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Speerwurf-Meeting: Henri Alter belegt Rang drei

Der Melsunger Henri Alter belegte beim 2. internationalen Speerwurf-Meeting in Jena den 3. Platz mit der neuen Bestweite von 66,97 Metern. Foto: nh

Der Melsunger Henri Alter belegte beim 2. internationalen Speerwurf-Meeting in Jena den 3. Platz mit der neuen Bestweite von 66,97 Metern. Foto: nh

Jena/Melsungen. Von diesem Wettkampf in Jena wird Henri Alter bestimmt noch lange reden. Auf Einladung des Speerwurf-Olympiasiegers Thomas Röhler sollte sich im Jenaer Abbe-Sportfeld die Weltelite im Speerwerfen treffen. Leider reduzierte sich das angekündigte 16-köpfige Feld bei den Männern auf nur fünf Starter. Von der außergewöhnlich starken deutschen Speerwurfelite fehlten die angekündigten Johannes Vetter (PB 89,61m) und Andreas Hofmann (PB 88,79m).

Lokalmatador Thomas Röhler, der zum Saisoneinstand in Doha (Katar) mit 93,90 Meter Weltjahrsbestleistung und deutschen Rekord geworfen hatte, blieb mit 83,64 über zehn Meter hinter dieser großartigen Leistung zurück. Als Initiator und Mitorganisator dieses 2. Speerwurf-Meetings konnte er sich nicht optimal auf diese Veranstaltung vorbereiten. Aber auch Lars Hamann, der in diesem Jahr den Speer auf 86,71 Meter geworfen hatte, enttäuschte mit 78,01 Meter.

USA-Meister Curtis Thompsen (74,69 m), der Schwede Kim Amb (76,59 m) und Marcin Krukowski (74,54 m) aus Polen konnten ebenfalls das nicht das zeigen, was die Zuschauer von ihnen erwartet hatten. „Die Gummimischung beim Anlauf war für die Athleten eine Herausforderung“, sagte der enttäuschte Thomas Röhler in einer ersten Stellungnahme. Und tatsächlich, die Anlaufbahn für das Speerwerfen war neu und durch die Hitze nicht richtig gehärtet, so dass immer wieder gekehrt werden musste, weil sich Kunststoffteile im Abwurfbereich lösten und als lose, kleine Teilchen den Abwurf erschwerten.

Trotz dieser Schwierigkeiten präsentierte sich der Melsunger Henri Alter eine Woche vor den deutschen U23-Meisterschaften in Leverkusen in einer bestehenden Form. Nachdem er sich bei den deutschen Hochschulmeisterschaften im Kasseler Auestadion im letzten Versuch mit 65,28 Meter als Sechster sehr eindrucksvoll zurück melden konnte, fand er mit 62,72 Metern gut in den Wettkampf der U23. Im zweiten Durchgang ließ er unter den Augen des Bundestrainers Boris Obergföll 64,10 Meter folgen und qualifzierte sich im dritten Versuch mit 65,02 Meter sicher für das Finale. Mit dieser Weite übertraf er den einen Platz vor ihm liegenden Jonas Bonewit (LG Stadtwerke München), der nach einem ungültigen Versuch auf 64,54 Meter kam. Der deutsche U23-Meister hatte sich im Vorjahr bei den nationalen Meisterschaften im Kasseler Auestadion mit einer Weite von 72,47 Meter bis ins Finale gekämpft. In Jena hatte der Münchener technische Probleme und große Schwierigkeiten beim Abwurf. Nach einem ungültigen Versuch im dritten Durchgang blieb er im Finale dreimal unter der 65m-Marke, sodass er mit 64,55 hinter dem Polen Rafael Gierek (65,36 m) nur den fünften Platz belegen konnte.

Henri Alter von der MT 1861 Melsungen. Foto: nh

Henri Alter von der MT 1861 Melsungen. Foto: nh

Besser machte es Henri Alter und zeigte den Zuschauern, was er zurzeit drauf hat. Seit zehn Jahren gehört er in seiner Altersklasse zu den absoluten TOP-Athleten des Hessischen Leichtathletik-Verbandes, aber sein Talent wurde vom zuständige Speerwurf-Kadertrainer nicht erkannt. Im Gegenteil: der Verband lehnte den mehrfachen hessischen Meister vor einigen Jahren wegen Perspektivlosigkeit ab. Auch nach seinen 6. Plätzen bei den deutschen Jugendmeisterschaften 2014 wurde er vom HLV nicht gefördert, weil er auf Nachfrage keine Bewerbung für eine Berufung in den Landeskader abgegeben hatte. Dennoch wird er auch ohne diese Förderung seinen Weg gehen, da ist sich Henri Alter sicher. „Ich hoffe, dass ich in diesem Jahr noch ein paar Meter drauflegen kann“, meinte der Student für Sportwissenschaft sehr selbstbewusst. Den ersten Schritt dafür machte er bereits im fünften Durchgang, als er mit 65,69 Meter einen neuen Hausrekord aufstellte und seinen persönlichen Rekord, den als Zweiter bei den Süddeutschen U23-Meisterschaften letztes Jahr in Sankt Wendel mit 65,40 Meter aufgestellt hatte, um 29 Zentimeter weiter nach oben schraubte. Im letzten Versuch sorgte die Melsunger Speerwurfhoffnung für den nächsten Paukenschlag: Nach einem schnellen Anlauf, aber einer immer noch zu kurzen Stemmphase, schoss sein Speer blitzartig nach vorn und flog trotz der ungünstigen Bedingungen weit in das Abbe-Sportfeld hinein. Als die Weite von 66,97 Meter bekannt gegeben wurde, reckte er beide Hände nach oben als wenn er sagen wollte, ich bin wieder da und noch stärker als im Vorjahr. „Wenn ich am nächsten Sonntag in Leverkusen den Wurf wieder so erwische, dann dürfte ich das Finale der besten Acht erreichen“, sagte der momentan Elfte der deutschen U23-Bestenliste.

Sieger der U23 wurde in Jena Nico Rensman mit 72,81 Meter. Der Leverkusener verbesserte sich wenige Tage zuvor in Schönebeck auf 75,77 Meter. Allerdings blieb er in Jena mit 72,81 Meter fast drei Meter hinter dieser Leistung zurück und verletzte sich bei seinem letzten Versuch am Wurfarm, so dass sein Start am nächstes Wochenende fraglich ist. Auch der Zweite, Harry Hughes aus Großbritannien, hatte im Mai beim Werfertag in Halle mit 74,69 Meter zu überzeugen gewusst. Aber Brite blieb ebenso wie Rensmann fast drei Meter hinter seiner Jahresbestleistung zurück. Da stellt sich die Frage, wie weit Henri Alter bei optimalen Bedingungen geworfen hätte? Aber er war sichtbar zufrieden, denn mit 66,97 Meter holte er sich den dritten Platz in dem internationalen Elitefeld. Dabei verdrängte er den Polen Gierek (64,55 m), der beim Werfertag in Halle mit 69,11 Meter den zweiten Platz in der U23 belegt hatte, auf Rang vier. Hinter Jonas Bonewit (64,55 m) sicherte sich der Däne Mikkel Garbrecht mit 61,37 Meter den sechsten Platz vor Kamil Kaminski (60,91 m) aus Polen. (ajw)



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