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Franziska Ebert wird Nordhessenmeisterin über 400 Meter

Franziska Ebert - U18-Meisterin - qualifizierte sich mit 60,28 Sekunden für die süddeutschen Meisterschaften in Wetzlar. Foto: Lothar Schattner

Franziska Ebert – U18-Meisterin – qualifizierte sich mit 60,28 Sekunden für die süddeutschen Meisterschaften in Wetzlar. Foto: Lothar Schattner

Baunatal/Melsungen. Bei den nordhessischen Leichtathletikmeisterschaften der Männer, Frauen und Jugend im Baunataler Parkstadion sicherte sich das kleine Team der Melsunger Turngemeinde sechs erste, fünf zweite und vier dritte Plätze. Viele MT-Athleten nutzten auch diese Titelkämpfe, um sich für die Landesmeisterschaften zu empfehlen. Nicht weniger als siebenmal wurde die vorgeschriebene Qualifikationsleistung erfüllt, die zur Teilnahme an den Landesmeisterschaften in Neu-Isenburg (U18) und Gelnhausen (Männer und Frauen, U16) berechtigt. Franziska Ebert qualifizierte sich sogar mit ihrer 400m-Zeit für die süddeutschen U18-Meisterschaften am 1. Juli in Wetzlar und glänzte dabei als Siegerin im 400m-Finale der U18 mit 60,28 Sekunden vor ihrer Trainingspartnerin Lynn Olson (62,60) und Imke Hofmann aus Remsfeld, die mit 64,20 Sekunden Eva Nies (LG Reinhardswald, 67,66) auf Rang vier verwies.

Lynn Olson, Katharina Wagner, Nele Grenzebach und Franziska Ebert verteidigten erfolgreich ihren Vorjahrestitel über 4x100 Meter. Foto: Lothar Schattner

Lynn Olson, Katharina Wagner, Nele Grenzebach und Franziska Ebert verteidigten erfolgreich ihren Vorjahrestitel über 4×100 Meter. Foto: Lothar Schattner

Vor einem Jahr stellte die frühere hessische Schülermeisterin über 300 Meter ebenfalls bei den nordhessischen Meisterschaften in Baunatal mit 60,99 Sekunden ihren bisherigen Hausrekord auf. Nach ihrer Rückkehr aus dem Trainingslager in Rimini verbesserte sie sich im Weitsprung um fast einen halben Meter auf 5,15, so dass sie auch im Dreisprung in der Lage war, eine Weite von über zehn Meter zu springen. Aber zwei Tage vor diesen Titelkämpfen zog sie sich beim Fußballtraining eine schmerzhafte Fußverletzung zu, die eine Teilnahme am Dreisprung unmöglich machten. Mit einem Tape-Verband war es aber möglich, auf den Laufstrecken eingesetzt zu werden. Die Geschwister-Scholl-Schülerin aus Röhrenfurth verzichtete auf die beiden Sprintstrecken über 100 und 200 Meter, wollte aber unbedingt ihren 400m-Titel mit neuer Bestzeit verteidigen. Bei hochsommerlichen Temperaturen lief sie wieder sehr schnell an und ließ ihre Verletzung in Vergessenheit geraden.

Auch in ihrem dritten 400m-Lauf innerhalb einer Woche überzeugte Franziska Ebert. Mit 60,28 Sekunden blieb sie sicher unter der Norm für die süddeutschen Meisterschaften in Wetzlar (61,00) und machte damit einen weiteren Schritt nach vorn. Wenn sie bei den Landesmeisterschaften in Gelnhausen die Stadionrunde unter 60 Sekunden läuft, kann sie gegen die Konkurrenz aus Süd- und Mittelhessen mithalten und einen Finalplatz belegen. Die noch 16-jährige Lynn Olson belegte in diesem schnellen Rennen mit 62,60 Sekunden den zweiten Platz und schaffte damit sogar die Norm für die hessischen Meisterschaften der Frauen.

