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Krankheiten des Kreislaufsystems bleiben Todesursache Nummer eins

Hessen. Im Jahr 2015 verstarben 66 530 hessische Einwohnerinnen und Einwohner, rund 9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Davon waren 34 130 Frauen. Wie das Hessische Statistische Landesamt weiter mitteilt, führten bei 38 Prozent (25 100 Personen) aller Gestorbenen  Krankheiten des Kreislaufsystems zum Tod. Wie schon in den Vorjahren waren diese Erkrankungen die mit Abstand häufigste Todesursache. Bei Frauen waren Kreislauferkrankungen für 41 Prozent aller Todesfälle ursächlich; Männer waren mit einem Anteil von gut 34 Prozent geringer betroffen.

Auch wenn die Kreislauferkrankungen im Jahr 2015 mit 38 Prozent die Todesursache Nummer eins bildeten, ist ihr Anteil an den Todesursachen im Zeitablauf rückläufig: Im Jahr 1998 verursachte dieses Krankheitsbild 46 Prozent aller Todesfälle.

Bösartige Neubildungen und weitere Todesursachen
Bösartige Neubildungen (Krebs) waren mit rund 15 900 Gestorbenen bzw. in annähernd jedem vierten Todesfall die zweithäufigste Todesursache. Durch Krebs verstarben Männer (27 Prozent) häufiger als Frauen (21 Prozent). Den weitaus größten Anteil an diesem Krankheitsbild hatten mit fast 31 Prozent die bösartigen Neubildungen der Verdauungsorgane. Es folgten Krebserkrankungen der Atmungsorgane mit einem Fünftel. Bösartige Neubildungen des lymphatischen, blutbildenden und verwandten Gewebes führten zu 1360 Todesfällen (8,6 Prozent). An Brustkrebs verstarben 1330 Menschen (davon gut 1 Prozent Männer). Bei den krebsbedingten Sterbefällen lag der Anteil an allen Todesursachen im Jahr 2015 bei 23,9 Prozent. Dies entspricht dem Wert von 1999 und ist der niedrigste seit 16 Jahren.

Mit rund 5100 Gestorbenen (davon 2700 Männer) bzw. einem Anteil von 7,6 Prozent an allen Todesfällen, waren Krankheiten des Atmungssystems die dritthäufigste Todesursache im Berichtszeitraum. Gegenüber dem Vorjahr (4040 Gestorbene) stiegen die durch dieses Grundleiden verursachten Sterbefälle um gut ein Viertel an.

Psychische und Verhaltensstörungen waren ursächlich für 3500 Sterbefälle (davon 2150 Frauen). Die mit Abstand größte Ausprägung bildete hier die Demenzerkrankung, deren Folgen bei 3000 Menschen zum Tode führten. Das waren 530 Fälle oder 22 Prozent mehr als im Jahr 2014. Gegenüber 2014 war dies eine Zunahme von knapp 22 Prozent oder 530 Sterbefällen. In den letzten Jahren war hier eine stetige Zunahme zu beobachten.

Krankheiten des Verdauungssystems sowie Endokrine-, Ernährungs- und Stoffwechselerkrankungen (jeweils 2800 Sterbefälle) waren die nächsthäufigsten Todesursachen; an Erkrankungen des Urogenitalsystems verstarben rund 1800 Menschen.

Nichtnatürliche Todesursachen
An Verletzungen, Vergiftungen und bestimmten anderen Folgen äußerer Ursachen verstarben 3000 Personen (4,6 Prozent an allen Todesfällen). Stürze führten in 1000 Fällen (1,5 Prozent) zum Tod, Suizid begingen 770 Menschen.

Alter der Verstorbenen
Im Jahr 2015 waren 86 Prozent aller Verstorbenen 65 Jahre oder älter. Je nach Todesursache gab es jedoch erhebliche Altersunterschiede. Waren bei den Kreislauferkrankungen, den Erkrankungen des Atmungssystems oder auch bei psychischen Erkrankungen über 90 Prozent der Gestorbenen älter als 65 Jahre, führten z. B. bösartige Neubildungen bei vielen Menschen schon weit früher zum Tod: Mehr als jeder Fünfte der an diesem Krankheitsbild gestorbenen Menschen verstarb vor Vollendung des 65. Lebensjahres. (red)



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