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DAK informiert über Pflegereform: Das ändert sich 2017

Schwalm-Eder. Für Pflegebedürftige und deren Angehörige wird sich bald einiges ändern: Zum Jahreswechsel greift die bislang größte Pflegereform. Um die vielen Fragen zu beantworten, geht die DAK-Gesundheit aktiv auf ihre Versicherten zu: Pflegebedürftige im Schwalm-Eder-Kreis bekommen in den nächsten Tagen Post mit den wichtigsten Informationen. Das System der Pflegestufen wird zum Jahreswechsel reformiert: statt drei Stufen gibt es dann fünf Pflegegrade. DAK-Versicherte im Schwalm-Eder-Kreis, die eine Pflegestufe haben, bekommen bis spätestens Mitte Dezember einen Brief mit ihrem neuen Pflegegrad. Ein neuer Antrag ist nicht nötig, Pflegebedürftige werden automatisch in das neue System übergeleitet.

Niemand wird schlechter gestellt
Der Vorteil des neuen Systems: Eine feinere Abstufung kann den individuellen Bedürfnissen der Pflegebedürftigen besser gerecht werden. Wer bereits eine Pflegestufe hat, wird automatisch einen Grad höher eingestuft. Menschen mit Demenz rücken zwei Grade höher. „Niemand muss sich Sorgen machen, künftig weniger Pflegeleistungen zu bekommen als bisher“, sagt Sandra Kater, Leiterin der DAK-Gesundheit im Schwalm-Eder-Kreis. „Im Gegenteil: Viele Pflegebedürftige werden mit dem neuen System besser gestellt sein.“

Pflegebedürftigkeit neu definiert
Die Pflegegrade hängen mit einer neuen Definition von Pflegebedürftigkeit zusammen. Ab 2017 spielen auch geistige Einschränkungen wie Demenz eine Rolle, wenn die Pflegebedürftigkeit von Menschen bewertet wird. „Das ist ein wichtiger Schritt“, sagt Waltemode. „Bisher werden demenzielle Erkrankungen nicht berücksichtigt, obwohl sie sehr großen Einfluss auf die Selbstständigkeit haben. Diesen Fehler hat der Gesetzgeber nun korrigiert.“

Neben diesen großen Veränderungen gibt es neue Regelungen für zahlreiche Pflegeleistungen. Darüber informiert die DAK-Gesundheit mit einer Broschüre, die den Briefen an die Versicherten beiliegt. Alle wichtigen Informationen zur Pflegereform gibt es auch auf der DAK-Webseite unter www.dak.de/pflegereform. (red)



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Ein Kommentar zu “DAK informiert über Pflegereform: Das ändert sich 2017”

  1. Jana Krasse

    Also ich weiß nicht, was ich von dieser Pflegereform 2017 halten soll. Wenn ich mir den letzten Absatz noch einmal genauer durchlese, und sehe, die Leistungen für Heimbewohner (mit EA) erfahren eine deutliche Steigerung, gibt es für mich zwei Lesarten dieses Abschnitts.
    Zum Einen: Angehörige werden ihre pflegebedürftigen Mitmenschen vielleicht doch das eine oder andere Mal lieber ins Heim „abschieben“, wie man ja leider oft sagt. Zum anderen ist es natürlich sehr positiv, dass die finanzielle Unterstützung für Menschen, die es wirklich nötig haben, endlich eine längst überfällige Steigerung erfährt.
    Wenn ich jedoch sehe, wie ausgelastet die Heime sind und das dazugehörige Pflegepersonal ebenso, müsste eigentlich grundlegend etwas an dem deutschen Pflegesystem geändert werden! So kann es nicht weiter gehen. Es wundert glaube ich niemanden mehr, dass kaum jemand den Beruf als Pfleger ergreifen möchte, bei den schlechten Rahmenbedingungen (Schichtarbeit, körperlich hohe Belastung, miese Bezahlung). Da kann man noch so menschenfreundlich und aufgeschlossen sein, keiner möchte das machen.
    Naja aber zurück zum Thema, diese Reform ist eine Sache, die man aus beiden Seiten betrachten sollte. Aber ich denke, wer wirklich über „Risiken und Nebenwirkungen“ aufgeklärt werden will, sollte sich von Fachleuten beraten und informieren lassen, auch in Abstimmung auf die individuelle Situation eines pflegebedürftigen Angehörigen.

    Ein persönlicher Hinweis, kostenlose Beratung gibt es bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland, zur Pflegereform wurde extra ein Themenspecial auf der Website eingerichtet (https://www.patientenberatung.de/de/gesundheit/themenspecial/themenspecial-pflegereform-2017), finde ich sehr interessant und aufschlussreich, wenn man auch einige Zahlen an die Hand bekommen möchte.
    All denjenigen, die noch nicht genau wissen, was diese Reform bringt, wünsche ich viel Erfolg es herauszufinden und zum Wohle der Angehörigen zu handeln 🙂


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