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Beiträge des Schwalm-Eder-Kreises zur Energiewende

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Schwalm-Eder. Der ehrenamtliche Kreisbeigeordnete des Landkreises Schwalm-Eder, Helmut Mutschler, hatte für Dienstag, den 14. Februar 2017, Aktive im Klimaschutz zur Strategiewerkstatt „Beiträge des Schwalm-Eder-Kreises zur Energiewende Nordhessen“ eingeladen. Gemeinsam mit dem Institut dezentrale Energietechnologien (IdE) tauschten sich 30 geladene Akteure aus der Region zu den aktuellen und zukünftigen Aktivitäten des Kreises in der Energiewende aus. Der thematische Schwerpunkt lag auf den Themen Gebäude, Mobilität und Öffentlichkeitsarbeit, die von der Kreisverwaltung und seinen Gästen ausgewählt und durch persönliche Einschätzungen mitgestaltet wurden.

Die Räumlichkeiten der Kreisverwaltung in Homberg wurden zu einer interaktiven Strategiewerkstatt umgestaltet, in der ein reger Ideenaustausch stattfand. Zu den Gästen, die der Einladung des Ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten folgten, gehörten unter anderem Bürgermeister, Vertreter der Kommunen und der Kreisverwaltung sowie Klimaschutz- und Regionalmanagerinnen. Auch Vertreter der Energiewirtschaft und des Handwerks waren vor Ort.

Ein weiterer regionaler Akteur, der der Veranstaltung beiwohnte, war die cdw-Stiftung, vertreten durch Thomas Flügge. Die Stiftung unterstützt Kommunen in der Region Nordhessen bei der Umsetzung der dezentralen Energiewende und sieht diese als eine zentrale Aufgabe der Gegenwart.  Die Kreisverwaltung hat das ehrgeizige Ziel ab dem Jahr 2025 keine klimaschädlichen Emissionen mehr zu verursachen. Wie weit vorangeschritten der Kreis und seine Akteure dabei sind, stand ebenso zur Diskussion wie vorhandene Stärken im Kreis und Herausforderungen auf dem Weg der Energiewende, die schnelle Erfolge oftmals erschweren.

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Die Frage nach gemeinsamen Lösungsstrategien stand ganz oben auf der Tagesordnung. In seiner Begrüßung machte Helmut Mutschler deutlich, dass die aktive Umsetzung der Energiewende und damit verbunden die Beteiligung am Klimaschutz sowohl regional, kommunal und individuell ein elementarer Baustein der zukünftigen regionalen Entwicklung ist. Er betonte hierbei auch die Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen.

Im Folgenden präsentierte der Moderator der Veranstaltung und Mitarbeiter am IdE, Dr. Peter Moser, erfolgreiche Praxisbespiele des regionalen Klimaschutzes. Darüber hinaus lenkte er die Wortbeiträge und gestaltete durch pointierte Zwischenfazits die inhaltsvolle Diskussion.  Besonders von Interesse war im Kreis das Thema Gebäudesanierung und Energieeinsparung. Dabei standen nicht nur die kreiseigenen Liegenschaften zur Debatte, sondern auch kommunale Bedarfe. Ein gemeinschaftliches Vorgehen von Kreis und Kommunen wurde seitens der anwesenden Bürgermeister als sinnvoll erachtet, um den energetischen Verbrauch vor allem im Gebäudesektor flächendeckend senken zu können. Zur Umsetzung soll ein Arbeitskreis ins Leben gerufen werden, der sich regelmäßig zur Beantwortung von Sanierungsfragen trifft und neben dem Kreis und den Kommunen auch die Handwerkerschaft einbezieht.

Auch die Mobilität war ein zentrales Thema. Unter Berücksichtigung sinkender Bevölkerungszahlen ist der CO2-neutrale ÖPNV eine große Herausforderung für die Region. Der Ausbau von Radnetzen und die Installation von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge sollen Anreize schaffen, um den Klimaschutz im individuellen Personenverkehr auszubauen. Diesem stehen die aktuell günstigen Energiepreise entgegen, die die Attraktivität von Investitionen in klimaneutrale Mobilität, wie etwa Elektro-PKW, einschränken. Niedrige Energiepreise wurden auch als Grund laut für das geringe Interesse von Hauseigentümern an Sanierungsmaßnahmen, vor allem in Bestandsgebäuden.

Gemeinsam erkannten die Gäste die Notwendigkeit von Veranstaltungen, die die Bürgerinnen und Bürger im Kreis über Klimaschutz informieren und Akzeptanz schaffen. Durch öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen sollen die Themen der Energiewende, wie Energieeffizienz und Elektromobilität, verständlich dargestellt werden. Lassen sich insbesondere Bürgerinnen und Bürger für die Energiewende begeistern und zum Mitmachen animieren, können ehrgeizige Klimaschutzziele, wie die des Landkreises, schneller erreicht werden.

Erfolge im Klimaschutz kommen nicht nur dem Kreis, sondern auch den Bürgerinnen und Bürger und der Umwelt zugute. Die Ergebnisse der Veranstaltung dienen als Grundlage, um den Fahrplan der Energiewende im Schwalm-Eder-Kreis und weiterzuentwickeln. Darüber hinaus können wichtige Erkenntnisse aus der Veranstaltung auf die Gesamtregion Nordhessen übertragen werden, um andere Landkreise und Kommunen bei der Umsetzung der Energiewende zu unterstützen. (red)



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