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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Seniorin um mehrere tausend Euro betrogen

Borken. Eine 73-jährige Borkenerin wurde in den letzten Tagen um mehrere tausend Euro betrogen, indem ihr ein Strafverfahren angedroht wurde, aus welchem sie sich „freikaufen“ könne. Die Seniorin erhielt am 8. August 2016 einen Anruf von einer Frau, welche sich als Staatsanwältin vorvorstellte. Diese teilte ihr mit, dass an diesem Tag in Frankfurt eine Verhandlung gegen die Seniorin und ihren Mann sei. Im Gespräch schlug die „Staatsanwältin“ der Seniorin vor, dass man die „Sache“ mit einer Zahlung von 2.990 Euro aus der Welt schaffen könne. Weiterhin wurde eine Rückrufnummer in Frankfurt/ Main sowie die Kontodaten für die Überweisung genannt.

Die Seniorin überwies noch am gleichen Tag das Geld. Drei Tage später meldete sich die angebliche Staatsanwältin erneut und forderte 2.350 Euro, damit alles erledigt sei. Auch dieser Betrag wurde von der Seniorin überwiesen. Anfang dieser Woche erfolgte wieder ein Anruf der Staatsanwältin und sie forderte 3.500 Euro für die entstandenen Auslagen. Da sich die angebliche Staatsanwältin auch mit dem Doppelnamen Bermann-Schneider meldete wurde die Seniorin stutzig. Zusammen mit einem Bankmitarbeiter stellte sie dann fest, dass sie einer Betrugsmasche aufgesessen war.

Am Mittwoch meldete sich die „Staatsanwältin“ erneut und forderte wieder die 3.500 Euro. Auf Anraten ihrer Bank erstatte die Seniorin nun Anzeige bei der Polizei. Von der Polizei wurde ein Betrugsverfahren eingeleitet.

Tipps der Polizei: Seien Sie misstrauisch, wenn jemand am Telefon Gewinne verspricht oder Sie mit kommenden negativen Ereignissen unter Druck setzten will. Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert. Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich die Person ist, die sie vorgibt zu sein: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Übergeben oder überweisen Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige. (ots)



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