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MT verliert 20:23 in Leipzig

Foto: Alibek Käsler

Foto: Alibek Käsler

Leipzig/Melsungen. Böse Überraschung für die MT Melsungen in Sachsen: Statt den gegen Göppingen gezeigten Aufwärtstrend fortzusetzen, erleidet das Roth-Team beim Tabellenzehnten SC DHfK Leipzig einen herben Rückschlag. Nach einer völlig verpatzten ersten Halbzeit und einem 10:15-Rückstand steigerten sich die Rotweissen im zweiten Durchgang vorne wie hinten – hier vor allem Torwart Johan Sjöstrand –  erheblich. Doch trotz eines 4:0-Laufs kurz nach Wiederanpfiff reichte es nicht, um das Spiel noch umzubiegen. Beste Torschützen in der mit 3.582 Zuschauern nicht ganz ausverkaufte Arena Leipzig waren für die MT Johannes Sellin (8/6) und für Leipzig Niclas Pieczkowski (6). Durch diese Niederlage ist die MT auf Platz 16 abgerutscht.

In der ersten Halbzeit lief bei der MT kaum etwas zusammen. Der 0:1-Rückstand wurde zwar postwendend ausgeglichen (Johannes Sellin), doch schnell setzte sich der kämpferisch stark agierende Gastgeber mit 4:1 ab. Dank zweier Treffer von Kreisläufer Benjamin Meschke und einem durch Linksaussen Lukas Binder. Zuvor war Michael Allendorf von der Siebenmeterlinie an Milos Putera gescheitert und Momir Rnic hatte einen Ball neben das Leipziger Gehäuse gesetzt.

Als seine Mannschaft nach einer knappen Viertelstunde mit 3:7 im Rückstand lag, nahm Trainer Michael Roth die erste Auszeit. Gebracht hat sie in der Folge allerdings nichts. Während die Hausherren weiter munter drauf los spielten, taten sich die Gäste zusehends schwer. Mal kamen die Bälle nicht beim Mitspieler an, mal stand der ausgezeichnete Putera im Weg, mal bekam man in der Abwehr keinen Zugriff. So konnte sich das Prokop-Team bis zur Pause einen eigentlich beruhigenden 15:10-Vorsprung herausarbeiten. Symptomatisch für den bis dahin gezeigten Auftritt beider Teams war der letzte Treffer vor dem Gang in die Kabinen. Nenad Vuckovic hatte auf 14:10 verkürzt, es waren nur noch Sekunden bis zum Pausenpfiff. Die aber nutzte der SC perfekt mit einem schnell ausgeführten Mittelanwurf und einem aus 15 Metern abgefeuerten Ball von Niclas Pieczkowski, der zum 15:10 im oberen Eck des MT-Gehäuses einschlug.

Auch wenn der erste Treffer nach Wiederanpfiff den Gastgebern gehörte (erneut Pieczkowski) war in der Folge unübersehbar, dass  nun eine andere MT auf dem Feld stand. In der Abwehr bissig, der Mittelblock kaum überwindbar und vorne mit mehr Konzentration auf dem Weg zum Tor. Der Lohn der Anstrengungen: Mit einem 4:0-Lauf (Vuckovic, Boomhouwer, Sellin, M. Müller) hatte sich die MT bis zur 45. Minute auf 16:14 herangekämpft. Und das war noch nicht alles. Zuvor gab es eine Schrecksekunde, als MT-Linksaussen Jeffrey Boomhouwer nach einer Verletzung mit einer Trage vom Feld musste

Fünf Minuten später, die in der ersten Halbzeit noch so cool auftrumpfenden Grünweissen hatte längst das Nervenflattern ereilt, stand die Partie wiederum an der Schwelle zur Wende. Rojewski hatte zum 19:17 getroffen, woraufhin sich MT-Kapitän Michael Müller gleich zweimal in Folge durchtankte und nach dem Anschluss- auch noch den Ausgleichstreffer zum 19:19 erzielte. Auch auf das 20:19 von Meschke wusste die MT zu antworten – Fahlgren glich wieder aus. Damit stand das Spiel 3 Minuten vor dem Ende tatsächlich auf des Messers Schneide.

