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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Viele Schüler im Kreis suchen noch Ausbildungsplatz

Kathrin Harth, Jugendbildungsreferentin der DGB-Jugend Nordhessen. Foto: nhSchwalm-Eder. Im Schwalm-Eder-Kreis sind zum Ausbildungsstart viele Bewerber noch ohne einen Ausbildungsplatz. Nach der jüngsten Ausbildungsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit stehen den 1231 gemeldeten Ausbildungssuchenden 1043 betriebliche Ausbildungsstellen gegenüber. „Das zeigt, Betriebe bilden immer noch nicht genug aus. Wir brauchen deshalb eine Ausbildungsgarantie, das heißt alle ausbildungsinteressierten jungen Menschen erhalten ein betriebliches Ausbildungsangebot“, betont Kathrin Harth, Jugendbildungsreferentin der DGB-Jugend Nordhessen.

Gerade in ländlichen Räumen sei das Klagelied eines Azubi-Mangels oft am lautesten zu vernehmen. „Gibt es ausbildungsinteressierte junge Menschen in den Regionen, wie im Schwalm-Eder-Kreis, dann müssen diese auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und dem damit drohenden Fachkräftemängel, wohnortnah und qualifiziert ausgebildet werden!“, bekräftigt Harth.

Ausbildungsreport 2016 sieht duale Ausbildung in Gefahr
Der gestern erschienene Ausbildungsreport der DGB-Jugend, repräsentativ wurden über 13.000 Jugendliche befragt, zeigt, dass es erhebliche Unzufriedenheit und Mängel in der Ausbildung gibt. Ein Drittel der Auszubildende verfügt danach über keinen betrieblichen Ausbildungsplan, regelmäßig müssen Überstunden geleistet und ausbildungsfremde Tätigkeiten ausübt werden. Dies gelte nicht nur für die bekannten „Problem-Branchen“ wie Hotel- und Gaststättengewerbe sowie das Lebensmittelhandwerk, wo die Belastung der Jugendlichen oft besonders hoch ist. Die DGB-Jugend fordere deshalb klare gesetzliche Regelungen, die die Jugendlichen vor Mehrarbeit und überlangen Arbeitszeiten schützen.

Die Ergebnisse des Reports, der in diesem Jahr psychische Belastungen als Schwerpunkt thematisiert, zeigen: „Viele Jugendliche stehen unter hohem Druck. Sie können sich in ihrer Freizeit nur noch schlecht erholen. Schlechte Ausbildungsqualität macht krank“, kritisiert Harth. „Einzelne Branchen und Betriebe kommen ihrer Verantwortung nach einer guten Ausbildung nicht nach und gefährden damit die duale Ausbildung in Deutschland“, so Harth weiter.

Der Gesetzgeber dürfe das Duale System nicht gegen die Wand fahren lassen. Die DGB-Jugend fordert deshalb vor dem Hintergrund der anstehenden Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG), das die Berufsausbildung regelt, unter anderem: Keine Beschäftigung mehr, die über die wöchentlich vereinbarte Ausbildungszeit hinausgeht, Vermeidung ausbildungsfremder Tätigkeiten sowie unbefristete Weiterbeschäftigung von ausgebildeten Fachkräften. (red)



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