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Block-Mehrkampf: Luis André viertbester Hesse

Luis André, der innerhalb von acht Tagen den 38-jährigen nordhessischen Kugelstoßrekord der M12 um fast einen Meter verbesserte. Foto: nh

Luis André, der innerhalb von acht Tagen den 38-jährigen nordhessischen Kugelstoßrekord der M12 um fast einen Meter verbesserte. Foto: nh

Hofgeismar/Melsungen. Blauer Himmel, Temperaturen von mehr als 25 Grad und leichter Gegenwind bei den Läufen prägten die äußeren Bedingungen bei den hessischen Block-Mehrkampfmeisterschaften der U16 und U14 in Hofgeismar. Beifallfreudig und auch sachverständig spendeten die Zuschauer den zahlreich hervorragenden Leistungen und denen, die sie erzielt hatten, den verdienten Beifall.

Bereits im Vorfeld diesesr Titelkämpfe hatte Christian Wolf (Bruchköbel) mit einer Punktzahl von 2086 Punkten aufhorchen lassen. Aber in Hofgeimar entschied im Blockwettkampf „Wurf“der M12  erst der abschließende Weitsprung über Gold, Silber und Bronze.

Die Vielseitigkeitsprüfung begann mit dem 60m-Hürdenlauf. Felix Krause (Wetzlar) erreichte mit herausragenden 10,47 Sekunden die beste Zeit und erhielt 451 Punkte. Es folgten Christian Wolf (10,77), Sven Rehbach (Ober-Eschbach, 11,35), Yaffily Trawalley (Friedrichstein, 11,48), Felix Falkenberg (Gelnhausen, 12,73) und Philipp Heyden (Dietzhölztal, 13,97). Für Luis André (Melsungen) war vor dem Start wichtig, dass er sich von dem Gedanken befreite, er könnte beim Überspringen der Hindernisse stürzen, weil es ihm an der Technik fehlte. Mit 14,72 Sekunden bleib er im Rahmen seiner Möglichkeiten und lag er zum Auftakt mit 185 Punkten über 200 Punkte zu Platz drei zurück.

Der Zwölfjährige Luis André wuchtete die Drie-Kilo-Kugel im dritten Versuch auf 12,15 Meter und verbesserte seinen erst acht Tage alten Nordhessenrekord um 85 Zentimeter. Foto: nh

Der Zwölfjährige Luis André wuchtete die Drie-Kilo-Kugel im dritten Versuch auf 12,15 Meter und verbesserte seinen erst acht Tage alten Nordhessenrekord um 85 Zentimeter. Foto: nh

Gemeinsam mit 13 Mehrkämpfern vom Jahrgang 2004, folgte das Diskuswerfen auf dem Nebenplatz, so dass 20 Athleten in diesem Wettbewerb vertreten waren. Beim Einwerfen demonstrierte der Melsunger seine derzeit großartige Form, denn trotz des Rückwindes wurde einer seiner Würfe mit einer Weite um 37 Meter taxiert. Kein anderer Athlet kam nur annähernd an die 30m-Marke. Luis stellte sich mit einer guten Technik vor, deren stärkster Teil der kraftvolle Abwurf, weniger die Drehgeschwindigkeit war. Sein Sicherheitswurf von 32,61 Meter im ersten Durchgang machte Hoffnung auf eine große Weite. Aber der Hella-Böker-Schützling versuchte das Glück mit seinen beiden nächsten Versuchen zu erzwingen. Während er im zweiten Durchgang die Scheibe rechts außerhalb des Sektors landen ließ, zog er im letzten Versuch noch explosiver ab; aber der Diskus blieb im Netz hängen und so wurden ihm statt der geplanten 590 Punkte im Diskuswerfen „nur'“ 538  gut geschrieben. Zweitbester Diskuswerfer war Huy Bui Són, ein Riese vom TV Niederscheld,  der sich in der M13 mit 28,23 Meter durchsetzen konnte.

Nach zwei Wettbewerben führte Christian Wolf (889), vor Yaffliy Trawalley (833) und Felix Krause (783), der nach 14,66 m ebenfalls zwei ungültige Würfe produzierte und somit auch wertvolle Punkte verschenkte. Luis André lag mit 723 Punkten hinter Sven Rehbach (744) auf Rang fünf.

Wie beim Hürdenlauf mussten die jungen Mehrkämpfer auch beim 75m-Lauf gegen den Wind anlaufen. Umso erstaunlicher war die Zeit von Felix Krause, der mit 10,40 Sekunden glänzte und sich vor Christian Wolf (10,68) und Felix Falkenberg (11,29) siegte. Yafflily Trawalley (11,68), Sven Rehbach (11,69) und Philipp Heyden (12,07) folgten auf den Plätzen vier bis sechs. Luis André erwischte erneut keinen guten Start und lief nach 12,46 Sekunden als Siebter über die Ziellinie.

Nach drei Wettbewerben behauptete Christian Wolf die Führung mit 1329 Punkten, aber Felix Krause (1251) machte im Sprint Punkte gut, so dass Yaffily Trawalley mit 1182 Zählern auf Rang drei zurückfiel. Durch seine schwache 75m-Zeit fand sich Luis André mit 1012 Punkten – nur zwei Punkte vor Felix Falkenberg –  auf Rang sechs wieder.

