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Grüne bemängeln forstliche Eingriffe im Stadtwald

Foto: Dr. Bettina Hoffmann (Grüne)

Foto: Dr. Bettina Hoffmann (Grüne)

Niedenestein. Aktuell wurden im Goddelbusch zahlreiche alte Buchen eingeschlagen. Auch im Buchenwald-FFH-Gebiet am Falkenstein beziehungsweise an der Altenburg ist in den letzten Jahren ein verstärkter Buchenholzeinschlag beobachtet worden. Die naturnahen, strukturreichen Buchenwälder, die zur Ausweisung des europäischen Schutzgebietes geführt haben, sind massiv beeinträchtigt. Die alten Märchenwälder, mit denen der Naturpark Habichtswald wirbt, sind verschwunden. Sichtbar mangelt es mehr und mehr an alten Riesen. Aus Naturwäldern scheinen zunehmend Stangenforste zu werden.

Die Grünen in Niedenstein sind besorgt um die Nachhaltigkeit der forstlichen Bewirtschaftung im Stadtwald. Dies betrifft sowohl die Nachhaltigkeit aus wirtschaftlicher Sicht als auch vor dem Hintergrund der Biodiversitätsstrategie der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Hessen. Daher haben die Grünen in der Niedensteiner Stadtverordnetenversammlung den Antrag gestellt, zukünftig die Waldbewirtschaftung nach FSC-Kriterien auszurichten, so wie es hessenweit auch im Staatswald geschieht. Außerdem sollen Wildnisentwicklungsgebiete als Inseln entstehen.

„Das Forstamt Jesberg, das auch Niedenstein betreut, ist derzeit auch in der Umstellung auf FSC-Bewirtschaftung. Dadurch können gerade jetzt Synergien geschaffen und Kosten gespart werden“, so Bettina Hoffmann (Grüne). Dr. Bettina Hoffmann hatte angeregt, sich im Planungsausschuss umfassend von FSC Deutschland und einem Forstamtsleiter aus Südhessen, der erfolgreich umgestellt hat, informieren zu lassen. Auch die Nachbarkommunen sollten eingeladen werden, um über eine Gruppenzertifizierung nachzudenken. Doch nach einem kleinen Informationsgespräch zwischen Forstamtsleiter Nassauer, Magistrats- und einigen Fraktionsmitgliedern, hätten die FWG als stärkste Fraktion und Bürgermeister Frank Grunewald für den Magistrat erklärt, sie wüssten nun Bescheid und wollten jetzt nicht handeln.

„Es ist bedauerlich, dass Bedenkenträger gesellschaftliche Entwicklungen und politische Beschlüsse von Brüssel, Berlin und Wiesbaden nicht umsetzen. Im Angesicht der Gefährdungssituationen von Lebensräumen, Tier- und Pflanzenarten in Hessen besteht dringender Handlungsbedarf, um den Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Das gilt auch für Niedenstein“, so Hoffmann weiter.

Eine alte Forderung aus dem Niedensteiner Landschaftsplan wurde nach Ansicht der Grünen auch nie umgesetzt. Der Goddelsbusch sollte zum Naherholungswald werden. Dazu sollte die forstwirtschaftliche Nutzung auf ein verträgliches Maß reduziert werden. „Gerade im Hinblick auf die benachbarten Kindergärten und die Grundschule sowie das Neubaugebiet böte sich das an“, ergänzt Grünen-Fraktionsvorsitzender Jörg Warlich. Ein schönes Beispiel wie so etwas aussehen kann sei der Odenberg in Gudensberg. (red)



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