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LWV fördert Wohnungslosenhilfe im Schwalm-Eder-Kreis

159.366 Euro für Fachberatungsstelle und Tagesaufenthaltsstätte in Fritzlar

Kassel/Fritzlar. Mit rund 10,78 Millionen Euro fördert der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen in diesem Jahr Fachberatungsstellen und Tagesaufenthaltsstätten für alleinstehende Wohnungslose. Diesen Förderbetrag hat der LWV-Verwaltungsausschuss jetzt beschlossen. 2016 waren es rund 10,47 Millionen Euro. „Für alleinstehende Wohnungslose gehören Beratungsstellen und Tagesaufenthaltsstätten zu den wenigen verlässlichen und sicheren Angeboten, die sie kennen. Deshalb haben diese Einrichtungen eine besondere Bedeutung, insbesondere weil wir davon ausgehen, dass die Zahl der Menschen ohne Dach über dem Kopf weiter steigt“, erklärt LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann.

Im Schwalm-Eder-Kreis unterhält der Zweckverband Diakonisches Werk eine Fachberatungsstelle und Tagesaufenthaltsstätte im Steinweg in Fritzlar mit einem stundenweisen Beratungsangebot in Frankenberg (Kreis Waldeck-Frankenberg). Diese Arbeit unterstützt der LWV mit 159.366 Euro.

Fachberatungsstellen sind oft die einzige Anlaufstelle für alleinstehende Wohnungslose, die meist auch mit körperlichen und seelischen Problemen zu kämpfen haben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen unterstützen sie sowohl im Alltag als auch dabei, wieder sesshaft zu werden. Die Teams beraten die betroffenen Menschen oder helfen ihnen, Leistungen zu beantragen. Sie unterstützen die Klienten außerdem bei Behördengängen, bei der Wohnungs- und Arbeitssuche oder bei der Suche nach einem Therapieplatz. Dabei kooperieren die Beratungsstellen mit anderen Angeboten wie der Sucht- oder Schuldnerberatung.

In Tagesaufenthaltsstätten erhalten wohnungslose Männer und Frauen kalte und warme Mahlzeiten und Getränke. Außerdem können sie hier duschen, ihre Wäsche waschen, Gepäck aufbewahren und einiges mehr. Oft gibt es Kleiderkammern und den Menschen wird ärztliche Hilfe oder auch psychosoziale Beratung vermittelt.

In Hessen unterstützt der LWV 41 solcher Tagesaufenthaltsstätten und Beratungsstellen. Sie werden überwiegend (zu rund 97 Prozent) vom LWV Hessen finanziert. Dies ist nach den gesetzlichen Bestimmungen eine Pflichtaufgabe des LWV Hessen. Die Höhe der Zuwendungen richtet sich vorrangig nach dem Umfang des Leistungsangebots und der Personal- und Sachausstattung.

Der Landeswohlfahrtsverband Hessen ist ein Zusammenschluss der Landkreise und kreisfreien Städte, dem soziale Aufgaben übertragen wurden.
· Er unterstützt behinderte, psychisch kranke und sozial benachteiligte Menschen in ihrem Alltag und im Beruf.
· Er betreut Kriegsbeschädigte, deren Angehörige und Hinterbliebene.
· Er ist Träger von Förderschulen und Frühförderstellen.
· Er ist Alleingesellschafter der Vitos GmbH, die einen wesentlichen Teil der psychiatrischen Versorgung in Hessen sicherstellt. (red)



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