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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Farbigkeit jüdischer Musik und Kultur präsentiert

Foto: nh

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Gudensberg. Jenseits von Folklore und Klezmer bot das Ensemble „Die 3Kantoren“ aus Berlin am Sonntagnachmittag im Gudensberger Bürgersaal ein großes Spektrum jüdischer Musik. Die Texte waren aus den Psalmen, dem Hohen Lied der Liebe, der Shabbat- und Feiertags-Liturgie, aber auch Liebes- und Hochzeitslieder wurden im Programm vorgestellt. Im Trio aber auch im Solo zeichneten sich die Sänger durch eine lebendige Farbigkeit ihrer Stimmen aus.

Assaf Levitin, Begründer des Ensembles und derzeitiger Kantor der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, beschrieb in einer Vertonung von Leon Kornitzer aus dem 19. Jahrhundert mit ruhigem Atem und obertonreicher, weicher Bass-Stimme die Naturgewalten des 93. Psalms. Iddo Beit-Halachmi als Student der Hochschule Hanns Eisler brachte mit Shney Shoshanim durch seinen beweglichem Bariton zwei Rosen zum Erblühen, einfühlsam von Naaman Wagner am Klavier begleitet.

Auch mit dem Tenor Tal Koch fand ein einfühlsames Zusammenspiel statt. In der Komposition „Kaddisch“ von Maurice Ravel entführten die Beiden die Zuhörer ganz subtil und mit großer Spannung für jedes Detail in eine Sphäre, die wie aus „1001 und einer Nacht“ hätte sein können.

Gerade  nach der Weltausstellung im Paris von 1900 hatten die französischen Impressionisten eine Sehnsucht in die musikalische Fremde in ihre Musik eingearbeitet, aber Tal Koch aus Israel gelang ein Brückenschlag in das hier und jetzt und doch wieder in das Surreale. Weit spannte sich der Bogen aus der Synagogenliturgie der Romantik bis in die Moderne. In den Jahren des Aufbruchs und Neubeginns nach der Staatsgründung Israels bis in die 80er und 90erJahre wurde viel Lyrik und Musik geschrieben, auch mit dem Mut eigene harmonische Farben in die Kompositionen  zu bringen.

Die Bearbeitungen von Assaf Levitin knüpfen daran an und setzten sich erfrischend von der romantisierenden und manchmal auch volksnahen Klangwelt des „Sacro-Pop“ bzw. der Klezmermusik ab.

Ein Konzertnachmittag, der sich für den Zuhörer lohnte und dem „Verein zur Rettung der Felsberger Synagoge“ eine weitere gute Unterstützung für ihr Projekt des Kultur- und Begegnungszentrums ermöglicht. Realisiert wurde das Konzert durch die Kulturförderung des Zentralrats der Juden, die die Gemeinden in Deutschland mit einem Veranstaltungskatalog und finanzieller Hilfe unterstützt und durch die warmherzige Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung der Stadt Gudensberg. (red)



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