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Michael Müller im Pech: Knöchelbruch nach Unfall

Michael Müller. Foto: Heinz Hartung

Michael Müller. Foto: Heinz Hartung

Melsungen. Ein Unglück kommt selten allein. Handball-Bundesligist MT Melsungen wird nach dem Ausfall von Philipp Müller, der sich letzte Woche im Spiel gegen Gummersbach eine Schultereckgelenksprengung zugezogen hat, nun auch längere Zeit auf dessen Zwillingsbruder Michael verzichten müssen. Der Mannschaftskapitän der Nordhessen hatte am Sonntagabend mit seinem Motorroller einen Unfall, bei dem er sich unglücklicherweise den Knöchel brach. Nach eingehenden Kernspinuntersuchungen wird eine konservative Behandlung einer Operation vorgezogen.

Eine an sich harmlose Kurve in der Nähe seiner Kasseler Wohnung wurde Michael Müller am frühen Sonntagabend zum Verhängnis: Trotz angepasster Geschwindigkeit rutschte aus unerklärlichem Grund plötzlich das Hinterrad seines Motorrollers weg, er verlor das Gleichgewicht, kam zu Fall und sein Fuß wurde unter dem umgestürzten Gefährt eingeklemmt. Wenige Stunden zuvor hatte Müller noch mit drei Toren zum 28:27-Sieg über Aufsteiger Hüttenberg beigetragen.

Laut Diagnose von Teamarzt Dr. Gerd Rauch (Kassel) handelt es sich um einen Außenknöchelbruch, der allerdings zusätzlich eine geringe Verschiebung aufweist. “Weil das ein Grenzfall ist, der sowohl operativ, wie auch nicht-operativ behandelt werden kann, haben wir eine ärztliche Zweitmeinung eingeholt und daraufhin entschieden, nicht zu operieren”, erklärt Rauch. So trägt der Rekonvaleszent über die nächsten sechs Wochen eine Unterschenkel-Fuß-Orthese, einen so genannten “Walker”, der lediglich eine Teilbelastung zulässt.

Michael Müller kann sein Pech kaum fassen: “Dass ich jetzt länger ausfalle, stimmt mich mehr als traurig. Klar, ich habe möglicherweise Glück im Unglück gehabt, aber das ist momentan nur ein schwacher Trost. Vor allem, weil dieser Unfall mir auch jetzt noch völlig unerklärlich ist. Ich weiß einfach nicht, wie das passiert ist”.

Michaels Bruder Philipp wird nach seiner Schultereckgelenksprengung, die er sich letzte Woche im Heimspiel gegen Gummersbach zugezogen hat, ebenfalls keine Operation benötigen und auch sechs bis acht Wochen pausieren müssen.

Somit fehlen die Müller-Zwillinge ausgerechnet im Hammer-Monat September, wenn es gegen die Top-Clubs Kiel (10.09., bereits ausverkauft) und Flensburg (21.09.) geht. Seit deren Einstieg bei der MT im Jahr 2013 ist dies übrigens das erste Mal, dass beide gleichzeitig verletzungsbedingt ausfallen.

Damit ist das MT-Team zweifellos empfindlich getroffen. In der Abwehr sind beide ohnehin eine Bank, im Angriff ist aber vor allem Michael Müller kaum zu ersetzen. Während sich die linke Rückraumposition jetzt Julius Kühn und Finn Lemke teilen können, ist der Linkshänder im rechten Rückraum die spielbestimmende Figur. Dort wird Dener Jaanimaa, dem einzigen weiteren gelernten Halbrechten im Team, die Hauptverantwortung zufallen, da bekanntlich Gabor Langhans, der eigentlich als Entlastung für Müller vorgesehen war, langzeitverletzt ist.

„Vor Verletzungen ist niemand gefeit, ebenso wenig vor Unfällen. Wir sind zunächst froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Klar ist, der Ausfall von Michi Müller ist sehr bitter für uns. Mit ihm fällt nicht einfach nur ein Rückraumspieler aus, sondern eine absolute Führungsperson, die als Kapitän stets mit hohem Einsatz voran geht und die Mannschaft mitreisst. Seine Tore und vor allem seine Anspiele werden uns fehlen“, gesteht Michael Roth. Der Trainer weiter: „Nun wird Dener Jaanimaa stärker gefordert. Er hat zwar bislang nicht soviel Einsatzzeiten wie der Kapitän, aber gerade auch zuletzt in der Saisonvorbereitung wieder gezeigt, über welche Qualitäten er verfügt.“

Fragezeichen hinter Sjöstrand und Danner
Zu allem Überfluss musste sich unter der Woche Torhüter Johan Sjöstrand erkältungsbedingt vom Training abmelden. Bislang noch gar nicht einsteigen konnte Felix Danner, der sich mit einem verstauchten und arg geschwollen Fußgelenk plagt. Die Frage nach der Favoritenrolle am Sonntag im Heimspiel gegen Kiel (Anwurf 12:30 Uhr, Rothenbach-Halle) dürfte somit also noch eindeutiger beantwortet sein. (Bernd Kaiser)



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