Warum es der MT dann letztendlich doch nicht mehr gelang, das Ruder vollends herum zu reissen, muss man wohl auch etwas am fehlenden Glück festmachen, was man bekanntlich genau dann nicht hat, wenn man es braucht. Pieczkowski gelang das 21:20 und danach kaufte Putera Michael Müller mit tollem Reflex einen Ball ab. Selbst als anschließend Binder von Linksaussen den sich im zweiten Durchgang deutlich steigernden Sjöstrand zum 22:20 überwand, war noch nicht aller Tage Abend. Denn der Torschütze erhielt kurz darauf eine Zwei-Minuten-Strafe. Die MT hatte damit die beiden letzten Minuten des Spiels Überzahl, konnte dann aber zwei Gelegenheiten zum möglichen Ausgleich nicht nutzen. Stattdessen besiegelte Meschke mit seinem fünften Treffer vom Kreis die MT-Niederlage in Leipzig.

Michael Roth zum Spiel:
Einen solchen Rückstand, wie wir in der ersten Halbzeit hinnehmen mussten, kann man nur schwer aufholen. Wir haben hier sehr fahrlässig gespielt und weder in der Abwehr noch im Angriff unsere Linie gefunden. Das drückte sich schon in der Körpersprache aus. In der Pause gab es dann tatsächlich eine Kabinenpredigt. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel in eine andere Richtung drehen können, allerdings hat es am Ende nicht mehr gereicht. Derzeit sind einfach zu viele Spieler sozusagen ‘neben der Kappe’. Dass von Spielern wie Momir Rnic, Philipp Müller, Timm Schneider oder Michael Allendorf aber auch kein einziger ein Tor wirft, ist schon wirklich sehr ungewöhnlich. Das macht natürlich niemand absichtlich, es fehlt vielen einfach die Sicherheit. Der einzige, der heute Normalform hatte, war Johan Sjöstrand im Tor. Und das nach langer Verletzungspause. Das spricht Bände. Nach dem Sieg gegen Göppingen dachten wohl die meisten, das geht jetzt so einfach weiter. Aber spätestens nach dieser Niederlage gegen Leipzig sollte auch der Letzte aufwachen und merken, dass man aus einem solchen Tief nicht automatisch herauskommt. Wir haben heute deutlich gesehen, dass Anspruch und Wirklichkeit derzeit stark auseinanderklaffen. Es geht jetzt nur über den Kampf, fürs Schönspielen gibt es bekanntlich kein Punkte. Wie heisst es doch in einem Sprichwort sehr drastisch: Wer unten ist, muss auch mal bereit sein, Dreck zu fressen.

Statistik
SC DHfK Leipzig: Putera (13 Paraden), Vortmann (1 P.) – Semper, Steinert 3, Rojewski 3/1, Jurdzs, Oehlrich, Binder 5, Janke, Pieczkowski 6, Roscheck, Meschke 5, Becvar 1, Milosevic.

MT Melsungen: Sjöstrand (11 Paraden), Verkic (0 P.) – Maric, Sellin 8/6, Fahlgren 1, Danner, P. Müller, Boomhouwer 1, Rnic, Schneider, Allendorf, Vuckovic 5, Jaanimaa 1, M. Müller 4.

Schiedsrichter: Nils Blümel / Jörg Loppaschewski (Berlin)

Zeitstrafen: 4 – 4 Minuten (2x Meschke – Maric, M. Müller); Disqualifikation Schneider (46. Min.).

Strafwürfe: 2/1 – 8/6 (Rojewski scheitert an Sjöstrand, 34. Min. – Allendorf scheitert an Putera, 8. Min.; Sellin scheitert an Vortmann, 50. Min.)

Zuschauer: 3.582, Arena Leipzig

Spielfilm: 1:0 (3.), 3:1 (5.), 4:2 (9.), 6:2 (13.), 8:4 (16.), 10:4 (20.), 11:6 (23.), 13:6 (25.), 13:8 (28.), 15:10 (HZ), 16:10 (31.), 16:11 (35.), 16:14 (40.), 18:17 (50.), 19:19 (55.), 21:20 (57.), 22:20 (59.), 23:20 (60.), 23:20 (EN)

Das nächste Spiel:
Sonntag, 16. Oktober 2016, 17.15 Uhr, MT Melsungen – TVB Stuttgart, Rothenbach-Halle, Messe Kassel.

(Bernd Kaiser)



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