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MT-Mittelstreckler bewiesen Kondition in Paderborn

Das erfolgreiche MT-Team im Ahorn-Sportpark von Paderborn. Foto: nh

Das erfolgreiche MT-Team im Ahorn-Sportpark von Paderborn. Foto: nh

Paderborn/Melsungen. Auch beim Hallenmeeting des LC Paderborn waren die Leichtathleten der MT 1861 Melsungen mit drei Siegen, drei zweiten und drei dritten Plätzen sehr erfolgreich. Fast 500 Athleten bevölkerten am Wochenende den dortigen Ahorn-Sportpark und überprüften ihre Leistungen für die bevorstehenden Hallenmeisterschaften in vier Wochen. In diesem Leichtathletik-Mekka waren vor allem die Felder in den Sprintwettbewerben riesengroß, denn allein für den 60m-Lauf hatten 241 Athleten ihre Meldung abgegeben.

Während sich bei den Männern die Wiesbadener Michael Pohl (6,83) und Florian Daum (6,93) durchsetzen konnten, nutzten im Frauensprint die schnellen Damen des LC Paderborn ihren Heimvorteil. Mit Chantal Butzek, Siegerin in 7,33 Sekunden und Josefina Elsler – Dritter in 7,63 – standen zwei Sprinterinnen aus Paderborn bei der Siegerehrung auf dem Treppchen. Lara Matheis (Gießen-Wieseck) verhinderte mit ihren 7,48 Sekunden einen Paderborner Doppelsieg.

Nach 8,11 Sekunden über 60 Meter holte sich Katharina Wagner noch den Sieg über 400 Meter mit 62,96 Sekunden. Foto: nh

Nach 8,11 Sekunden über 60 Meter holte sich Katharina Wagner noch den Sieg über 400 Meter mit 62,96 Sekunden. Foto: nh

Katharina Wagner, die bereits bei ihrem 60m-Sieg in Erfurt mit 8,16 Sekunden imponieren konnte, setzte sich auch in Paderborn erneut gut in Szene. Im zweiten von sechs Vorläufen kam sie hinter Lisa Steinlage (Gütersloh) als Zweite nach 8,11 Sekunden ins Ziel und qualifizierte sich für das Finale. Bis 15 Meter vor dem Ziel lag Katharina Wagner mit der 12,20-Läuferin noch auf gleicher Höhe. Erst auf den letzten Metern konnte sich die Steinlage absetzen und diesen schnellen Lauf mit 7,94 Sekunden noch klar für sich entscheiden.

Zum Finale trat die 21-Jährige nicht mehr an, weil sie eine halbe Stunde vorher über 400 Meter an den Start ging. „Ich wollte die Wettkampfatmosphäre einmal über die beiden Hallenrunden schnuppern“, sagte die Studentin für Kunstgeschichte und zeigte auch über 400 Meter ein gutes Rennen. Von Beginn an in Führung liegend, setze sie sich nach 30,5 Sekunden für die ersten 200 Meter mit 62,97 vor Katja Rakusa (LG Lage, 64,57) und Laura Höner (Gütersloh) durch. Um sich die Zeit zwischen dem Sprint und dem 400-Meter-Lauf zu verkürzen, nahm Katharina Wagner noch am Hochsprungwettbewerb teil und landete nach 1,40 Meter auf den zweiten Platz.

Nele Grenzebach, die die sich in Erfurt über 60 Meter auf 8,58 Sekunden verbessert hatte, verabschiedete sich in ihrem letzten Lauf als Jugendliche mit 8,57 und verpasste das Finale der U20 nur knapp.

Die Melsunger Mittelstrecken-Asse Christian Schulz, Aaron Werkmeister und die Brüder Moritz und Marvin Knaust sollten im Ahorn-Sportpark ihre Ausdauer testen und gingen aus diesem Grund innerhalb von zwei Stunden zweimal an den Start. Zunächst stand ein 1000m-Lauf auf dem Programm, zwei Stunden später lief dieses Quartett die selten gelaufene 600m-Strecke.

Sie beeindruckten mit einer guten Ausdauer - Moritz Knaust, Christian Schulz, Aaron Werkmeister und Marvin Knaust. Foto: nh

Sie beeindruckten mit einer guten Ausdauer – Moritz Knaust, Christian Schulz, Aaron Werkmeister und Marvin Knaust. Foto: nh

Erwartungsgemäß demonstrierte Christian Schulz im 1000m-Lauf der U20 ein fulminantes Rennen. Der 19-Jährige, der noch nicht konsequent trainiert und nur zweimal zum wöchentlichen Training erscheint, lief die ersten 400 Meter in rasanten 64 Sekunden an und hatte bei 800 Meter eine Zwischenzeit von 2:13 vorzuweisen. Als das Melsunger Mittelstreckentalent auf der letzten Runde noch einmal vehement antrat und dadurch eine 31er-Schlussrunde hinlegte, holte er mit 2:44,04 hinter Lokalmatador Jan-Erik Wagemann (2:42,92) den zweiten Platz. Im zweiten Lauf demonstrierte Aaron Werkmeister seine verbesserte Ausdauer und verbesserte sich als Sieger auf 2:49,54 Minuten, was ihm in der Gesamtwertung der U20 Platz drei einbrachte.

