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GSP beschäftigte sich mit Umbruch der Bundeswehr

Prof. Dr. Elmar Wiesendahl (Geschäftsführer der Agentur für Politische Strategie (APOS)) und Reinhold Hocke (Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V.). Foto: nh

Prof. Dr. Elmar Wiesendahl (Geschäftsführer der Agentur für Politische Strategie (APOS)) und Reinhold Hocke (Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V.). Foto: nh

Fritzlar / Schwalm-Eder. Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik Fritzlar-Schwalm-Eder beschäftigte sich in ihrem Augustvortrag mit dem Thema „Bundeswehr ohne Halt? – Zu Fehlentwicklungen der Inneren Führung“. Prof. Dr. Elmar Wiesendahl erläuterte den Umbruch der Bundeswehr von einer Verteidigungs- zur Einsatzarmee. Der Referent bemängelte, dass dies geschah, ohne ihren geistigen Überbau, die Innere Führung, und ihr Berufsleitbild des Staatsbürgers in Uniform an die neue Einsatzwirklichkeit anzupassen.

Er stellte die Frage, ob die Innere Führung noch als Kompass für den andersgearteten Sinnbezug und die Identitätsbildung von Angehörigen der Bundeswehr im Einsatz tauge. Er untersuchte, ob die „Generation Einsatz“ für ihr Selbstverständnis und die Verarbeitung ihrer Einsatzerfahrungen in einem geänderten Berufsbild noch ausreichend Halt habe.

Der Abendveranstaltung war am Nachmittag ein Besuch beim Kampfhubschrauberregiment 36 in der Kaserne vorausgegangen. Nach einer Einweisung in die aktuellen Gegebenheiten des Regiments durch Oberstleutnant Peter Schlombs diskutierte eine Runde von Offizieren und Unteroffizieren der Fritzlarer Heeresflieger mit Wiesendahl über Ethos und Berufsbild des Soldaten, das sich grundlegend von den früheren Bedingungen der Landesverteidigung unterscheidet. Wiesendahl stellte heraus, dass es den verantwortlichen Politikern immer schwer falle, den Sinn eines Einsatzes wie aktuell in Mali zu erklären.

Der generelle Hinweis auf eine „gestiegene Verantwortung der Bundesrepublik Deutschland“ sei als Begründung zu wenig. Der Referent unterstrich die Notwendigkeit, dass die politische wie die militärische Führung den in einen Einsatz gehenden Soldaten wie auch der Öffentlichkeit klar und verständlich machen müssen, warum die Bundeswehr in lebensgefährliche Einsätze geschickt werde. Das sei ein ganz wesentliche Aufgabe Innerer Führung.

Mehr zum Thema finden Interessierte im Internet unter http://www.ethikundmilitaer.de/de/themenueberblick/20161-innere-fuehrung/wiesendahl-bundeswehr-ohne-halt-zu-fehlentwicklungen-der-inneren-fuehrung/.

Zum Referenten:
Prof. Dr. Elmar Wiesendahl ist Soziologe und Politikwissenschaftler. Er lehrte längere Zeit Politikwissenschaft an der Universität der Bundeswehr München und wechselte 2006 als Direktor und Fachbereichsleiter Human- und Sozialwissenschaften an die Führungsakademie der Bw in Hamburg. Gegenwärtig ist er Geschäftsführer der Agentur für Politische Strategie (APOS) in Hamburg.

Prof. Wiesendahl ist als Militärsoziologe renommierter Experte für Innere Führung und hat darüber zahlreiche Publikationen verfasst. (red)



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