an MT-Trainer Michael Roth.

Was kennzeichnet die Mannschaft?

Michael Roth: Nach zwei sechsten Plätzen in Folge hatten wir zu Beginn der Saison zumindest intern eine Verbesserung angepeilt. Um ein sportlich anspruchsvolles Ziel zu realisieren, braucht man eine gute Mannschaft, dazu ein intaktes Umfeld, begeisterungsfähige Fans und nicht zuletzt auch etwas Glück. Wir hatten von all dem in dieser Saison eine gute Mischung. Was in vorangegangenen Jahren bisweilen fehlte, nämlich ein absolut teamorientierter Spielerkader und eine klare Hierarchie in der Mannschaft, hat sich dank unserer geänderten Personalstrategie inzwischen eingestellt. Unsere Spieler haben verinnerlicht, dass sie nur als Team einen bestimmten Erfolg haben können. Diesem Gedanken ordnen sich alle unter. Sichtbare Belege dafür sind Spiele, die nach einem Rückstand noch umgebogen wurden, und auch die Art, wie eine Mannschaft das Verletzungspech von Leistungsträgern kompensiert. Sehr erfreulich war zudem die Tatsache, dass sich einzelne Spieler im Verlauf der Saison gesteigert, bzw. zu einer Konstante auf hohem Niveau entwickelt haben. Michael Müller, Marino Maric und Johan Sjöstrand stehen dafür stellvertretend, aber auch Spieler wie Felix Danner oder Philipp Müller, deren wichtige Arbeit in der Defensive oft weniger im öffentlichen Blickfeld steht. – Ja, man muss sagen, unsere Mannschaft insgesamt hat in dieser Saison eine neue Qualität gezeigt.

Welche Rolle spielt das sogenannte Umfeld?

Michael Roth: Sportlicher Erfolg und ein erfolgreiches Management bedingen sich ja wechselseitig. Das eine läuft nicht richtig ohne das andere. Das beginnt mit einer gut funktionierende Geschäftsstelle mit motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die übrigens nicht nur Zuschauer und Sponsoren optimal betreuen, sondern wo sich auch die Spieler mit Ihren Anliegen gut aufgehoben fühlen. Hier macht das Team um unsere Aufsichtratsvorsitzende Barbara Braun-Lüdicke und unseren Vorstand Axel Geerken einen super Job. Das gleiche gilt für den Trainer- und Betreuerstab, der sich um die stetige Weiterentwicklung der Mannschaft kümmert und die medizinische, physiotherapeutische und sportpsychologische Betreuung sicherstellt. Der Teamgedanke ist in diesen Arbeitsbereichen genauso zu spüren, wie in der Mannschaft selbst. Und deren Auftreten wiederum ist entscheidend für die Begeisterung der Fans. Die Tatsache, dass wir zu den Heimspielen deutlich mehr Zuschauer in der Rothenbach-Halle begrüßen konnten als im letzten Jahr, liegt vor allem an dem berühmten Funke, der von einer leidenschaftlich kämpfenden Mannschaft jeweils auf die Ränge überspringt. Das hat übrigens auch dazu geführt, dass immer mehr Anhänger mit zu den Auswärtsspielen gefahren sind. Mit 22 Punkten in fremden Hallen waren wir die drittbeste Mannschaft der Liga.

Wieviel Glück braucht man für eine erfolgreiche Saison?

Michael Roth: Schwer zu sagen. Es lässt sich selbst durch eine noch so akribische Vorarbeit, optimales Training und perfekte Betreuung ja bekanntlich nicht alles beeinflussen. Zum Beispiel Verletzungen. Die hielten sich in der abgelaufenen Saison einigermaßen in Grenzen, wobei die wochenlangen Ausfälle von Michael Allendorf und Johan Sjöstrand von der Mannschaft mit großem Einsatz glänzend kompensiert werden konnten. Etwas entgegen kam uns der Spielplan, der uns in der Auftaktphase die Aufsteiger bescherte. Diese Chancen zu punkten, muss man als vermeintlicher Favorit auch nutzen – wir haben sie genutzt.

Welche Verpflichtung erwächst aus einer positiven Bilanz für die neue Saison?

Michael Roth: Der gesamte Verein hat diese erfolgreichste Saison seiner Geschichte sehr genossen und selbstverständlich auch unsere Fans und Sponsoren. Natürlich entsteht nun auch eine gewisse Erwartungshaltung, was die kommende Saison betrifft. Das empfinden wir aber keineswegs als zusätzlichen Erfolgsdruck von außen. Wir selbst haben den Anspruch, unsere gezeigtes Niveau zu bestätigen. Dabei ist uns bewusst, dass dies angesichts des Engagements im EHF-Cup eine große Herausforderung sein wird. Wir vertrauen auf unseren hervorragend eingespielten Kader, der mit Gabor Langhans und Arjan Haenen und Johannes Golla als Talent aus den eigenen Reihen ergänzt wird. Die genaue Zielsetzung für die neue Saison werden wir zum Auftakt der Vorbereitungsphase ab 20. Juli zunächst intern besprechen und anschließend bekannt geben.

(Bernd Kaiser)



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