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MT in Berlin: Wer von beiden beendet seine Durststrecke?

Tritt in Berlin an alter Wirkungsstätte auf: Johannes Sellin. Foto: Alibek Käsler

Tritt in Berlin an alter Wirkungsstätte auf: Johannes Sellin. Foto: Alibek Käsler

Berlin/Melsungen. Am 14. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga muss die MT Melsungen bei den Füchsen Berlin antreten. Nach der Niederlagenserie gegen Balingen, Wetzlar und Kiel sehnen sich die Nordhessen nach einem Erfolgserlebnis. Den Berlinern geht es nach vier sieglosen Spielen ganz genauso. Nichtsdestotrotz ist die MT als Tabellenelfter beim Viertplatzierten zumindest auf dem Papier in der klaren Außenseiterrolle. Die Begegnung steigt am heutigen Mittwoch um 20.15 Uhr in der Berliner Max-Schmeling-Halle.

Mehr als ein Drittel dieser Saison ist bereits absolviert und die MT-Handballer sind weiterhin auf der Suche nach ihrer Form und nach konstanten Leistungen. Nach dem schwachen Saisonstart machte der Oktober so richtig Mut. Mit vier Siegen aus fünf Spielen wurde fast das Optimum erreicht. Doch schon im Folgemonat erlosch der Silberstreif am Horizont abrupt. Sowohl in Balingen, als auch zu Hause gegen Wetzlar und Kiel gaben die Rotweißen jeweils beide Punkte ab. Zugegeben, ein Sieg gegen den Tabellenführer aus dem hohen Norden wäre eine Sensation gewesen, Erfolge gegen die beiden vorhergehenden Gegner indes durchaus machbar.

Geerken: Zu viel Verkrampfung, zu wenig Spaß
“Wir können nichts beschönigen, es läuft nicht rund bei uns”, gibt Axel Geerken zu. Der MT-Vorstand weiter: “Vieles, was wir auf dem Spielfeld machen, wirkt verkrampft, es ist zu wenig Spaß im Spiel. Dabei muss man der Mannschaft bescheinigen, dass sie sich in puncto Kampf und Einsatzwillen nichts hat zu Schulden kommen lassen. Fakt ist aber auch, dass in dieser Saison gleich mehrere Leistungsträger bislang nicht das Niveau gezeigt haben, das wir von ihnen gewohnt sind. Demgegenüber gibt es aber auch Positives. So haben sich zuletzt auch solche Spieler mit guten Leistungen empfohlen, die zuvor nicht so häufig zum Einsatz gekommen sind. Das kann auch ein Fingerzeig für die nächsten Spiele sein”.

Geerkens Anspielung zielt dabei wohl vor allem auf Timm Schneider und Dener Jaanimaa, die gegen Kiel viel frischen Wind in den Rückraum brachten, wobei Jaanimaa noch obendrein mit 7 blitzsauberen Treffern überzeugen konnte. Aber auch Youngster Johannes Golla macht sich immer stärker bemerkbar. Der 19-jährige verdient sich gerade auf der zentralen Abwehrposition gute Noten.

Lichtblick Europapokal vor den heissesten Wochen des Jahres
Wie gut, dass es neben den Niederlagen in der Punkterunde mit den beiden überzeugenden Siegen im Europapokal gegen den kroatischen Vertreter HC Zamet auch Lichtblicke gab. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil der MT jetzt ein geradezu höllischer Jahresendspurt bevorsteht. Sage und schreibe Sechs Spiele innerhalb von 21 Tagen sind zu absolvieren. Das Spiel am Mittwoch in Berlin ist der Auftakt in die heissesten Wochen des Jahres, Finale ist am 27. Dezember zuhause mit dem Knüller gegen Flensburg/Handewitt.

Doch zurück zum kommenden Gegner: Die Füchse dürfen sich durchaus zu den Überraschungsmannschaften der bisherigen Saison zählen. Der letztjährigen Tabellenfünfte ist momentan das einzige Team, welches den drei Titelkandidaten Kiel, Flensburg und Rhein-Neckar Löwen noch folgen kann. Nach Minuspunkten gerechnet trennen die Hauptstädter und das Führungstrio nur vier Zähler. Mit ebenfalls vier Punkten Abstand liegt auf der anderen Seite hinter den Berlinern übrigens der SC DHfK Leipzig und sorgt in seinem zweiten Erstligajahr geradezu für Furore.

MT und Füchse haben im Vergleich zur Vorsaison die Rollen getauscht
Beim Vergleich der Füchse mit der MT in dieser und in letzter Saison muss man zu dem Schluss kommen, dass beide Mannschaften die Rollen getauscht haben. Konnte im Vorjahr die MT die Gunst des Spielplans nutzen und sich recht früh hinter den drei Topfavoriten festsetzen, so gelang das jetzt nahezu identisch den Hauptstädtern. Bis auf Kiel und die Rhein-Neckar Löwen waren alle anderen Gegner unter der Rubrik “schlagbar” einzuordnen. Dass aber auch für das Team von Trainer Erlingur Richardsson die Bäume nicht in den Himmel wachsen, haben die Punktverluste in Magdeburg, zuhause gegen Leipzig und zuletzt in Gummersbach gezeigt. Schadlos hingegen hielt man sich – genau wie die MT – im EHF-Cup, wo die Slowenen aus Gorenje Velenje bezwungen werden konnten. Insofern ähneln sich die Ausgangssituationen der Nordhessen und der Berliner vor dem Aufeinandertreffen stark: Beide warten in der Liga schon seit längerem auf einen Sieg. Mal sehen, wer von beiden seine Durststrecke am Mittwoch beenden kann.

Bisherige Ligavergleiche:
18 Spiele,10 Siege Berlin, 5 Siege MT, 3 Remis.
Die letzten beiden Spiele:
14.02.2016, Füchse Berlin – MT Melsungen 23:24
22.08.2015, MT Melsungen – Füchse Berlin 23:20

Schiedsrichter in Berlin:
Michael Kilp (Oberursel) / Christoph Maier (Steinbach); DHB-Spielaufsicht: Lars Schaller.

Berichterstattung:
Auf twitter.com/mt_fanreporter informiert MT-Fanreporterin Antje Langhorst.

(Bernd Kaiser)



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