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Ausstellung „Der Stall vor meiner Tür“ in Gudensberg zu sehen

Gudensberg. Nach Niedenstein und Fritzlar ist die Fotoausstellung der Bürgerinitiative Chattengau jetzt auch kurzfristig in Gudensberg im ehemaligen Kaufhaus Trossbach zu sehen. In den Schaufenstern in der Rathausgasse zeigt die BI gegen Massentierhaltung einige der Ausstellungstafeln. Die ganze Ausstellung kann in den Innenräumen am Freitag, dem 7. April und am Dienstag, dem 18. April, jeweils von 16 bis 20 Uhr, gesehen werden.

In den Schaufenstern des ehemaligen Trossbach informiert die Bürgerinitiative über die Folgen von Mastanlagen in der Region. Foto: nh

In den Schaufenstern des ehemaligen Trossbach informiert die Bürgerinitiative über die Folgen von Mastanlagen in der Region. Foto: nh

Welche Auswirkungen die Massentierhaltung auf die Region hat und haben wird, wenn die Entwicklung ungebremst voranschreitet, soll die Ausstellung zeigen. Der Untertitel lautet deshalb auch „Nordhessen im Wandel“.

Gerade in Gudensberg habe die Ausstellung große Relevanz, da allein durch die Vergrößerung des Geflügelschlachthofs Plukon rechnerisch ein Mehrbedarf von 30 Mastanlagen mit jeweils 30.000 Tieren Bestand entstehe, teilt die BI mit. „Solche Anlagen, die meist mehr als 20 Tiere auf nur einen Quadratmeter quetschen, sind aus BI-Sicht alles andere als artgerecht“, heißt es in einer Mitteilung an SEK-News.

Bei einer deutlichen Überproduktion von Fleisch in Deutschland sei dies keine zukunftsträchtige Entwicklung, zumal der Export extremen (Preis-) Schwankungen ausgesetzt sei, stellt BI-Sprecher Andreas Grede fest. Zudem werde Geflügelfleisch zunehmend aus Ländern, wo es noch billiger produziert wird, nach Deutschland importiert. Wer wisse schon, dass das Geflügelfleisch auf einer Tiefkühlpizza meist von Tieren aus Brasilien stammt?

Die Folgen für die Umwelt blieben dann leider direkt vor unserer Tür. Grundwasser und Luft würden belastet, die Wohnqualität leide und auch die Anstrengungen der Region für den Tourismus würden teilweise ad absurdum geführt.

Weitere Informationen auf Facebook unter fb.com/bi.chattengau oder unter www.bi-chattengau.de. (red)



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