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MT mit achtbarem 25:29 gegen Flensburg

Johannes Sellin in Aktion. Foto: Alibek Käsler

Johannes Sellin in Aktion. Foto: Alibek Käsler

Flensburg/Melsungen. Die MT konnte den Vorjahres-Coup, als sie in Flensburg knapp gewann, nicht wiederholen. Am fünften Spieltag der DKB Handball-Bundesliga zogen sich die Nordhessen dennoch mit 25:29 gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter sehr achtbar aus der Affäre. Nach einem 11:16-Halbzeitrückstand konnte die zweite Spielhälfte sogar knapp gewonnen werden. Letztlich verhinderten einige ausgelassene Chancen und technische Fehler ein engeres Endresultat. Die besten Torschützen in der mit 5.687 Zuschauern nicht ausverkauften Flens-Arena waren auf beiden Seiten die jeweiligen Flügelspieler. Für die SG Flensburg/Handewitt traf Anders Eggert (9/4) und für die MT Melsungen Johannes Sellin (ebenfalls 9/4) am häufigsten.

Auch wenn MT-Goalgetter Momir Rnic im ersten Angriff des Spiels für das 0:1 sorgte, gehörten die folgenden 10 Minuten voll und ganz den Hausherren. Nach dem Ausgleich durch Flensburgs Rechtsaußen Svan kassierte Felix Danner aufgrund eines Fouls eine Zeitstrafe, den fälligen Siebenmeter verwandelte Eggert zur ersten SG-Führung.

Knapp sechseinhalb Minuten später hatte Glandorf mit seinem zweiten Tor bereits das 6:1 herausgeworfen, zwischendurch war Danner nach herrlichem Anspiel von Rnic freistehend an Andersson gescheitert. Michael Roth nahm eine Auszeit. Danach gelang Sellin das 6:2. Vuckovic, der den Part des verletzungsbedingt fehlenden Spielmachers Fahlgren eingenommen hatte, hatte das 6:3 auf der Hand. Doch auch da war Andersson zur Stelle. Hinten versuchte die MT mit einer 5:1-Abwehr den Flensburger Angriff aus dem Konzept zu bringen. Was allerdings nicht recht gelingen wollte. Einerseits war der gut aufgelegte Glandorf über Halbrechts kaum zu halten, andererseits wurden die Fehler im Angriff mit schnellen Gegentoren bestraft (Eggert, Svan).

Etwa 18 Minuten waren beim Stand von 10:5 gespielt, als der MT ein kleiner Lauf gelang. Den Anfang machte Timm Schneider, danach schickte Verkic nach einer Parade Allendorf mit einem Traumpass auf die Reise, die der Linksaußen zum 10:7 abschloss. Und als Rnic geschickt einen Strafwurf herausgeholt hatte, ergriff Sellin die Gelegenheit, um auf zwei Tore zu verkürzen (10:8, 21.).

Leider – aus MT-Sicht – fanden die Nordlichter schnell wieder zu ihrem Spiel zurück. Daran konnte auch der zwischenzeitlich für Verkic eingewechselte Sjöstrand nichts ändern. Der Schwede musste im ersten Spiel nach seiner gut zweimonatigen Verletzungspause gleich einen Strafwurf von Eggert passieren lassen und war in der Schlussphase des ersten Durchgangs auch gegen die Würfe von Svan und Glandorf machtlos. Beim 16:11 gings in die Kabinen.

Auch wenn die Vormachtstellung der Flensburger offensichtlich war, wollten sich die Nordhessen keinesfalls ihrem Schicksal ergeben. Bei den Zwischenständen von 19:15 oder 21:17, wären jeweils Gelegenheiten gewesen, noch dichter heran zu kommen. Eben noch hatte sich Michael Müller mit einer feinen Finte erfolgreich durchgesetzt, als postwendend  Anders Eggert die aufkeimende Hoffnung auf Resultatsverkürzung wieder zunichte machte. Oder aber sich die MT selbst jeweils ein Bein stellte. Fehlpass Danner – Gegentreffer durch Toft Hansen; Sellin mit Siebenmeter-Heber an die Latte – Gegentreffer durch den für Glandorf eingewechselten Jakobsson; Allendorf mit Siebenmeterwurf an den Pfosten – das alles passierte zwischen der 44. und 47. Minute.

