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Harry Geier überzeugte mit drei Siegen

Dreifacher hessischer Seniorenmeister: Harry Geier. Foto: nh

Dreifacher hessischer Seniorenmeister: Harry Geier. Foto: nh

Geisenheim/Melsungen. In fast allen Bereichen brachten die hessischen Seniorenmeisterschaften in Geisenheim Aufschlüsse für die nationalen Titelkämpfe, die vom 30. Juni bis zum 2. Juli in Zittau stattfinden. So gab es in der Weinstadt des Rheingau-Taunus-Kreises herrliche Momente mit großartigen Leistungen, aber man sah auch schwache Teilnehmerfelder mit kaum erwähnenswerten Leistungen. Dennoch, die Ergebnisse dieser Titelkämpfe zeigen, dass sportlicher Ehrgeiz und der Spaß der Teilnehmer meist in der Balance war. Auch die Atmosphäre war sportlich und familiär zugleich. Und genau das schätzen die älteren Aktiven, denn Wettkämpfe allein, bei denen man sein Pensum „herunterkurbelt“, genügen bei den älteren Herrschaften nicht mehr.

Mit sieben Medaillen waren die Melsunger Senioren überaus erfolgreich. Dabei konnte Harry Geier das fortsetzen, was er im März bei den Landes-Hallenmeisterschaften in Stadtallendorf mit seinen Siegen über 200 und 400 Meter eingeleitet hatte. Der fast 82-Jährige siegte in Geisenheim über 100, 200 und 400 Meter. Zum Auftakt blieb er über 100 Meter mit 16,41 um fast drei Sekunden unter der Norm für die deutschen Meisterschaften und verbesserte damait auch seine hessische Jahresbestzeit, die er bei den Kreismeisterschaften am 6. Mai in Felsberg mit 16,87 aufgestellt hatte. Obwohl er gegen einen Wind von 1,1 Meter pro Sekunde ankämpfen musste, pulverisierte er eine Stunde später die HLV-Jahresbezeit über 200 Meter von 35,60 Sekunden auf 33,95 Sekunden,

Harry Geier war auch in Geisenheim nicht zu bezwingen. Foto: nh

Harry Geier war auch in Geisenheim nicht zu bezwingen. Foto: nh

Nach dem Motto „alle guten Dinge sind drei“ holte er sich auch den Titel über die Stadionrunde und ließ in dem gemeinsam mit der Alterklasse M70 durchgeführten 400m-Finale seinen Gegnern keine Chance. Während sich der elf Jahre jüngere Uwe Kleinebrahm (LG Biebesheim) mit 86,20 Sekunden den Titel holte, war der Melsunger Juwellier über fünf Sekunden eher im Ziel und unterbot mit 79,96 Sekunden deutlich seine Hallenzeit von Stadtallendorf (83,31).

Immer besser kommt auch Reiner Hilgenberg in Form. Nachdem er sich bei den nordhessischen Meisterschaften den Sieg im Kugelstoßen der M55 mit 11,11 Meter geholt hatte, verbesserte er sich in Geisenheim als Zweiter hinter Dieter Laux (LSG Goldener Grund, 12,62 m) auf 11,29 Meter und konnte endlich die Norm für Zittau abhaken. Bis zum fünften Durchgang lag er hinter den beiden Athleten aus Niederselters, Dieter Laux (12,62 m) und Michael Lupek (11,27 m) sowie Michael Judt (LG Wettenberg, 11,09 m) mit mit seinem Eröffnungsstoß von 10,78 Meter auf Rang vier. Aber im vorletzten Versuch wuchtete der 130kg-Athlet aus Gensungen die 6kg-Kugel auf 11,29 Meter und nahm plötzlich Rang zwei ein. Für diese kämpferische Leistung wurde er am Ende mit der Silbermedaille belohnt.

Im Diskuswerfen sahen die interessierten Zuschauer einen packenden Dreikampf, denn zwischen der Gold- und der Bronzemedaille lagen nur 79 Zentimeter. Michael Lupek, der Drittplazierte beim Kugelstoßen begann mit 33,00 Meter. Reiner Hilgenberg, der mit 28,95 und einen ungültigen Wurf in den Wettkampf einstieg, verbesserte sich im dritten Durchgang auf 33,08 Meter. Im vierten Versuch ließ Dieter Laux die Scheibe bei 33,03 Meter landen und auch Michael Lupek ließ in diesem Durchgang seine beste Weite mit 33,82 Meter folgen. Der Konter von Reiner Hilgenberg im sechsten und letzten Wurf blieb aber erfolglos, weil sein Diskus bei 32,62 Meter schon wieder Bodenkontakt hatte.

Uwe Krah und Reiner Hilgenberg überzeugten mit guten Leistungen im Kugelstoßen. Foto: nh

Uwe Krah und Reiner Hilgenberg überzeugten mit guten Leistungen im Kugelstoßen. Foto: nh

Uwe Krah wollte mit seinem ersten Stoß im Wettkampf der M50 ein Zeichen setzen. Aber der Polizeioberkommissar fand wirkte etwas unsicher und fand nicht sofort in den Wettkampf. Er begann mit einem ungültigen Versuch und absolvierte im zweiten Durchgang einen Standstoß, mit dem er auf 12,76 Meter kam. Robert Ingenbleek aus Frankenberg begann mit 13,77 Meter und ließ auch im zweiten Durchgang genau diese Weite folgen. Der Favorit Adrian Ernst musste diese Leistung erst einmal verdauen und lag mit 13,42 Meter nur auf Rang zwei. Uwe Krah wurde ab dem dritten Durchgang wurde sicherer und verbesserte sich über 13,25 und 13,38 auf 13,62 Meter. Doch der starke Mann aus Nentershausen, der in wenigen Wochen einen Europarekord im Kraftleistungsdreikampf aufstellen möchte, blieb mit dieser Leistung weiterhin auf dem dritten Platz. Im vierten Versuch hatte sich nämlich Adrian Ernst auf 13,93 Meter verbessert und damit die Führung übernommen. Als Uwe Krah im letzten Durchgang alles auf eine Karte setzte, konnte er sich beim Abstoß nicht mehr im Kreis halten, so dass der Versuch ungültig gegeben wurde. Besser machte es Adrian Ernst, der sich mit 14,03 Meter den Titel holte.

Monika Groh holte sich die Bronzemedaille im Kugelstoßen der W45. Foto: nh

Monika Groh holte sich die Bronzemedaille im Kugelstoßen der W45. Foto: nh

Für die siebte Melsunger Medaille sorgte Monika Groh im Kugelstoßen der W45. Sie belegte hinter Yvonne Steinfurth (LG Eppstein, 11,43 m) und Carmen Krug (Vellmar, 10,56 m) mit 6,86 Meter den dritten Platz. (ajw)



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