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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Raumausstatter für Erhalt des Schulstandortes Kassel

Obermeisterin Christina Schöllhorn. Foto: nhNordhessen. Die Raumausstatter- und Sattler-Innung Hessen-Nord spricht sich für den Erhalt des Berufsschulstandortes Kassel aus. Nach Auffassung der Innung sei der Erhalt des Schulstandortes Kassel für den ländlichen Raum in Nordhessen ein wichtiges Argument für die Ausbildung in den Berufsbildern Raumausstattung und Polstern. Hintergrund für das Votum sind die rückläufigen Ausbildungszahlen in der Branche, die auch mit der veränderten Wettbewerbssituation zu tun haben. Seit dem Wegfall der Meisterpflicht kann sich jedermann Raumausstatter nennen und sich selbstständig machen, sogar ohne jemals eine Ausbildung als Raumausstatter abgelegt zu haben. Diese von der Politik gewollte sogenannte Liberalisierung wirkt sich seit einiger Zeit negativ auf die Ausbildung aus.

Die ohnehin nicht üppigen Ausbildungszahlen sanken deutlich. Um den Abwärtstrend zu stoppen plädierten die Innungsfachbetriebe auf ihrer Jahreshauptversammlung für die Einführung von Blockunterricht. „Mit dem Votum wollen wir die Rahmenbedingungen für die Ausbildung verbessern“, sagte Obermeisterin Christina Schöllhorn (Gensungen). Ein Vorteil der Blockbeschulung sei, dass die Berufsschule dann nicht mehr wöchentlich stattfinde, sondern jeweils eine ganze Woche. Damit werden besonders Auszubildende aus der Region entlastet, die nun deutlich weniger nach Kassel pendeln müssen, weil sie alternativ im Internat übernachten könnten. Zudem ergebe sich für die Auszubildenden und die Betriebe eine höhere Planungssicherheit, weil die Schulzeiten frühzeitig planbar sind.

Viel Wettbewerb, wenig Ausbildung
Wie auch immer die Veränderungen im Ablauf der Ausbildung aussehen werden, ein Kernproblem bleibt für die Ausbildungsbetriebe weiter bestehen. Durch die Vielzahl der neuen Betriebe ohne Qualifikation leiden die Preise und werden Ausbildungsbetriebe gefährdet. Ausgebildet wird immer weniger. „Wer lernt schon drei Jahre einen Beruf, wenn er ihn ohne teure Ausbildung sowieso ausüben darf?“, stellt Obermeisterin Christina Schöllhorn die Frage eher rhetorisch. Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen wissen, dass Qualifikation und Können in der Branche das A und O ist. Trotz aller Probleme um den geeigneten Berufsnachwuchs, sind die Innungsfachbetriebe mit der Auftragslage sehr zufrieden. „Qualität zahlt sich letztlich aus, auch wenn durch die politischen Rahmenbedingungen der Wettbewerb verzerrt wird und Ausbildung behindere“. sagte Schöllhorn. So rechnet die Innung auch im laufenden Jahr mit einer guten Auftrags- und Beschäftigungslage. (red)



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