„Marvin Knaust läuft heute persönliche Bestzeit“ prophezeite Alwin J. Wagner vor dem 1000m-Lauf der U18. Der ansonsten eher tiefstapelnde Trainer wollte beim Wort genommen werden. Sein Schützling hatte auf Grund einer Erkältung etwas weniger trainiert“, so Wagner. Der Jugendliche aus Felsberg lief die 400 Meter in 66 Sekunden an und wurde über 800 Meter mit 2:14 Minuten gestoppt. Mit einem starken Finish überspurtete er wenige Meter vor dem Ziel Niklas Dierkes (Paderborn, 2:52,84) und belegte mit der neuen Bestzeit von 2:52,84 Minuten den zweiten Platz hinter Simon Jaschke (Dorsten, 2:48,25). Noch vor zwei Jahren lief er die 800 Meter gerade Mal in 2:26,73 Minuten. Letztes Jahr verbesserte er sich über 1000 Meter in Uslar auf 3:04,63 Minuten. Beim Paderborner Hallenmeeting unterbot diese Zeit um fast zwölf Sekunden und zeigte mit seinem couragierten Lauf, dass die Leichtathleten im Schwalm-Eder-Kreis auch im Jahr 2017 wieder eine Hoffnung auf der Mittelstrecke im Nachwuchsbereich der U18 haben.

Grund zur Freude hatte auch sein Bruder Moritz, denn der 20-Jährige lief zum ersten Mal die 1000 Meter unter drei Minuten und landete in einem starken Männerfeld mit 2:59,99 Minuten auf Rang sieben.

Start zum 1000m-B-Lauf mit Aaron werkmeister (179), Marvin (180) und Moritz Knaust (177). Foto: nh

Start zum 1000m-B-Lauf mit Aaron werkmeister (179), Marvin (180) und Moritz Knaust (177). Foto: nh

150 Minuten später staunten die Zuschauer über die gute Kondition des Melsunger Quartetts auf der 600m-Strecke, denn für die vier MT-Läufer gab es erneut schnelle Zeiten. „Mit diesen Leistungen habe ich, vor allem nach dem kräftezehrenden 1000m-Lauf, noch nicht gerechnet“, betonte Alwin J. Wagner und freute sich mit seinen Schützlingen über diese starken Leistungen. Obwohl Christian Schulz vor dem 600m-Rennen nervös wirkte, weil er nicht wusste, welche Zeit er laufen konnte, legte er nach dem Start wie der Feuerwehr los und lief die erste Runde in 27,36 Sekunden an. Die 400m-Zwischenmarke passierte der Jugendliche aus Röhrenfurth in 57,35 Sekunden und durchbrach als souveräner Sieger das elektronische Zielband nach 1:27,69 Minuten. Damit verpasste er seinen Freiluftrekord von 1:27,61 Minuten, den er im Rahmen der hessischen Meisterschaften in Erfurt aufgestellt hatte, nur um einen Wimpernschlag. „Nach meinen letzten Trainingsleistungen hatte ich mir eine Zeit knapp unter 1:30 Minuten vorgenommen. Dass ich nach dem 1000m-Lauf noch eine Zeit von 1:27 Minuten gelaufen bin, kann ich kaum zu glauben. Diese Zeit macht mir Mut für die Landesmeisterschaften, wo ich an die zwei Minuten heranlaufen möchte“, gestand der Abiturient, nachdem er sich wieder erholt hatte.

Mächtig ins Zeug legte sich auch Marvin Knaust. Obwohl der 16-Jährige gesundheitlich angeschlagen war, lief er die ersten 200 Meter unter 30 Sekunden. Die Uhr zeigte für ihn noch keine 59 Sekunden, als Marvin in die dritte Runde lief. Nachdem er die letzten 200 Meter in 32 Sekunden zurückgelegt hatte, wurde er als Dritter in der U18 mit 1:32,15 Minuten gestoppt, was darauf hindeutet, dass er die 800 Meter unter 2:06 Minuten laufen kann.

Hinter Christian Schulz und Malte Meyenberg (Osnabrück, 1:31,61) belegte Aaron Werkmeister in 1:34,77 Minuten den dritten Platz in der U20. „Mir fehlt die Grundschnelligkeit, so dass ich alles über die Ausdauer machen muss“, sagte Aaron, der während der Woche in Marburg ein Praktikum absolviert und bei den Landesmeisterschaften der U20 eine 800m-Zeit unter 2:08 Minuten erhofft.

Start zum 1000m-Lauf - Dritter von links Christian Schulz. Foto: nh

Start zum 1000m-Lauf – Dritter von links Christian Schulz. Foto: nh

Die Überraschung des Tages aus Melsunger Sicht war aber Moritz Knaust. Der 20-Jährige zeigte sich nach seiner 1000m-Bestzeit noch motivierter und lief auch ein glänzendes 600m-Rennen. Geplant war eine Zeit knapp unter 1:45 Minuten. Aber Moritz lief die erste Runde bereits in 32 Sekunden an, war im zweiten Abschnitt nur zwei Sekunden langsamer und beendete mit einer 34er Schlussrunde seinen ersten 600m-Lauf. Moritz Knaust freute sich nicht nur über seine 1:40,99 Minuten, sondern war besonders froh, weil er seinen ersten Sieg im MT-Trikot verbuchen konnte. Sowohl Karl-Otto Wilhelmi (Brackwede, 1:41,36) als auch Detlev Niedanowski (Recklinghausen) waren nicht in der Lage, diesen Erfolg des vier Jahren älteren Bruders von Marvin Knaust zu verhindern.

Im 400m-Lauf der Männer stand Tobias Stang auf verlorenem Posten, denn mit Henrik Wallberg (Herford, 49,66) und den beiden Osnabrückern Pütz (51,55) und Köpke (51,62) musste der Dreispringer aus Malsfeld gegen reine 400m-Spezialisten antreten. Tobias Stang, dem ebenfalls einges an der Grundschnelligkeit fehlt, lief die erste Runde in 27 Sekunden an und belegte mit 55,03 Sekunden den fünften Platz. (ajw)



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