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Leichter Optimismus für landwirtschaftliches Jahr 2017

Ministerin Priska Hinz bei Landwirtschaftlicher Woche Nordhessen

Baunatal. „Für die Landwirte und Landwirtinnen waren die letzten beiden Jahre nicht leicht, da sie von schlechten Marktbedingungen für landwirtschaftliche Produkte geprägt waren. Als Landesregierung haben wir die Landwirtschaft unterstützt und unseren Teil dazu beigesteuert diese Krise zu überdauern. In das Jahr 2017 blicken wir etwas optimistischer, da eine Besserung der Ausgangsituation für die Milchvieh- und Veredlungsbetriebe prognostiziert wurde“, so Ministerin Priska Hinz auf der 69. Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen in Baunatal.

Die schwarz-grüne Landesregierung in Hessen kann in diesen Tagen auf eine dreijährige Regierungsarbeit zurückblicken, in der wichtige Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag auf den Weg gebracht oder schon umgesetzt werden konnten. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Erreichten. Besonders unseren Ökoaktionsplan, den neuen Zukunftspakt Landwirtschaft, das Agrarumweltprogramm und den Runden Tisch Tierwohl möchte ich heraus heben“, so Hinz. Besonders aus dem Bereich des Ökolandbaus gibt es gute Nachrichten, denn zum Beginn des Jahres 2017 werden in Hessen rund 2.000 Betriebe auf fast 100.000 Hektar nach den Regeln des Ökolandbaus wirtschaften. Allein im vergangen Jahr haben 300 Betriebe mit 10.000 Hektar Fläche umgestellt oder ihren Betrieb erweitert. „Hessen ist im Ökolandbau bundesweiter Spitzenreiter und mit diesen Werten festigen wir diese Spitzenposition nicht nur, sondern konnten sie sogar weiter ausbauen“, freute sich die Ministerin. Dieser Trend kommt nicht von ungefähr. Denn neben der schwierigen Marktsituation in der konventionellen Landwirtschaft, versprechen Ökoprodukte bessere und stabilere Erlöse. Die Nachfrage nach solchen Produkten steigt ständig und so bietet der Ökomarkt verlässliche Perspektiven.

Da die Verbraucherinnen und Verbraucher sich auch immer mehr für ökologische Lebensmittel und Produkte mit regionaler Herkunft interessieren, spielt auch die Vermarktung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse für die Landwirte eine zunehmend bedeutendere Rolle. Hier gibt es die Möglichkeiten der Direktvermarktung, oder auch die Beteiligung an einer Vermarktungsinitiative des Lebensmittelhandels. „Den Verbrauchern ist neben der regionalen Erzeugung aber auch das Thema Tierwohl wichtig, dies wurde gerade wieder in einer kürzlich veröffentlichten Studie belegt. Tierwohl in den Ställen muss sein, auch wenn es dafür strukturelle Änderungen bedarf. Allerdings wird die Landesregierung die landwirtschaftlichen Betriebe bei diesem Weg unterstützen und zeitlich nicht überfordern. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass die Landwirte ihre Mehrkosten am Markt auch honoriert bekommen“, machte Priska Hinz deutlich.

Beim Ausblick auf das neue Jahr ging die Ministerin auch auf die erwartete bundesweite Novelle der Düngeverordnung ein und machte deutlich, dass hier noch einige Umsetzungsfragen geklärt werden müssen. „Auch das Urteil zu Kastenständen in der Sauenhaltung wird uns in den nächsten Monaten beschäftigen. Mir ist es hierbei wichtig, dass wir praxisgerechte Lösungen finden“, so die Ministerin. Abschließend hob sie noch die Rolle der Biodiversität hervor: „Unser Ziel ist es, die Artenvielfalt zu erhalten. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf der Honigbiene und den Wildinsekten. Bei deren Schutz trägt auch die Landwirtschaft eine herausragende Verantwortung und ich setze dabei auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit Ihnen.“ (red)



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