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Erfolgreich gegen den Schlaganfall

„Neurovaskuläre Netzwerk – NeuroNetz Mitte“ gegründet

Zwölf von 14 Mitgliedern des Netzwerkes (von links): Dr. Arved Schneider (Stadtkrankenhaus Korbach), Dr. Bernd Schade (Hephata-Klinik Schwalmstadt), Dr. Matthias auf dem Brinke (Asklepios Kliniken Bad Wildungen), Dr. Andreas Karras (Krankenhaus Bad Arolsen), Dr. Lutz Gerlach (Neurologische Akutklinik Bad Zwesten), Yogesh Shah, Prof. Dr. Andreas Ferbert und Prof. Dr. Wolfgang Deinsberger (Klinikum Kassel), Dr. Andreas Hettel (Asklepios Klinikum Schwalmstadt), Carsten Horey (Kreisklinik Hofgeismar), Dr. Johannes-Georg Elsing (Kreiskankenhaus Alsfeld) und Dr. Ralf Siekmann (Klinikum Kassel). Foto: nh

Zwölf von 14 Mitgliedern des Netzwerkes (von links): Dr. Arved Schneider (Stadtkrankenhaus Korbach), Dr. Bernd Schade (Hephata-Klinik Schwalmstadt), Dr. Matthias auf dem Brinke (Asklepios Kliniken Bad Wildungen), Dr. Andreas Karras (Krankenhaus Bad Arolsen), Dr. Lutz Gerlach (Neurologische Akutklinik Bad Zwesten), Yogesh Shah, Prof. Dr. Andreas Ferbert und Prof. Dr. Wolfgang Deinsberger (Klinikum Kassel), Dr. Andreas Hettel (Asklepios Klinikum Schwalmstadt), Carsten Horey (Kreisklinik Hofgeismar), Dr. Johannes-Georg Elsing (Kreiskankenhaus Alsfeld) und Dr. Ralf Siekmann (Klinikum Kassel). Foto: nh

Kassel/Schwalmstadt. „Einen Quantensprung in der Behandlung von Schlaganfall-Patienten“ – so bezeichnet Dr. Bernd Schade, Chefarzt Hephata-Klinik, die Zusammenarbeit von 14 Kliniken in Nordhessen und angrenzenden Regionen im „Neurovaskulären Netzwerk – NeuroNetz Mitte“. Die Hephata-Klinik, Fachkrankenhaus für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, hat das Netzwerk vor zwölf Monaten mitgegründet. Das einjährige Bestehen des Netzwerkes wurde gestern Nachmittag im Klinikum Kassel mit Vorträgen und Berichten gefeiert.

In dem Netzwerk kommen Kliniken zusammen, die die Diagnose und Behandlung komplexer Schlaganfälle miteinander abstimmen und angehen. Das Netzwerk hat ein koordinierendes Zentrum, das Städtische Klinikum Kassel, mit einer überregionalen Schlaganfall-Einheit, neurologischer, neurochirurgischer und neuroradiologischer Abteilung. Die Netzwerk-Kliniken ohne eigene Neurologie erhalten hier über eine telemedizinische Anbindung Unterstützung bei der Diagnose und Therapie von Schlaganafall-Patienten. Die Netzwerk-Kliniken, die wie die Hephata-Klinik selbst über eine Neurologie und Schlaganfall-Abteilung verfügen, arbeiten vor allem auf dem Gebiet der Thrombektomie mit dem Klinikum Kassel zusammen. Bei der Thrombektomie  wird das den Schlaganfall auslösende Blutgerinnsel operativ aus dem Hirngefäß entfernt. Dieses Therapieverfahren hat sich in den vergangenen zwei Jahren etabliert. Es ist  eine weitere Option zur medikamentösen Auflösung von Blutgerinnseln und kommt bei sehr schweren Schlaganfällen zum Einsatz. Es wird im Klinikum Kassel bei rund 120 Patienten im Jahr angewendet.

„Dank der Ergebnisse von fünf großen Studien in den vergangenen zwei Jahren wurde die Wirksamkeit der Thrombektomie wissenschaftlich bewiesen. Wir haben jetzt ein wirksames Therapieverfahren bei schweren Schlaganfällen, die wir zuvor nicht ausreichend behandeln konnten“, so Dr. Bernd Schade. Dank des Netzwerks habe die Hephata-Klinik nun verlässliche Partner an der Seite, mit denen beraten werden könne: Ist das ein Patient für eine Thrombektomie oder andere komplexe Therapieverfahren? „Sollte das der Fall sein, wird der Patient erst in der Hephata-Klinik akut versorgt und danach mit dem Hubschrauber nach Kassel verlegt. Die Akutdiagnostik und auch -behandlung muss auf jeden Fall erst vor Ort erfolgen, sonst geht zu viel Zeit verloren“, sagt Schade.

Dafür ist die Hephata-Klinik 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr sehr gut aufgestellt. Sie hat eine eigene, moderne Schlaganfall-Abteilung mit 13 Betten, in der ein interdisziplinäres Team aus Fachärzten, Pflegern, Logo-, Ergo- und Physiotherapeuten die Patienten versorgt. Die Klinik verfügt über CT und MRT. Die weitaus meisten Schlaganfall-Patienten müssen nicht verlegt werden und können hier sehr gut versorgt werden, beispielsweise mit der medikamentösen Auflösung von Blutgerinnseln. Diese Therapie, die Lyse, ist jedoch unter anderem nur innerhalb der ersten viereinhalb Stunden nach einem Schlaganfall. Dr. Schade: „Das Allerwichtigste ist, dass Patienten bei den ersten Symptomen sofort in eine neurologische Klinik mit einer Schlaganfall-Abteilung kommen. Die beste Versorgung nützt nichts, wenn die Patienten zu spät kommen. Jeder Schlaganfall ist ein Notfall!“ (me)



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