Nach ihrem Sieg bei den Kreismeisterschaften über 100 Meter sicherte sich Nele Grenzebach den Nordhessentitel über 200 Meter. Foto: Lothar Schattner

Nach ihrem Sieg bei den Kreismeisterschaften über 100 Meter sicherte sich Nele Grenzebach den Nordhessentitel über 200 Meter. Foto: Lothar Schattner

Auch Nele Grenzebach wusste in der prallen Sonne im Baunataler Parkstadion zu gefallen und holte sich in Abwesenheit von Carolin Klupsch (Vellmar) vor Sabrina Macik (Niederelsungen, 28,84) den Titel über 200 Meter der Frauen. Nachdem sie vor einem Jahr in Baunatal diese Strecke in 28,43 Sekunden zurückgelegt hatte, verbesserte sie sich als Nordhessenmeisterin auf 27,66 Sekunden. Leider verpasste die noch im Abi-Stress steckende 19-Jährige aus dem Spangenberger Stadtteil Mörshausen die Norm für die Landesmeisterschaften nur um 0,06 Sekunden.

Katharina Wagner, die bei den hessischen Staffelmeisterschaften als Startläuferin mit 60,9 Sekunden für einen komfortablen Vorsprung ihres Teams sorgte, lief im Parkstadion nach 61,76 mit fast sechs Sekunden Vorsprung als 400m-Siegerin der Frauen über die Ziellinie. Damit blieb der 400m-Titel für eine weiteres Jahr in der Bartenwetzerstadt, denn im Vorjahr hatte Rabea Pöppe (MT Melsungen) die 400m-Meisterschaft bei den Frauen gewonnen.

In der Besetzung Lynn Olson, Franziska Ebert, Nele Grenzebach und Katharina Wagner holte sich das MT-Quartett den vierten Titel an diesem Nachmittag. Ob die Zeitmessanlage wegen der heißen Temperaturen ausfiel, ist nicht bekannt. Jedenfalls wurden die Staffelleistungen ohne Zeiterfassung, sondern nur nach dem Einlauf gewertet.

Katharina Wagner setzte sich im 400m-Lauf mit 61,76 Sekunden souverän bei den Frauen durch. Foto: Lothar Schattner

Katharina Wagner setzte sich im 400m-Lauf mit 61,76 Sekunden souverän bei den Frauen durch. Foto: Lothar Schattner

Bei einem Gegenwind von einem Meter pro Sekunde holte sich die hessische Siebenkampfmeisterin Carolin Klupsch aus Vellmar die nordhessische Sprintkrone mit 12,62 Sekunden. Katharina Wagner, für die im Vorjahr die elektronische Uhr bei 13,15 Sekunden stehenblieb, sicherte sich in diesem Jahr mit 12,95 Sekunden erneut die Vizemeisterschaft vor der Bestzeit laufenden Nele Grenzebach (13,39). Damit blieben die beiden Melsunger Sprinterinnen klar unter der Norm für die Landesmeisterschaften in Gelnhausen. Diese Zeiten sind für beide Athletinnen noch ausbaufähig, denn nach den beiden schnellen 400m-Läufen in der Vorwoche, hatten sie noch schwere Beine.

Bei den Männern empfahl sich Tobias Stang für die Landestitelkämpfe. Nachdem der 22-Jährige bei den Kreismeisterschaften in Neukirchen nach einer längeren Verletzungspause die 400m-Hürden in 61,6 Sekunden zurücklegte und als Sieger im Dreisprung mit 12,42 ein erstes Ausrufezeichen gesetzt hatte, verteidigte er mit 61,82 Sekunden seinen Vorjahrestitel (62,35) und verbesserte sich als Zweiter im Dreisprung auf 12,54 Meter. Dabei bestach er mit einer kompakten Serie, wobei alle sechs Sprünge über 12 Meter waren und die drei besten Versuche mit 12,49, 12,51 und 12,54 Meter gemessen wurden.