Als vorletzter Wettbewerb stand das Kugelstoßen auf dem Programm, wo Luis eine „One-Boy-Show“ veranstaltete. Mit Weiten knapp unter 12 Meter beendete er sehr verheißungsvoll das Einstoßen. Bei seinen Versuchen konzentrierte er sich lange und hinterließ mit seinen Stößen bei allen Teilnehmern, aber auch beim Kampfgericht einen nachhaltigen Eindruck. Im ersten Durchgang trumpfte er mit 11,55 Meter auf und verbesserte seine erst eine Woche alte nordhessische Bestleistung von 11,30 Meter um fünfundzwanzig Zentimeter. Diese Auftaktweite blieb nicht ohne Eindruck auf seine Konkurrenten, denn keiner von ihnen kam anschließend nur annähernd an die 9m-Marke. Nachdem er im zweiten Durchgang mit einem verunglückten Stoß immer noch auf 11,06 Meter kam, konzentrierte er sich im letzten Versuch noch länger als sonst und wuchtete mit einem explosiven Stoß die 3kg-Kugel jenseits der Markierungslinie, die die zwölf Meter anzeigte. Man sah ein Lächeln und Freude in seinem Gesicht, als er das Ergebnis von 12,15 Meter vom Kampfgericht erfuhr und den Beifall von den Wettkämpfern und deren Trainern erhielt. Auch die ein Jahr älteren Schüler waren von dieser Leistung beeindruckt. Juan-Sebastian Kleta aus Gelnhausen, der bei den hessischen Hallen-Mehrkampfmeisterschaften in Stadtallendorf noch fast zwei Meter weiter als Luis gestoßen hatte, konnte ihn mit 11,98 Meter an diesem Tag nicht bezwingen.

Luis André kurz vor dem Ziel im 75-Meter-Lauf. Foto: nh

Luis André kurz vor dem Ziel im 75-Meter-Lauf. Foto: nh

Das MT-Talent hatte innerhalb von acht Tagen den 37 Jahre alten Rekord um fast einen Meter gesteigert und ist noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Auch selbst traut sich noch weitere Steigerungen im Kugelstoßen und Diskuswerfen zu.  „Ich bin mir sicher, dass ich mich bis zu den Landesmeisterschaften im blockspezifischen Mehrkampf am 3. September in Frankfurt weiter steigern und meinen Vorjahrestitel verteidigen werde“, sagte er recht selbstbewusst. Mit Luis André scheint sich wieder ein Athlet aus Melsungen heranzureifen, der in den nächsten Jahren in Hessen den Ton in seiner Altersklasse sowohl im Kugelstoßen als auch  im Diskuswerfen angeben kann.

Eigentlich war dieser Mehrkampf vor dem abschließenden Weitsprung entschieden, denn Christian Wolf führte souverän mit 1734 Punkten vor Felix Krause (1656). Luis André lag durch seine fulminante Kugelstoßleistung plötzlich mit 1568 Punkten – zwölf Zähler vor Yaffily Trawalley- aif dem dritten Platz. Dieses Quartett war auf dem besten Weg. persönliche Bestleistungen aufzustellen. Mit großem Abstand folgten Sven Rehbach (1388), Felix Falkenberg (1282) und Philipp Heyden (1202).

Aber Christian Wolf sorgte im letzten Wettbewerb selbst noch einmal für Spannung, als er seine ersten beiden Sprünge übertrat und somit vor dem letzten Versuch noch keine Weitsprungpunkte auf seinem Konto hatte. Felix Krause nutzte die Gunst der Stunde und legte im ersten Durchgang 4,69 Meter vor. Dafür bekam er 463 Zähler notiert, so dass er im Block-Mehrkampf „Wurf“ 2119 Punkte erreichte. Christian Wolf musste mit seinem letzten Versuch über vier Meter springen, um sich die Mehrkampfkrone zu holen.  Mit einem Sicherheitssprung, zehn Zentimeter vor dem Balken, landete er bei 4,34 Meter und wurde dafür mit 426 Punkten honoriert. Das reichte, um sich den Titel mit 2160 Punkten zu sichern.

Spannung bis zum letzten Sprung herrschte auch im Kampf um die Bronzemedaille, denn Yaffily Trawalley musste zehn Zentimeter weiterspringten als Luis André.  Der Melsunger, der im zweiten Durchgang auf 3,69 Meter kam, lag vor dem letzten Durchgang nur acht Zentimeter hinter dem Mehrkämpfer aus Bad Wildungen. Mit seinem letzten Sprung verbesserte sich Trawalley auf 3,95 Meter und kam in der Endabrechung auf 1946 Punkte. Luis stand als letzter Weitspringer auf der Anlaufbahn und hatte es noch in der Hand, seinen dritten Platz zurückzuobern. Am Absprungbalken verschenkte er etwas fünfzehn Zentimeter und kam dennoch auf 3,71 Meter. Das reichte nicht für die Bronzemedaille. Aber mit 1922 Punkten verbesserte sich der Nordhessenmeister von Bebra um 64 Punkte. Nicht auszudenken, welche Punktzahl er erreicht hätte, wenn das Diskuswerfen besser gelaufen wäre und er im Hürdenlauf nicht so einen großen Respekt vor den Hindernissen gehabt hätte.

Auffällig bei diesem Block-Mehrkampf „Wurf“ war, dass nicht die Werfer am Ende die große Rolle spielten, sondern sich die Läufer-Springer-Typen in den Vordergrund drängten. Dennoch setzte Luis Andre im Blockwettkampf „Wurf“ der U14 eindeutig die Akzente und erreichte mit der Kugel und dem Diskus 1094 Punkte. Zweitbester Athlet in den beiden Wurfübungen war Christian Wolf (843) vor Yafilly Trawalley (825) und Felix Krause (708 Punkte). (ajw)



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