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Knochenfund: Vermutlich aus Zeit des 30-Jährigen Krieges

Fritzlar-Lohne. Im März 2017 wurden in Lohne bei Erdarbeiten durch den Grundstückseigentümer mehrere menschliche Knochen gefunden. Die Gebeine wurden durch die Polizei sichergestellt und zur Untersuchung dem Rechtsmedizinischen Institut in Gießen zugeführt. Von dort wurde ein Gutachten zur Altersbestimmung erstellt.

Die Experten des Rechtsmedizinischen Instituts kamen nun zu dem Schluss, dass die Knochen vom Ende des 16. Jahrhunderts, oder Anfang des 17. Jahrhunderts stammen. Die Rechtsmediziner unterzogen die Fundstücke einer sogenannten Radiokarbondatierung und kamen so auf das vorliegende Ergebnis. Die Person war zum Todeszeitpunkt laut dem Gutachten etwa 18 Jahre alt.

Ein Zusammenhang des Knochenfundes mit dem Dreißigjährigen Krieg, oder mit mehreren Pestepidemien, von denen Fritzlar im fraglichen Zeitraum betroffen war, kann nicht ausgeschlossen werden.

Die strafrechtlichen Ermittlungen der Homberger Kripo werden somit eingestellt. (ots)



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