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Türen laden zum Nachdenken, Staunen und Mitmachen ein

Ausstellung im Atrium des Hephata-Gesundheitszentrums noch bis zum 31. Oktober

Nachdenken, Staunen, Mitmachen: Besucher der Ausstellung sind eingeladen, ihre eigenen Thesen für mehr Gerechtigkeit anzuschlagen. Auf dem Bild Hephata-Direktor Maik Dietrich-Gibhardt (links) und Hephata-Gemeindepfarrerin Annette Hestermann bei der Eröffnung der Türenausstellung im Atrium des Hephata-Gesundheitszentrums. Foto: Hephata

Nachdenken, Staunen, Mitmachen: Besucher der Ausstellung sind eingeladen, ihre eigenen Thesen für mehr Gerechtigkeit anzuschlagen. Auf dem Bild Hephata-Direktor Maik Dietrich-Gibhardt (links) und Hephata-Gemeindepfarrerin Annette Hestermann bei der Eröffnung der Türenausstellung im Atrium des Hephata-Gesundheitszentrums. Foto: Hephata

Schwalmstadt. Offene Türen als sichtbares Zeichen von Gerechtigkeit: 26 Gruppen und Einzelpersonen haben sich auf Anregung der Hephata Diakonie an der bundesweiten Aktion „Türen öffnen, Gerechtigkeit leben“ beteiligt. Damit erinnert die Diakonie an die 95 Thesen, die Luther vor 500 Jahren an eine Tür anschlug und damit die Reformation einleitete.

Die Aktion passe sehr gut zu Hephata, was übersetzt heißt „öffne dich“, sagte Hephata-Vorstandssprecher Maik-Dietrich Gibhardt anlässlich der Ausstellungseröffnung im Beisein vieler Gäste im Atrium des Hephata-Gesundheitszentrums. „Offene Türen für Menschen in all ihrer Vielfalt sind uns wichtig.“ Dietrich-Gibhardt zeigte sich „begeistert, wie viele sich haben motivieren lassen“ bei der Ausstellung mitzuwirken.

Türen symbolisierten den Zugang zur Teilhabe am Leben, so Hephata-Gemeindepfarrerin Annette Hestermann, unter deren Federführung die Ausstellung entstand. „Gerechte Lebensverhältnisse sind für ein friedliches Zusammenleben unverzichtbar“, so Hestermann. Die unterschiedlichen Türen stellen jede für sich ein Kunstwerk dar, jede ein Unikat.

Perspektivwechsel: Mit Luthers Worten hat sich die Diakonische Gemeinschaft Hephatas auseinandergesetzt. „Wir haben uns gefragt, was Luther für Frauen gemacht hat“, so Inge Fleschenberg (links) und Inge Wickert. „Da kamen wir schnell auf das Thema Bildung“. Foto: Hephata

Perspektivwechsel: Mit Luthers Worten hat sich die Diakonische Gemeinschaft Hephatas auseinandergesetzt. „Wir haben uns gefragt, was Luther für Frauen gemacht hat“, so Inge Fleschenberg (links) und Inge Wickert. „Da kamen wir schnell auf das Thema Bildung“. Foto: Hephata

„Tu Dich auf: Teilhabe statt Ausgrenzung“ lautet der Titel der von Workshop-Teilnehmenden des Ateliers Farbenhaus gestalteten Tür. Der Diakonieladen „Allerhand“, der Frauenkreis Ascherode-Treysa und auch die inklusive Gruppe „Kaminabend“ haben sich an dem Projekt beteiligt. Schüler der Hermann-Schuchardt-Schule sowie der Melanchthon-Schule-Steinatal, die bereits seit sechs Jahren mit einer Sommerwerkstatt kooperieren, gestalteten gemeinsam eine Tür.

Andere, wie die beeindruckend vielschichtige Tür zum Thema Gerechtigkeit von Mohammed „Farhan“ Abdellatif oder die kleinformatige Holztür von Michaela T. Spellerberg, entstanden als Kunstwerk aus einer Hand. „Im Spiel sind alle Menschen gleich“, so Spellerberg zu ihrer mit „Spielball“ betitelten alten Ladeluken-Tür, auf deren Rückseite sich jedoch noch ein alter Riegel befindet – auch der gehört zum Kunstwerk.

Mit Luthers Worten hat sich die Diakonische Gemeinschaft Hephatas auseinandergesetzt. „Wir haben uns gefragt, was Luther für Frauen gemacht hat“, so Inge Fleschenberg und Inge Wickert. „Da kamen wir schnell auf das Thema Bildung“.

Die nach der Idee des Hephata-Ateliers Farbenhaus entstandene Türenschau lädt die Besucher zum Staunen, Nachdenken und zum Mitmachen ein. Im Zentrum der Schau steht eine alte Tür der Hephata-Kirche, an die Besucher ihre eigenen Thesen anschlagen können für das, was ihnen wichtig ist.

Umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von Hephata-Kantorin Dorothea Grebe am Klavier sowie der Theaterwerkstatt „Black Box“, die unter der Leitung von Olga Waldt und Stephan Gladigau das eigens erarbeitete Stück „Türen des Lebens“ zeigte – und für einen anregend-amüsanten Auftakt der überaus sehenswerten Ausstellung sorgte. (red)



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