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Bürger sagen Nein zu neuen Ställen

Mahnwache vor geplanter Hähnchen-Mastanlage in Gudensberg-Dorla

50 Menschen waren mit Transparenten vor der bestehenden Hähnchenmastanlage aufmarschiert zu einer Mahnwache. Foto: Tröger/Greenpeace

50 Menschen waren mit Transparenten vor der bestehenden Hähnchenmastanlage aufmarschiert zu einer Mahnwache. Foto: Tröger/Greenpeace

Niedenstein/Gudensberg. Genau 50 Menschen nahmen am Samstag in Gudensberg-Dorla an der Mahnwache vor einer Hähnchenmastanlage teil. Dort soll neben dem bestehenden Gebäude eine weitere Mastanlage mit 1.900 Quadratmeter Grundfläche für 37.000 Tiere entstehen. Dagegen protestierte die Bürgerinitiative Chattengau gegen Massentierhaltung e.V. sowie die Vertreter verschiedener Umwelt- und Tierschutzorganisationen, Parteien und anderer Initiativen.

BI-Sprecher Andreas Grede sagte, dass allein rechnerisch durch die Vergrößerung des Gudensberger Geflügelschlachthofs an die 30 Stallneubauten nötig seien, um den Mehrbedarf von Plukon (Konzern-Jahresumsatz 1,4 Mrd. Euro) zu decken. Ebenfalls leicht zu errechnen sei, dass sich in der vorhandenen Mastanlage mehr als 20 Tiere die Fläche von einem Quadratmeter teilen müssten.

Auch andere Zahlen sollten zu denken geben, so Grede: So würden in Brake an der Weser jährlich fast sieben Millionen Tonnen Tierfutter aus Übersee umgeschlagen, während das Fleisch der damit gemästeten Tiere wiederum in 125 Länder exportiert werde. Auch dank staatlicher Subventionen sei Deutschland zur Schlachtbank Europas verkommen, so Grede. Mit Bedarfsdeckung und Verbrauchernachfrage habe dies schon lange nichts mehr zu tun.

Auch Greenpeace Kassel war bei dem Protest dabei. Der Stall im Hintergrund hat 1.900 Quadratmetern Grundfläche für 39.000 Tiere. Ein weiterer soll gebaut werden. Foto: Büttner/Greenpeace

Auch Greenpeace Kassel war bei dem Protest dabei. Der Stall im Hintergrund hat 1.900 Quadratmetern Grundfläche für 39.000 Tiere. Ein weiterer soll gebaut werden. Foto: Büttner/Greenpeace

Tierschutz ist ein Hauptmotiv für die Aktivitäten der Bürgerinitiative. Doch es geht auch um nachhaltige Veränderung der Landschaft durch Umweltbelastung und um die Gefährdung der Gesundheit der Anwohner. Immer mehr Menschen wehren sich allerdings gegen diese massiven Veränderungen.

Wolfram Bauer, ein Vertreter der vor wenigen Wochen gegründeten Bürgerinitiative ProSeigertshausen (südlicher Schwalm-Eder Kreis) wies auf das priviligierte Baurecht für Landwirte hin, das den Bau solcher Mastanlagen ermöglicht. Letztlich könne man nur immer weiter aufklären und auf die Einsicht der Landwirte hoffen.

Auch in Waldeck (Kreis Waldeck-Frankenberg) wurde aktuell eine BI gegründet, die sich gegen die Pläne einer riesigen Mastanlage für über 70.000 Tiere wehrt. Susanne Friedrichs, eine Vertreterin der BI ProWaldeck sagte, es sei Wahnsinn, eine solche Anlage in einem Ort zu errichten, der kurz davor stehe, als heilklimatischer Kneippkurort anerkannt zu werden.

Der Kreistagsabgeordnete Jörg Warlich (Bündnis 90/Grüne) erinnerte daran, dass Kommunalpolitiker durchaus auch Einfluss auf Berlin hätten und dass im September Bundestagswahlen seien.

Greenpeace aus Kassel war ebenso vertreten wie die Albert Schweitzer Stiftung und der BUND.

Fazit von BI-Sprecher Andreas Grede: „Immer mehr Menschen begreifen die Konsequenzen des ungezügelten Wachstums. Steht ein Stall erst vor der Türe, verlieren Mensch und Tier. Der wachsende Protest lässt hoffen.“

Weitere Informationen unter www.bi-chattengau.de und auf www.facebook.com/bi.chattengau.de. (red)



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