Nach seinem Sieg über 400m Hürden gefiel Tobias Stang auch im Dreisprung mit 12,54 Meter und einer starken Serie. Foto: Lothar Schattner

Nach seinem Sieg über 400m Hürden gefiel Tobias Stang auch im Dreisprung mit 12,54 Meter und einer starken Serie. Foto: Lothar Schattner

Eine weitere Vizemeisterschaft holte er sich im Weitsprung hinter dem wieder erstarkten Artur Scherfink (LAV Kassel, 6,91 m) mit 6,14 Meter vor Clemens Grau (Vellmar, 5,79 m). „Obwohl wir fast eine Stunde im Dreisprung warten mussten, weil der Absprungbalken fast zehn Zentimeter tiefer als die Laufbahn lag und dadurch eine hohe Verletzungsgefahr gegeben war, bin froh, dass ich so gut springen konnte. Nachdem eine 11m-Linie abgeklebt worden war, konnte es endlich losgehen. Die Spannung war zwar weg, aber dennoch hat sich jeder Sprung super angefühlt“, sagte Tobias Stang nach dem Wettkampf.

Für die größte Überraschung dieser Titelkämpfe sorgte aus Melsunger Sicht die 18-jährige Jule Junghans im Hochsprung der U20, wo der Titel mit 1,57 Meter an Paula Rücker (LAV Kassel) ging. Unter dem wolkenlosen blauen Himmel von Baunatal meisterte Jule Junghans in ihrem zweiten Wettkampf bis einschließlich 1,51 Meter alle Höhen souverän im ersten Versuch. Carolin Friedrich (LAV Kassel), das große Mehrkampftalent mit einer Bestleistung von 1,57 m, riss in ihrem ersten Versuch über 1,51 Meter diese Höhe. Weil sie – wie Jule Junghans – dreimal an 1,54 Meter scheiterte, fand sie sich bei der Ergebnisbekanntgabe hinter der Melsunger Gymnasiastin auf Rang drei wieder, die sechs Zentimeter über der Norm für die Landesmeisterschaften in Neu-Isenburg blieb.

Aaron Werkmeister verbesserte seine Vorjahresbestzeit von 2:11,85 Minuten als Dritter über 800 Meter der U20 auf 2:09,92 und war dennoch unzufrieden. „Die Zeit von heute ist auf alle Fälle noch ausbaufähig. Schade, dass ich nicht im schnelleren Lauf mitlaufen durfte, denn ich bin gut in Form und hätte bestimmt im ersten Rennen den U20-Vizemeister Jonas Braun (Baunatal, 2:08,24) Paroli geboten“. Diese Aussage kann man unterschreiben, denn Aaron lief im langsameren zweiten Lauf fast 50 Meter vor dem Feld her und erreichte den Zielstrich fast neun Sekunden eher als sein direkter Verfolger Hannes Riebeling aus Neukirchen (2:18,39), der in der Endabrechnung Vierter in der U20 wurde.

Yannick Schleider holte sich nach seinem Sieg bei den Kreismeisterschaften nun auch den Titel eines Nordhessenmeisters über 400m Hürden in der MU18. Foto: Lohtar Schattner

Yannick Schleider holte sich nach seinem Sieg bei den Kreismeisterschaften nun auch den Titel eines Nordhessenmeisters über 400m Hürden in der MU18. Foto: Lohtar Schattner

Der Vorjahresschüler Yannick Schleider, der sich in dieser Saison schon erheblich verbessern konnte, holte sich zu Beginn der Veranstaltung mit 69,09 Sekunden den Titel über 400m-Hürden in der U18. Vier Tage vorher war er in Neukirchen zum ersten Mal diese Strecke gelaufen und konnte mit 67,8 Sekunden als Kreismeister überzeugen.

Bei den Kreismeisterschaften in Felsberg legte Michael Hiob (MT Melsungen) die 100 Meter hinter Daniel Malychin noch in 11,88 zurück und war damit nur 0,4 Sekunden hinter dem Polizeikommissarsanwärter aus der Schwalm. Im Parkstadion blieb der Maschinenbaustudent sowohl über 100 Meter als Vierter mit 12,24 Sekunden als auch über 200 Meter als Dritter mit 24,92, hinter den Erwartungen zurück. (ajw)



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