Nur gut, dass der MT-Kapitän dann mit seinem Treffer zum 25:19 und Jeffrey Boomhouwer per frechem Dreher zum 25:20 dem Spuk zumindest vorübergehend ein Ende machten. Flensburgs Trainer Ljubomir Vranjes sah sich zur Auszeit genötigt. Kurz vorher hatte Michael Roth Johannes Golla auf die Spitze der 5:1-Abwehrformation beordert und vorne für Sellin auf Rechtsaußen.

Die MT hielt ihr Engagement hoch, machte nun weniger Fehler und nutzte bis zum Schluss fast alle sich noch bietenden Chancen. So gingen die letzten 10 Minuten des Spiels nicht unverdient an die Rotweissen, wenngleich sie dadurch den Sieg der Hausherren insgesamt nicht mehr gefährden konnten. Das 25:29 geht jedenfalls voll in Ordnung, die SG Flensburg/Handewitt zeigte einmal mehr, dass sie imstande ist, in dieser Saison ganz Großes zu erreichen. Auf der anderen Seite präsentierte sich die MT zwar etwas unglücklich, aber streckenweise mit guten Ansätzen, die auf bessere Ergebnisse in den Spielen im Oktober hoffen lassen.

Michael Roth: Wir hatten keinen guten Start. Durch einige liegengelassenen Chancen, darunter auch freie Bälle, gerieten wir schnell in Rückstand. Genau das, was wir nicht wollten, ist uns passiert, nämlich Mattias Andersson warm zu werfen. Das hat recht früh dazu geführt, dass wir keinerlei Sicherheit aufbauen konnten, wie auch in der Folgezeit  immer wieder zu sehen war. Beim 10:8 gegen Ende der ersten Hälfte waren wir zwar dicht dran, haben dann aber auch wieder einfache Fehler gemacht. Zudem haben einige unserer Leistungsträger keinen guten Tag erwischt. Dass aber die Moral gestimmt hat, zeigt  die zweite Halbzeit, die wir sogar knapp gewonnen haben. Jetzt werden wir bis zum Wochenende noch zwei leichte Trainingseinheiten absolvieren und danach eine kurze Regeneration einlegen, in der sich hoffentlich Patrik Fahlgren und die heute angeschlagen aus dem Spiel herausgegangenen Felix Danner und Michael Müller auskurieren können. Ab Montag werden wir uns auf den ganz sicher sehr anstrengenden Oktober vorbereiten.

SG Flensburg-Handewitt – MT Melsungen 29:25 (16:11)

SG Flensburg-Handewitt: Andersson (37 %), Moeller (0 %) – Karlsson, Eggert (9/4), Glandorf (7), Mogensen (2), Svan (6), Djordjic, Jakobsson (3), Heinl, Zachariassen, Toft Hansen (1), Mahé, Horvat (1).

MT Melsungen: Sjöstrand (9 %), Verkic (26 %)  – Maric (3), Sellin (9/4), Danner, P. Müller, Boomhouwer (2), Rnic (5/2), Schneider (1), Allendorf (1), Vuckovic (2), M. Müller (2), Haenen.

Schiedsrichter: Lars Geipel (Leipzig) / Marcus Helbig (Landsberg)

Zeitstrafen: 10 – 6 Minuten (2x Mogensen, Svan, Zachariassen, Mahé – Danner, Schneider, M. Müller)

Siebenmeter: 5/4 – 8/6 (Eggert scheitert an Verkic, 51. Min. – Sellin trifft die Latte, 46.; Allendorf trifft den Pfosten, 47.)

Zuschauer: 5.687, Flens-Arena, Flensburg

Das nächste Spiel:
Sa., 1. Oktober 2016, 19 Uhr: MT – Frisch Auf Göppingen, Rothenbach-Halle, Messe Kassel.

(Bernd Kaiser)



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